{"id":1016,"date":"2018-04-27T13:13:42","date_gmt":"2018-04-27T11:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?page_id=1016"},"modified":"2023-09-13T07:52:41","modified_gmt":"2023-09-13T05:52:41","slug":"augumented-reality-und-barrierefreiheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/","title":{"rendered":"Virtual\/Augmented Reality und Barrierefreiheit"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/46-vr\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><br \/>\nDie erweiterte Realit\u00e4t oder augmented reality ist an sich unspektakul\u00e4r: Wenn man zum Beispiel ein Foto von einem Geb\u00e4ude wie dem K\u00f6lner Dom macht, dann sollen in Echtzeit Informationen zu diesem Geb\u00e4ude auf dem Handy eingeblendet werden.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Kombination_verschiedener_Technologien_sinnvoll\" >Kombination verschiedener Technologien sinnvoll<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Virtuelle_Realitaet_als_Alternative_zu_mangelnder_Barrierefreiheit\" >Virtuelle Realit\u00e4t als Alternative zu mangelnder Barrierefreiheit<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Wie_barrierefrei_sind_VRXR_heute\" >Wie barrierefrei sind VR\/XR heute?<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Nutzungs-Szenarien_fuer_VRAR_und_behinderte_bzw_aeltere_Menschen\" >Nutzungs-Szenarien f\u00fcr VR\/AR und behinderte bzw. \u00e4ltere Menschen<\/a><ul class='ez-toc-list-level-3' ><li class='ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Blinde_Menschen\" >Blinde Menschen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Gehoerlose_und_Schwerhoerige\" >Geh\u00f6rlose und Schwerh\u00f6rige<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Querschnittsgelaehmte\" >Querschnittsgel\u00e4hmte<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Autismus\" >Autismus<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-9\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/#Weiterlesen\" >Weiterlesen<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Kombination_verschiedener_Technologien_sinnvoll\"><\/span>Kombination verschiedener Technologien sinnvoll<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Andererseits sind die Erweiterungsm\u00f6glichkeiten dieser Technik praktisch unbegrenzt. In Verbindung mit einem GPS-Empf\u00e4nger k\u00f6nnte ein Blinder oder ein Sehbehinderter herausfinden, vor welchem Geb\u00e4ude er steht und ob er dort richtig ist. GPS oder andere Ortungsdaten sind n\u00f6tig, weil ein Blinder wohl nicht in der Lage sein wird, ein Geb\u00e4ude richtig zu fotografieren. Um hinreichende visuelle Informationen aufzunehmen, m\u00fcssen schlie\u00dflich Blickwinkel, Entfernung, Beleuchtung und Bildsch\u00e4rfe stimmen. Denkbar w\u00e4re auch ein Datenabgleich mit Google Streetview oder \u00e4hnlichen diensten, wobei das heute wohl aufgrund der n\u00f6tigen Rechenleistung zu aufwendig w\u00e4re.<br \/>\nEine clevere Kombination verschiedener Faktoren und Informationsquellen wie GPS, panorama-Fotografie, Handy-Ortungsdaten und Google Streetview d\u00fcrften gen\u00fcgend Informationen liefern, um ein Geb\u00e4ude oder einen Ort an einer Stra\u00dfe eindeutig zu identifizieren.<br \/>\nBei einem Restaurant lie\u00dfen sich zum Beispiel die \u00d6ffnungszeiten und die Speisekarte online betrachten. Schlie\u00dflich fragt niemand gerne nach Speiseangebot und Preisen. Blinde haben hier schlechte Karten, weil sie die Karte schlicht nicht lesen k\u00f6nnen.