Regeln für einfache Sprache

Bisher gibt es kaum Regeln für einfache Sprache. Das hole ich an dieser Stelle nach. Die Regeln für die einfache Sprache werden nach und nach erweitert.

Wörter

Der Wortschatz der einfachen Sprache umfasst rund 10.000 Wörter. Im Das ist nicht besonders viel, die deutsche Sprache umfasst ungefähr eine halbe Millionen Wörter.
Eine nützliche Hilfe ist der Wortschatz des Goehthe-Instituts. Er fast die 10.000 Begriffe zusammen, die Teil des B1-Wortschatzes sein sollen.
Allerdings dürfen auch Wörter verwendet werden, die nicht Teil des Wortschatzes sind. Dabei müssen Sie vor allem überlegen, wie bekannt das jeweilige Wort ist. Können Sie nicht davon ausgehen, dass das Wort bekannt ist, müssen Sie es erklären.
Versuchen Sie möglichst Begriffe aus verwandten Bereichen zu verwenden. Das menschliche Gehirn arbeitet assoziativ, es erkennt Wörter in einem Text einfacher, wenn sie aus dem gleichen Themenfeld stammen. Stellen Sie sich ein semantisches Netz vor, in dem Begriffe umso näher miteinander verbunden sind, je stärker sie in Beziehung stehen. Bäcker und Brot hängen eng zusammen, während Buchhalter und Holz stärker voneinander entfernt sind.
Schwierig sind substantivierte Verben wie Benutzung, Verwendung und Vermeidung. Solche Wörter deuten auf einen Nominalstil hin, der idealerweise zu vermeiden ist. Generell sollten Substantive nicht gehäuft hintereinander auftreten. Manche wissenschaftliche Publikationen schaffen es, drei oder vier Substantive in einem Titel mit fünf Worten unterzubringen. Achten Sie auf die Nachsilben –keit, -ung und –heit, daran erkennen Sie die meisten Substantivierungen.
Vermeiden Sie seltene Wörter. Je bekannter ein Wort ist, desto schneller kann es gelesen werden. Geübte Leser können oft schon nach wenigen Buchstaben ein Wort erraten und damit ihr Lesetempo erhöhen. Ein Wort wie Schifffahrtsgeesellschaft ist dabei nicht hilfreich.
Vermeiden Sie Komposita, das sind lange zusammengesetzte Wörter. Der Verein zur Rettung der Umwelt liest sich leichter und wird schneller erfasst als der Umweltrettungsverein. Komposita haben nur dann einen Vorteil, wenn sie als bekannt vorausgesetzt werden können.
Fremdwörter und Abkürzungen werden vermieden oder bei der ersten Erwähnung erklärt oder ausgeschrieben. Das ist eine allgemeine Regel, die ein wenig eingeschränkt werden muss. Restaurant ist auch ein Fremdwort, aber niemand käme auf die Idee, es ins Deutsche zu übersetzen. Andererseits können auch deutsche Wörter unbekannt sein, wenn sie zum Beispiel aus einem Dialekt stammen. Erklären Sie also Wörter, die im täglichen Sprachgebrauch selten vorkommen.
Vielleicht sind folgende Regeln zur Auswahl von Wörtern hilfreich:
• Verwenden Sie keine Wörter, deren Bedeutung Sie nicht kennen. Wissen Sie zum Beispiel, was Kohäsion oder Hegemonie bedeutet? Kennen Sie den Unterschied zwischen effektiv und effizient?
• Verwenden Sie kein Fremdwort, wenn es ein passendes deutsches Wort dafür gibt. Ein Fremdwort ist in unserem Zusammenhang ein Wort, das im allgemeinen Sprachgebrauch selten verwendet wird.
Geläufige Abkürzungen wie „z. B.“ oder „bzw.“ müssen Sie nicht erklären. Ich würde sie gar nicht einsetzen, aber das ist eine Geschmacksfrage. Seltene Abkürzungen sollten Sie hingegen gar nicht verwenden, wenn sie nicht leicht zu merken sind. DRK für Deutsches Rotes Kreuz und BRK für Bayerisches Rotes Kreuz ist noch einprägsam. Bei weniger bekannten Abkürzungen empfehle ich, das Wort auszuschreiben oder einen Teil des Begriffes zu verwenden. Die Web Content Accessibility Guidelines kann man sich leichter einprägen als die WCAG, weil wir uns Wörter oder zumindest Wortklänge leichter merken können als Abkürzungen. Um diesen etwas sperrigen Begriff nicht andauernd zu wiederholen können wir nach der ersten Erwähnung von „den Guidelines“ sprechen oder von „den Richtlinien“, falls nicht noch weitere Guidelines und Richtlinien in unserem Text vorkommen. In einigen Fällen wie MP3 oder NATO vergisst man oft schon, dass es sich um eine Abkürzung handelt, sodass es auch nicht sinnvoll ist, sie auszuschreiben.

