{"id":10375,"date":"2025-10-29T15:10:28","date_gmt":"2025-10-29T13:10:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?page_id=10375"},"modified":"2025-10-29T18:20:20","modified_gmt":"2025-10-29T16:20:20","slug":"interview-mit-oliver-haake-klink-ueber-accessibility-cloud","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-oliver-haake-klink-ueber-accessibility-cloud\/","title":{"rendered":"Interview mit Oliver Haake-Klink \u00fcber Accessibility Cloud"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/acc.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"485\" class=\"alignleft size-full wp-image-10379\" srcset=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/acc.jpg 1024w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/acc-300x142.jpg 300w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/acc-768x364.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/331-interview-mit-oliver-haake-klink-uber-accessibility-cloud\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><br \/>\nDas ist das Transkript zum Podcast: Ich spreche mit Oliver Haake-Klink \u00fcber seine Firma Distriko und das Tool Accessibility Cloud. Das Transkript wurde mit KI optimiert. Alle Ungenauigkeiten und Fehler gehen auf mein Konto. <\/p>\n<p>Domingos: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts zur digitalen Barrierefreiheit. Heute habe ich wieder einen spannenden Gast dabei: Oliver Haake-Klink . Wir sprechen \u00fcber die Firma Districo und \u00fcber das Tool Accessibility Cloud. Erstmal vielen Dank, Oliver, dass du dir die Zeit f\u00fcr den Podcast nimmst.<\/p>\n<p>Oliver: Danke, Domingos, dass du mir hier so eine prominente B\u00fchne bietest. Ich freue mich wirklich sehr, dass ich das quasi als Premiere machen darf \u2013 das ist tats\u00e4chlich meine erste Podcast-Aufzeichnung. Umso sch\u00f6ner, dass es auf diese Weise klappt.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_85 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-oliver-haake-klink-ueber-accessibility-cloud\/#Ueber_Distriko\" >\u00dcber Distriko<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-oliver-haake-klink-ueber-accessibility-cloud\/#Accessibility_Cloud\" >Accessibility Cloud<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-oliver-haake-klink-ueber-accessibility-cloud\/#Distriko_folgen\" >Distriko folgen<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ueber_Distriko\"><\/span>\u00dcber Distriko<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Sehr gerne! Zum Einstieg wollen wir nat\u00fcrlich dich und die Firma, f\u00fcr die du arbeitest \u2013 oder die du im Grunde ja zusammen mit deiner Frau bist \u2013 ein bisschen kennenlernen. Was genau macht Districo, und was macht ihr beide konkret?<\/p>\n<p>Oliver: Genau, also im Prinzip haben wir uns 2019 im Zuge unserer Unternehmensgr\u00fcndung mit dem Thema Barrierefreiheit besch\u00e4ftigt. Am Anfang lag unser Schwerpunkt auf dem Bereich verst\u00e4ndliche Sprache \u2013 also darauf, Texte so aufzubereiten, dass sie wirklich f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sind. Wir haben den Markt analysiert und erste Projekte umgesetzt, in denen wir Texte f\u00fcr Kunden geliefert haben.<br \/>\nDabei haben wir aber schnell gemerkt: Verst\u00e4ndliche Sprache ist nur ein Teil der Barrierefreiheit. Es gibt so viele weitere Aspekte, die genauso wichtig sind. In den ersten Projekten war dieses Bewusstsein auf Kundenseite oft noch gar nicht vorhanden. Also haben wir uns Schritt f\u00fcr Schritt tiefer eingearbeitet.<br \/>\nRelativ bald wurde uns klar, dass Barrierefreiheit kein Sonderthema sein sollte, das man nachtr\u00e4glich \u201eoben drauf\u201c packt. Sie ist einfach ein Teil von guter Qualit\u00e4t \u2013 und so haben wir daraus nach und nach unsere Mission und Unternehmensphilosophie entwickelt: Barrierefreiheit von Anfang an mitzudenken.