Vergleich: OpenOffice und Microsoft Office für barrierefreie PDFs

Lange Zeit hatten OpenOffice und LibreOffice die Nase vorne, was die Möglichkeit zur Erzeugung barrierefreier PDF anging. In Microsoft Office 2007 musste die Funktion nachgerüstet werden, erst seit Office 2010 ist die Funktion fest integriert.
Mittlerweile scheint mir aber Microsoft Office das bessere Werkzeug zu sein. Seit Office 2010 ist eine Prüffunktion integriert, die es erlaubt, eventuelle Probleme bei der Barrierefreiheit aufzuspüren und zu korrigieren.
Seit Office 2013 verfügt MS Office zudem über einen integrierten PDF-Editor. Zwar kann man mittlerweile auch mit OpenOffice PDFs öffnen, aber das Bearbeiten dieser Dokumente ist wenig komfortabel, da die Dokumente standardmäßig im Zeichen-Programm geöffnet werden. Dort stehen keine Formatvorlagen aus Writer zur Verfügung, es lassen sich also auch keine PDF-Tags exportieren.
Natürlich ist Word weit davon entfernt, ein vollständiges PDF-Tool zu sein. Für textlastige Dokumente ist es geeignet, für Dokumente mit vielen Bildern oder Tabellen eher nicht. Dennoch bietet Office 2013 eine einfache Möglichkeit, PDF-Dokumente auch nachträglich Barrierefrei zu machen.
Eine Warnung muss ich aber nachschieben: Word 2013 kann die Tags aus einem getaggten Dokument nicht übernehmen. Nehmen wir an, ihr öffnet ein getaggtes Dokument und speichert es nach einer kleinen Änderung wieder als PDF, dann gehen die Tags bei der Konvertierung verloren. Es kann außerdem sein, dass bei beim Öffnen Elemente verschoben werden – Word ist halt kein ordentlicher PDF-Editor. Arbeitet also nach Möglichkeit immer mit dem Original-Dokument.

Wenn Du es nicht machst, macht es keiner