Satzbau

Versuchen Sie, Passiv-Konstruktionen und Konjunktive zu vermeiden. Aktiv formulierte Sätze wirken lebendiger und anschaulicher. Formulieren Sie aktive Sätze. Das schaffen Sie oft schon, wenn Sie das Verb möglichst weit nach vorne ziehen. Es ist aber auch hilfreich, handelnde Personen in den Vordergrund zu stellen. Solche Formulierungen sind fast automatisch aktiv.
Vermeiden Sie eingeschobene Nebensätze, weil sie den Leser vom Kern des Satzes ablenken. Solche Nebensätze sind meistens an den Kommata oder an Gedankenstrichen zu erkennen. Entweder ist die Aussage wichtig genug, um in einen Hauptsatz gepackt zu werden oder sie kann gestrichen werden.
Hängen Sie keine Nebensätze an. Angehängte Nebensätze erkennen Sie meistens an Kommata oder Gedankenstrichen. Meistens ist ein Nebensatz ein neuer Gedanke und verstößt damit gegen unser Prinzip: ein Satz, ein Gedanke. Hier gilt das Gleiche wie für Zwischensätze.

Listen und Aufzählungen

Vermeiden Sie lange Aufzählungen im Fließtext. Oft merkt der Leser erst in der Mitte des Satzes, dass Sie mehrere Fakten aufzählen und muss zurücklesen, um sich diese Fakten einzuprägen. Der Sinn der Aufzählung wird oft erst am Ende des Satzes klar. Außerdem bilden Listen visuelle Orientierungspunkte in langen Texten.
Eine Liste kann auch stilistisch einheitlich gestaltet werden. Sie sollte zum Beispiel nur positive oder nur negative Aussagen enthalten, beides zu mischen verschlechtert die Verständlichkeit. „Sagen Sie 1. Ja zum Leben und 2. Nein zum Rauchen!“. Generell werden positive Aussagen leichter verstanden als Aussagen mit einer Verneinung.
Listen und Aufzählungen sollten nicht zu umfangreich werden. Im Allgemeinen ist es nicht sinnvoll, auch die unwichtigsten Fakten aufzuzählen. Vor allem Leser, die mit dem Thema nicht vertraut sind werden Schwierigkeiten haben, das Wesentliche zu erfassen oder sich die wichtigen Fakten zu merken.