<br \/>\nInteressanter wird es bei so schlichten Dingen wie Bus- und Stra\u00dfenbahn-Fahrpl\u00e4nen. Die k\u00f6nnen auch Sehende oft nicht lesen, weil sie verdreckt oder schlicht zu klein gedruckt sind. Den Spa\u00df, auf den Seiten der Anbieter nach den passenden Fahrpl\u00e4nen zu suchen will man sich weder auf dem Computer noch mobil antun. Blinde sind hier aufgeschmissen, leider k\u00f6nnen auch viele normal Sehende den Fahrplan nicht lesen &#8211; oder verstehen. Hier w\u00fcrden aber auch schon f\u00fchlbare QR-Codes weiterhelfen, die einfach nur mit dem Smartphone abfotografiert werden m\u00fcssten.<br \/>\nEin wirklich \u00e4rgerliches Problem sind Busse, Bahnen oder Z\u00fcge, die zu sp\u00e4t kommen. An kleinen Bahnh\u00f6fen gibt es keine Durchsagen, so dass niemand wei\u00df, was eigentlich los ist. Auf der anderen Seite haben Geh\u00f6rlose das Problem, dass sie Durchsagen nicht h\u00f6ren und ihnen damit wichtige Informationen entgehen.<br \/>\nDie Verkn\u00fcpfung von geographischen Orten und zugeh\u00f6rigen Websites k\u00f6nnte eine der interessantesten Anwendungen der nahen Zukunft werden. Und f\u00fcr viele Blinde und andere Gruppen Behinderter ebenfalls ein St\u00fcck Autonomie bringen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Virtuelle_Realitaet_als_Alternative_zu_mangelnder_Barrierefreiheit\"><\/span>Virtuelle Realit\u00e4t als Alternative zu mangelnder Barrierefreiheit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Virtuelle Welten wie das Metaverse des Meta-Konzerns sind zugegebenerma\u00dfen noch Zukunftsmusik. Sie bieten aber gro\u00dfe Chancen f\u00fcr behinderte Menschen.<br \/>\nDas Problem der digitalen Barrierefreiheit ist nicht gel\u00f6st, scheint aber mit \u00fcberschaubaren Mitteln regelbar zu sein. Anders sieht es mit zwei anderen gro\u00dfen Bereichen aus: Wohnen und Mobilit\u00e4t.<br \/>\nGenerell fehlen unz\u00e4hlige Wohnungen, zumal durch die starke Zuwanderung durch die diversen Zuz\u00fcge von Fl\u00fcchtlingen. F\u00fcr die Einwanderung in den Arbeitsmarkt w\u00e4ren weiterhin zus\u00e4tzliche ad\u00e4quate Wohnungen in den Metropolen notwendig. Gar nicht erw\u00e4hnt ist dabei das Thema barrierefreie Wohnungen, der Markt ist leergefegt und unsere diversen Regierungen schaffen es nicht, das Problem zu l\u00f6sen. Es w\u00e4ren Investitionen im Rahmen von Milliarden sowie entsprechende Fachkr\u00e4fte notwendig &#8211; beides ist nicht absehbar.<br \/>\nDas gleiche Trauerspiel finden wir bei der Mobilit\u00e4t: Es gibt Fortschritte, aber zu wenige und zu langsam. \u00c4ltere und behinderte Menschen mit Mobilit\u00e4ts-Problemen konkurrieren mit Pendlern, Sch\u00fclern und anderen Menschen um die knappen mobilit\u00e4ts-Ressourcen, uralte Busse, Bahnen, Bahnh\u00f6fe und Z\u00fcge machen das Ein- und Aussteigen zu einer Tortour.<br \/>\nGleichzeitig sehnen wir uns nach menschlicher N\u00e4he &#8211; zumindest die Meisten von uns. Der gro\u00dfe Nachteil der Peripherie sind die eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten, Freunde zu treffen und kulturelle Einrichtungen zu nutzen. Remote Work ist eine gute und sinnvolle Sache, doch m\u00f6chte man zumindest ab und zu mal die Kolleg:Innen pers\u00f6nlich treffen. Online-Meetings sind gut, aber nicht optimal.