Neuigkeiten zur Barrierefreiheit im Februar 2019

Ein SäulendiagrammGleich 3 Statistiken gab es im Monat Februar zum Thema Barrierefreiheit. Die US-amerikanische Organisation WebAIM untersuchte die Startseiten der 1.000.000 am meisten genutzten Websites. Heraus kamen große Probleme bei der Barrierefreiheit: Dazu gehören fehlende Alternativtexte, fehlende Labels von Formularen und schlechte Text-Kontraste.
Laut der Firma Siteimprove verfehlen 89 Prozent der ParlamentsWebsites der EU-Mitgliedsstaaten die Anforderungen zur Barrierefreiheit. Am schlechtesten schneidet dabei das EU-Parlament selbst ab.
Die Technologie-Stiftung hat einen Data Dive in Sachen offene Daten zur Barrierefreiheit in Berlin durchgeführt. Dabei wurde erhoben, welche Daten in offener – also maschinenlesbarer – Form zur Barrierefreiheit vorliegen. Wie leider zu erwarten war: Nicht besonders viele und diese werfen ein schlechtes Bild auf die Barrierefreiheit unserer Hauptstadt. Aber das Projekt an sich ist super und ich wünsche mir mehr davon. Wie ich an anderer Stelle gezeigt habe, können offene Daten zur Barrierefreiheit beitragen.

Events

Highlight des Monats war die Zero Conference in Wien, ein Event, das mir glatt durch meinen Filter gerutscht ist. Die jährlich stattfindende Konferenz sammelt Best Practice Beispiele zum Thema Technologie und Behinderung. In diesem Zusammenhang erschien auch der Zero Project Report, in dem Beispiele zum Thema politische Beteiligung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung gesammelt werden.
Weitere Events zur Barrierefreiheit.

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Je einfacher ein Text ist, desto einfacher kann er auch übersetzt werden – egal ob durch Menschen oder durch Software. Ein Artikel auf Digital Gov beschäftigt sich mit der Frage, welche Aspekte einen Text besonders gut übersetzbar machen. Das ist schließlich auch für Übertragungen in Leichte Sprache oder Gebärdensprache interessant.
Die neuen Emojis zu Behinderung sind durchaus umstritten. In diesem Zusammenhang fehlt uns tatsächlich noch ein Symbol für Barrierefreiheit, der Rollstuhl ist es genauso wenig wie der Blindenstock. Aber hier werden wir uns wohl in der Szene nie einig werden.
The WITH List soll Designer dazu bewegen, neu und anders über Behinderung zu denken.
Eher für die Spezialisten interessant: Der Blog 247AccessibleDocuments.com beschäftigt sich mit der Frage, wie Screenreader auf Smartphones mit barrierefreien PDFs umgehen.
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