Ausdruck

Ein Text sollte präzise und konkret statt vage und abstrakt sein. Statt „Menschen mit Behinderung“ sind meistens entweder bestimmte Personen oder bestimmte Gruppen wie Blinde gemeint. Statt „Mensch mit Behinderung“ schreibt man „der gehörlose Herr Müller“. Vermeiden Sie es, eine Person auf ihre Behinderung oder ihren Hintergrund zu reduzieren. Das passiert oft, wenn man nicht immer „Herr Müller“ schreiben möchte und stattdessen „der Gehörlose“ sagt, was den Menschen Müller auf seine Gehörlosigkeit reduziert. Behandeln Sie Menschen nicht als Objekte, Opfer oder Helden, sondern als Menschen.
An dieser Stelle müssen wir einen Kompromiss zwischen Verständlichkeit und Inklusivität finden, inklusive Formulierungen sind nicht immer anschaulich und sollten dennoch Vorrang vor einer verständlichen, aber diskriminierenden Formulierung haben.
Versuchen Sie möglichst positiv zu formulieren, das heißt zum Beispiel doppelte Verneinungen zu vermeiden. Wenn jemand „nicht dafür“ ist, dann ist er dagegen. Die Formulierung „er wird nicht dagegen stimmen“ verschleiert die Absicht dieser Person, er kann zustimmen, sich enthalten oder der Abstimmung fernbleiben.
Hat man zu viele Behördentexte gelesen, schleichen sich Ausdrücke wie „Schadensfall“ oder „zur Kenntnis genommen“ ein. Solche Ausdrücke gehören in das Redaktionshandbuch unter Begriffe, die vermieden werden sollen. Sie machen den Text unpersönlich und abstrakt.
Andere Formulierungen aus dem Beamten-Jargon sind: „außerstande sein“, „zur Verfügung stehen“ oder „die Möglichkeit haben“. Diese Formulierungen können fast immer durch „können“, „nicht können“ oder „haben“ ersetzt werden, was den Text wesentlich auflockert.
Wenn Sie zu solchen Begriffen neigen, sollten Sie sich eine Checkliste zulegen, mit der Sie Ihre Texte prüfen können. Das Problem ist, dass man die eigenen Texte eher oberflächlich liest, die Fehler der Anderen sieht man immer besser als die eigenen. Deswegen ist eine Checkliste hilfreich, in der alle Konstruktionen notiert werden, die Sie vermeiden möchten.
Vor allem im Sozialbereich werden oft Abkürzungen und Fremdwörter verwendet. Die meisten Menschen wissen nicht, was sich hinter Eingliederungshilfe oder SGB II verbirgt. Natürlich ist es sinnvoll oder sogar vorgeschrieben, von Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung statt von Hartz IV zu sprechen. Allerdings stoßen Sie dabei auf unterschiedliche Probleme, wenn Ihre Klienten diese Begriffe nicht verstehen oder nicht finden, was sie suchen, weil sie den korrekten Begriff nicht kennen.
Wenn Sie also nicht die Begriffe auf Ihrer Website verwenden, die von Ihren Klienten gesucht werden, ist es unwahrscheinlich, dass sie die gesuchten Inhalte finden. Eine Lösung besteht darin, einfach beide Begriffe im Text zu verwenden: Sie können zum Beispiel schreiben „Sonderschulen werden heute Förderschulen genannt“ oder „im Rahmen von Hartz IV wird Arbeitslosengeld II gewährt“.
Vermeiden Sie es, positiv und negativ besetzte Begriffe miteinander zu vermischen. Das negative Wachstum ist ein Verlust, wer diese Verschleierungsprosa aus Pressemitteilungen oder Geschäftsberichten verwendet versucht, den Leser gezielt zu verwirren.
Ein kontroverser Punkt sind handelnde Objekte. Websites oder Broschüren können nichts erklären, weil nur Lebewesen handeln oder sich verhalten können. Ich sehe das ein wenig lockerer: die Nutzer wissen natürlich, dass eine Website nichts erklärt, sondern, dass sie dort erhellende Informationen finden. Ansonsten sind oft komplizierte Konstrukte nötig, um eine einfachere und oft auch verständlichere Formulierung zu umgehen: „In der Broschüre kann man nachlesen …“, „Auf der Website erfahren Sie …“. Es handelt sich um ein logisches, nicht um ein orthografisches Problem. Wählen Sie deshalb die Form, die für den Leser am verständlichsten ist.