<br \/>\nVirtuelle Welten k\u00f6nnten viele dieser Probleme l\u00f6sen. Remote Work ist, wie ich an anderer Stelle schrieb, f\u00fcr Menschen mit Mobilit\u00e4ts-Einschr\u00e4nkungen interessant, solange es inklusiv stattfindet, man also nicht benachteiligt wird gegen\u00fcber vor Ort arbeitenden Personen. Mit VR k\u00f6nnte sich das Standort-Problem besser l\u00f6sen lassen als mit Online-Meetings. Auf In-Persona-Meetings muss man trotzdem nicht verzichten, aber sie m\u00fcssten seltener stattfinden. Ich erinnere mich an die Fantasy-Saga &#8222;Otherland&#8220; von Tad Williams. In dieser Geschichte kamen drei behinderte Personen vor, die durch die dort gut verf\u00fcgbare VR-Welt teilweise von ihren Behinderungen l\u00f6sen konnten.<br \/>\nUnd nat\u00fcrlich das ganze Thema Freizeit-Gestaltung &#8211; auch das eine Herausforderung dank mangelnder Barrierefreiheit. Auch das w\u00e4re mit der entsprechnden VR machbar. Klar, die Atmosph\u00e4re eines Live-Festivals wird man vielleicht nie \u00fcber VR-Wearables sp\u00fcren, aber es ist ein Kompromiss und besser als nichts. Man vergisst gerne, dass solche Events mit Tickets, Anreise, \u00dcbernachtung und so weiter gerne mal so viel kosten wie ein kleiner Urlaub, auch Geld bzw. dessen Fehlen kann eine Barriere sein.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wie_barrierefrei_sind_VRXR_heute\"><\/span>Wie barrierefrei sind VR\/XR heute?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Und nun die Preisfrage, ist VR\/AR barrierefrei realisierbar? Zumindest was motorisch und Sehbehinderte sowie Schwerh\u00f6rige\/Geh\u00f6rlose angeht, sollte es hier keine gr\u00f6\u00dferen Probleme geben. Man m\u00fcsste nat\u00fcrlich sicherstellen, dass Zoom, Sprach- und Bewegungssteuerung, Untertitel und die ganzen anderen existierenden Hilfsmittel sich weiterhin verwenden lassen, dass also die entsprechenden Schnittstellen vorhanden sind.<br \/>\nF\u00fcr Blinde gibt es besondere Herausforderungen, wenn virtuelle Welten vor allem visuell gestaltet werden. Bis in die 2000er Jahre hinein habe ich gerne Computerspiele gespielt: Civilisation, Monkey Island, Need for Speed und so weiter haben mir einige Nachmittage vers\u00fc\u00dft. Danach wurde mein Sehen schlechter bzw. die Spiele so visuell komplex, dass es nicht mehr machbar war. Aber weil ich aus der Sehenden-Welt komme, konnte ich mit Audio-Games bis heute nichts anfangen. Computerspiele sind 95 Prozent Optik und vielleicht 5 Prozent Audio.<br \/>\nWenn wir das Gleiche bei VR\/AR erleben &#8211; das bef\u00fcrchte ich &#8211; dann wird das f\u00fcr Blinde nicht funktionieren. Das hei\u00dft, man braucht auch eine saubere Akkustik: Wenn ich an einem virtuellen Konferenztisch sitze, muss die Stimme einer sprechenden Person aus der entsprechenden Richtung kommen oder halt von oben oder unten, 3D-Sound halt. Der klassiche Stereo-Kopfh\u00f6rer reicht nicht aus. Die visuelle Welt &#8211; nun ja, man kann sie f\u00fcr blinde Menschen weder real noch virtuell wirklich zug\u00e4nglich machen, zumindest nicht mit absehbar verf\u00fcgbarer Technik.<br \/>\nDringend notwendig w\u00e4re auch die wesentlich aufwendigere Entwicklung von Tools f\u00fcr haptisches Feedback. Das scheint im Augenblick noch Zukunftsmusik zu sein, aber wenn hier nicht geforscht wird, passiert da gar nichts. Und das k\u00f6nnte umgekehrt auch f\u00fcr Sehende interessant sein. Es ist doch sehr schade, dass in einer ohnehin visuell ausgerichteten Welt auch die VR rein visuell und ein wenig akustisch, aber kaum haptisch ist.<br \/>\nDoch sagt niemand, dass VR einfach nur die Realit\u00e4t kopieren muss. Wo man gedruckte Handouts verteilen w\u00fcrde, kann man in der VR digitale Unterlagen verteilen. Eine virtuelle Leinwand kann digital bef\u00fcllt und von der Sprachausgabe vorgelesen werden und so weiter.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Nutzungs-Szenarien_fuer_VRAR_und_behinderte_bzw_aeltere_Menschen\"><\/span>Nutzungs-Szenarien f\u00fcr VR\/AR und behinderte bzw. \u00e4ltere Menschen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Generell kann AR\/VR genutzt werden, um zum Beispiel physiotherapeutische \u00dcbungen ohne fremde Anleitung korrekt auszuf\u00fchren. Die Bewegungs-Abl\u00e4ufe k\u00f6nnten \u00fcber eine geeignete Kamera oder Sensoren \u00fcberwacht und korrigiert werden.<br \/>\nInteressant ist au\u00dferdem die Kombination von VR\/AR-Anwendungen mit text- oder sprach-basierten Chat-Systemen wie ChatGPT. Der gro\u00dfe Vorteil ist, dass die Nutzenden R\u00fcckfragen in nat\u00fcrlicher Sprache an das System stellen k\u00f6nnen und nicht nur auf den Output des Systems angewiesen sind.<br \/>\nIm Arbeitskontext k\u00f6nnen VR\/AR genutzt werden, um dezentrale Sitzungen pers\u00f6nlicher zu gestalten als es mit Video-Kommunikation heute m\u00f6glich ist. Meetings mit VR k\u00f6nnen realen Meetings n\u00e4herkommen als reine Video-Meetings und zus\u00e4tzliche Barrierefreiheits-M\u00f6glichkeiten bieten.<br \/>\nGenerell ist die Kombination unterschiedlicher Entwicklungen spannend: So k\u00f6nnen Blinde mit dem Smartphone viele interessante Dinge machen, aber es ist unpraktisch, das Smartphone die ganze Zeit in der Hand zu halten. Au\u00dferdem sind viele Anwendungen wie die Text-Suche oder Objekt-Erkennung im Freien sehr ressourcenaufwendig und fehlerbehaftet. Die Kombination von AI und VR k\u00f6nnte sowohl die ben\u00f6tigte Kapazit\u00e4t als auch die Erkennung von Text und Objekten deutlich verbessern. <\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Blinde_Menschen\"><\/span>Blinde Menschen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Im Alltag k\u00f6nnte AR verwendet werden, um die Orientierung und Erkundung zu verbessern. Beispiele sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Erkennung von Hindernissen und deren Gefahren \u2013 zum Beispiel ist ein sich bewegendes Fahrrad gef\u00e4hrlicher bzw. erfordert andere Strategien als ein geparktes Fahrrad. Bislang k\u00f6nnen Hindernis-Erkennungen nur sehr grob warnen und gar keine Infos wie \u201eam besten links halten\u201c geben.<\/li>\n<li>Erkennung von Objekten in der Umgebung in Echtzeit inklusive Text-Erkennung. F\u00fcr Blinde ist es zum Beispiel gut zu wissen, ob sich die T\u00fcr eines Geb\u00e4udes oder eines Fahrzeugs wie einer Bahn sich vor ihnen oder im Blickfeld befindet. Die Text-Erkennung kann hilfreich zum Erkennen von Stra\u00dfennamen und Nummern, die Infos auf Displays von Bussen und Bahnen und so weiter sein.<\/li>\n<li>Im Computer-Bereich w\u00e4ren das Identifizieren und Beschreiben von Benutzer-Oberfl\u00e4chen interessant. Bislang ist es f\u00fcr Blinde nur auf Touch-Screens m\u00f6glich, die Anordnung von UI-Elementen auf Bildschirmen zu erkennen. Voraussetzung ist au\u00dferdem, dass GUI barrierefrei entwickelt wurden, was bisher nicht immer der Fall ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Blinden ist allerdings wichtig, dass Informationen entweder auditiv oder haptisch vermittelt werden. Auch mit einem Rest-Sehverm\u00f6gen k\u00f6nnen visuelle Reize nicht so verarbeitet werden wie es Sehende tun. 3D-Effekte zum Beispiel funktionieren nicht, wenn das Sehverm\u00f6gen auf beiden Augen nicht gleich ist, das trifft auf viele Sehbehinderte und Blinde zu. <\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Gehoerlose_und_Schwerhoerige\"><\/span>Geh\u00f6rlose und Schwerh\u00f6rige<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>F\u00fcr Geh\u00f6rlose und Schwerh\u00f6rige ist insbesondere die Erkennung gesprochener Sprache sowie von Ger\u00e4uschen wichtig. Sprache kann zum Beispiel von Gespr\u00e4chspartnern, aber auch von Durchsagen kommen. Sie k\u00f6nnte in Echtzeit in Untertitel oder Geb\u00e4rdensprache umgewandelt werden. Geb\u00e4rdensprache wird aktuell aber wohl nicht automatisch umsetzbar sein.