Rechtschreibung und Grammatik

Achten Sie auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik. Das hat mehrere Vorteile: Wer nicht korrekt schreibt, erweckt den Eindruck, dass er entweder schlampig arbeitet oder keinen Respekt vor dem Leser hat. Es gibt aber auch ganz praktische Gründe: Viele Leser bleiben an falsch geschriebenen Wörtern hängen, Tippfehler stören also den Lesefluss.
Dabei ist es von Vorteil, wenn Sie den Text nicht im Browser, sondern in einer Textverarbeitung schreiben. Dank der integrierten Rechtschreibprüfung können Sie häufige Tippfehler schnell finden. Verwenden Sie auch die Autokorrektur, damit Sie Wörter, die Sie häufig falsch schreiben vom Programm automatisch korrigieren lassen können.
Leider ist die Rechtschreibprüfung der Textverarbeitungen nicht besonders gut. Falls Sie viele Texte schreiben empfehle ich die Anschaffung eines Programms wie Duden Korrektor, der sich in viele Textverarbeitungen integrieren lässt. Ebenfalls hilfreich ist die Software Papyrus Autor, bei ihr ist der Duden Korrektor im Programm enthalten und auch eine Stilprüfung ist integriert.
Viele Menschen wissen nicht, wann Wörter mit Bindestrichen geschrieben werden sollten. Eine einfache Regel ist, lange und seltene Wörter mit Bindestrich zu schreiben: „Schiff-Fahrts-Gesellschaft“. Das Wort Autokatalysator können sie hingegen zusammen schreiben, weil es nicht übermäßig lang ist und aus bekannten Wörtern besteht.
Das Auge erkennt Buchstaben in Gruppen, je nach Schriftgrad und Entfernung kann es zwischen drei und fünf Buchstaben auf einmal erkennen. Bei häufig vorkommenden Wörtern reicht das oft schon aus, um das gesamte Wort zu erraten. Der weitere Leseprozess dient dazu, das Erratene zu bestätigen. Auch dabei können Bindestriche hilfreich sein, um falschem Erkennen vorzubeugen. Wenn Sie Koautor lesen, denken Sie vielleicht zuerst an Koala, bei Co-Autor hingegen fällt Ihnen das Erkennen wahrscheinlich wesentlich leichter. Es gibt eine ganze Reihe dieser falschen Freunde. Achten Sie also bei langen Wörtern darauf, ob sich durch das Lesen der ersten drei bis fünf Buchstaben ein falscher Wortsinn ergeben könnte.

Strukturierung

Ein Text sollte logisch strukturiert sein. Jede Textform folgt einer bestimmten Dramaturgie: Die Nachricht oder der Bericht beginnt mit einem Satz, der die wesentlichen Informationen zusammenfasst. Eine Reportage, ein Feature oder eine Geschichte sollen mit dem ersten Absatz die Lust am Weiterlesen wecken.
Allen guten Texten gemein ist, dass sie logisch aufgebaut sind. Zunächst kommen die Grundlagen, dann das Spezielle. Man geht von innen nach außen oder von außen nach innen. Unabhängig davon, wie der Text aufgebaut ist, sollte nicht zwischen den verschiedenen Ebenen gesprungen werden. Ausnahmen gelten für literarische Texte oder Reportagen und Features, wo der Sprung zwischen den zeitlichen Ebenen ein Stilmittel sein kann.
Man kann schon innerhalb eines einzelnen Satzes eine einfache Struktur anwenden. Dazu gehört, dass Substantiv und Verb am Anfang des Satzes stehen und nicht auseinandergerissen werden. In der Schriftsprache werden Konstruktionen begünstigt, bei denen das Substantiv am Anfang des Satzes steht und das Verb am Ende. Bei langen Sätzen erfährt der Leser also erst am Ende, worum es geht. Im schlimmsten Fall kann es sein, dass das Ende des Satzes dessen gesamten Sinn verändert.
Mit Kommata können Sie einen längeren Satz strukturieren. Sie geben dem Leser damit die nötige Atempause, um den ersten Teil des Satzes zu verarbeiten. Wenn Sie den Text laut vorlesen werden Sie feststellen, dass Sie beim Komma fast automatisch Luft holen. Deswegen sind Kommata nicht per se schlecht für die Verständlichkeit. Oft ist es sinnvoller, einen langen Satz mit einem Komma auszustatten anstatt sie generell zu vermeiden und dadurch seltsame Satzkonstruktionen entstehen zu lassen.
Zur Verständlichkeit gehört auch die Vermeidung von Zwischensätzen oder Zwischenbemerkungen mit Klammern oder Gedankenstrichen. Solche Anmerkungen stören den Lesefluss, weil sie den Leser vom roten Faden des Textes abbringen.
Ziehen Sie bei einem längeren Satz die Hauptaussage möglichst weit nach vorne, damit der Leser schnell den Kern erfassen kann. Es ist schlechter Stil, die Handlung vor das handelnde Subjekt zu stellen. Der Satz „Der Redakteursverband zieht eine negative Bilanz zum …“ ist leichter zu verstehen als „Eine negative Bilanz zieht der Redakteursverband …“.
Das gleiche Prinzip können Sie auch auf Absätze anwenden. Ziehen Sie die Hauptaussage möglichst weit nach vorne und schieben Sie weniger wichtige Informationen im Absatz weiter nach hinten.
Ein Text muss häufig die W-Fragen beantworten: Wer, Was, Warum, Wo und Wann. Das gilt nicht für alle, aber für viele Texte. Es geht konkret darum, Zuständigkeiten oder Umstände zu benennen und nicht zu umschreiben. Wichtige Informationen wie Veranstaltungsdaten, die Namen von Personen oder Orten sollten möglichst am Anfang des Textes stehen, Informationskästen sind eine ideale Möglichkeit, sie kompakt anzubieten.
Dabei gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Textformen: Von einem typischen Pressebericht wird erwartet, dass er nach der umgekehrten Pyramide aufgebaut ist. Die wichtigsten Informationen stehen am Anfang und sind nach absteigender Wichtigkeit angeordnet. In einem Informationstext wird am Anfang zusammengefasst, worum es im Text geht, ein literarischer Text soll hingegen mit der Einleitung Spannung aufbauen.
In journalistischen Texten oder Berichten wird die umgekehrte Pyramide verwendet, um Texte zu strukturieren. Das Wichtigste steht am Beginn und die Informationen werden nach absteigender Wichtigkeit angeordnet. Das ist auch im Sinne der Barrierefreiheit.
Die visuellen Hilfsmittel wie Überschriften, Listen, Tabellen und Grafiken helfen nicht nur unseren Lesern, sondern auch uns selbst. Sie unterstützen dabei, die Gedanken zu strukturieren und in eine logische Reihenfolge zu bringen.
Die meisten Leser werden nicht bereit sein, einen zehnseitigen Text am Bildschirm zu lesen. Ein Text hat dann die optimale Länge, wenn Sie nichts mehr wegnehmen können, ohne die Qualität des Textes zu verringern. Ein Text sollte so kurz wie möglich und so lang wie nötig sein. Unnötige Ausschmückungen oder philosophische Ausflüge sind zu vermeiden.

Illustrative Beispiele

Arbeiten Sie mit bildhaften Beispielen. Ihr Leser sollte eine konkrete Vorstellung davon bekommen, worüber Sie schreiben. Das Beispiel muss nahe an seiner Lebenswirklichkeit sein.
Zeigen Sie statt zu erklären. Versuchen Sie, abstrakte Inhalte mit plastischen Beispielen zu verdeutlichen.
Denken Sie Ihre Texte immer aus der Perspektive der Nutzer, die Frage ist, verstehen Ihre Nutzer, was Sie ihnen mitteilen möchten. Bei einer eher trockenen Materie wie der Vorstellung einer Broschüre aus dem Sozialbereich können Sie zwei bis drei Beispiele aus dem Inhalt aufgreifen, die aus der Sicht der Interessenten wichtig sein könnten. Kein Mensch kann mit der Grundsicherung nach Sozialgesetzbuch II etwas anfangen. Aber jeder hat eine genaue Vorstellung davon, was er an Informationen gut gebrauchen kann und das erkennt er am besten an konkreten Beispielen. Wählen Sie deshalb Beispiele, die möglichst nah an der Lebenswirklichkeit Ihrer Nutzer sind.