<br \/>\nK\u00f6nnen die Personen sich nicht lautsprachlich \u00e4u\u00dfern, w\u00e4re auch die Umwandlung von Geb\u00e4rdensprache in Text oder als Sprachausgabe f\u00fcr die Gespr\u00e4chspartner hilfreich. Aktuell gibt es etwa im n\u00e4chsten iOS die M\u00f6glichkeit, eine k\u00fcnstliche Sprachausgabe an die eigene Stimme anzupassen. <\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Querschnittsgelaehmte\"><\/span>Querschnittsgel\u00e4hmte<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>F\u00fcr Querschnittsgel\u00e4hmte ergeben sich M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr, Orte zu erkunden, die sie physisch nicht oder nur schwer erreichen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren Geb\u00e4ude, die nicht barrierefrei sind, aber auch Umgebungen wie Berge oder ansonsten nicht rollstuhlgeeignete Regionen wie Moore. Der visuelle und der auditive Kanal k\u00f6nnen dabei bedient werden. Die Dimension Geruch der jeweiligen Lokation fehlt allerdings noch, um das Bild zu vervollst\u00e4ndigen.<br \/>\nDie Steuerung k\u00f6nnte dabei \u00fcber Sprache, Kopf- oder Augen-bewegungen durchgef\u00fchrt werden. <\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Autismus\"><\/span>Autismus<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Autisten haben in der Regel Probleme mit ungewohnten Situationen oder mit Effekten, die sie als st\u00f6rend empfinden. Die Form der Trigger ist dabei sehr individuell, es kann eine bestimmte Farbe, ein Ger\u00e4usche wie die Klimaanlage oder etwas anderes sein.<br \/>\nEntsprechende Headsets und Brillen k\u00f6nnten so angewendet werden, dass sie unerw\u00fcnschte Effekte f\u00fcr das Individuum ausfiltern oder ausgleichen, so dass die Betroffenen nicht mehr getriggert werden. Sie w\u00fcrden dann ihre Umgebung vollst\u00e4ndig wahrnehmen, nur dass die Elemente verschwinden, durch die sie getriggert werden. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Weiterlesen\"><\/span>Weiterlesen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/\">Virtuelle Realit\u00e4t eine Chance f\u00fcr die Barrierefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/netz-barrierefrei.de\/en\/virtual.html\">Virtual Reality and Accessibility<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.w3.org\/2010\/06\/w3car\/are_accessible_to_disabled_users.pdf\">Augmented Reality for accessibility<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erweiterte Realit\u00e4t oder augmented reality ist an sich unspektakul\u00e4r: Wenn man zum Beispiel ein Foto von einem Geb\u00e4ude wie dem K\u00f6lner Dom macht, dann&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/augumented-reality-und-barrierefreiheit\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Virtual\/Augmented Reality und Barrierefreiheit<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1016","page","type-page","status-publish","hentry","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1016"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8475,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1016\/revisions\/8475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}