<br \/>\nWenn man ein Unternehmen aufbaut, braucht man ja eine Vision, eine langfristige Perspektive. Und wir haben schnell erkannt, dass Barrierefreiheit ein echtes Zukunftsthema ist. Uns war das von Anfang an ein pers\u00f6nliches Anliegen \u2013 und je mehr man sich damit besch\u00e4ftigt, desto mehr sieht man, wie gro\u00df der positive Einfluss ist. Wenn man sieht, welche Ma\u00dfnahmen wirklich Wirkung zeigen und wie dadurch Teilhabe erm\u00f6glicht wird, dann kann man es eigentlich gar nicht mehr anders machen.<br \/>\nUnd ja, manchmal kommt dann die Frage: \u201eWas ist, wenn ich bei einem Webprojekt das Thema Barrierefreiheit einfach weglasse?\u201c \u2013 Aber ganz ehrlich: Das geht nicht. Das w\u00e4re Unsinn. Barrierefreiheit geh\u00f6rt von Anfang an mitgedacht \u2013 dann ergibt alles Sinn.<\/p>\n<p> Domingos: Was genau bietet ihr jetzt f\u00fcr Dienstleistungen an?<\/p>\n<p>Oliver: Also grunds\u00e4tzlich ist das Thema Inhalte und Texte heute nur noch ein Teil unserer Arbeit. Unser Schwerpunkt liegt mittlerweile auf kompletten Website-Projekten aus einer Hand \u2013 von Hosting und Design bis hin zu kleineren Aufgaben wie Logo-Upgrades oder Farbkonzepte.<br \/>\nOft steigen wir bei bestehenden Websites ein, schauen uns an, welche Komponenten schon vorhanden sind, und \u00fcberlegen dann, wo wir Anpassungen vornehmen k\u00f6nnen \u2013 zum Beispiel beim Logo oder beim Farbdesign, damit Kontraste und Lesbarkeit besser werden.<br \/>\nAuf dieser Basis entwickeln wir dann h\u00e4ufig ein komplett neues Webprojekt \u2013 also wirklich von Grund auf, aber mit Blick auf das, was schon da ist. Und wir hosten und betreuen diese Projekte dann auch selbst, sodass unsere Kundinnen und Kunden alles aus einer Hand bekommen.<\/p>\n<p>Domingos: Ah, spannend. Vielleicht noch kurz zu deinem beruflichen Hintergrund: Kommst du eigentlich aus dem Designbereich?<\/p>\n<p>Oliver: Tats\u00e4chlich weniger. Ich komme eher aus dem Marketing- und Vertriebsbereich, also nicht aus der klassischen Entwicklung oder Programmierung. Meine Frau und ich haben beide einen kaufm\u00e4nnischen Hintergrund.<br \/>\nMeine Expertise liegt vor allem im Marketing \u2013 ich habe viele Jahre mit Webprojekten, Social Media und Marketingstrategien gearbeitet. Dadurch hatte ich schon immer Ber\u00fchrungspunkte mit digitalen Themen. Und heute ist unsere Arbeit auch zunehmend beratend gepr\u00e4gt \u2013 also wir unterst\u00fctzen Unternehmen dabei, Barrierefreiheit strategisch mitzudenken und nachhaltig umzusetzen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Accessibility_Cloud\"><\/span>Accessibility Cloud<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Ja, sehr spannend! Dann lass uns mal zum Thema Accessibility Cloud kommen. Wenn ich das richtig verstehe, seid ihr quasi der deutsche Reseller f\u00fcr das Produkt \u2013 du kannst mich gleich korrigieren, falls das nicht ganz stimmt. Aber erz\u00e4hl doch mal: Was ist Accessibility Cloud eigentlich?<br \/>\nOliver: Grunds\u00e4tzlich ist es so: Wir haben einen offiziellen Vertrag und eine Partnerschaft mit dem Hersteller Accessibility Cloud aus Schweden. Wir sind also einer der deutschen Reseller \u2013 und waren tats\u00e4chlich schon recht fr\u00fch mit dem Thema am Start. Es ist aber kein Exklusivprodukt, also wir haben keinen bundesweiten Alleinvertrieb oder so etwas.<br \/>\nDie Verbindung zur Accessibility Cloud ist entstanden, weil \u2013 wie ich vorhin schon gesagt habe \u2013 immer h\u00e4ufiger die Frage aufkam: Wie kann man andere Agenturen oder Teams auf ihrem Weg zur Barrierefreiheit unterst\u00fctzen? Wir wollten also eine L\u00f6sung finden, die sich gut in bestehende Prozesse integrieren l\u00e4sst und wirklich hilft.<br \/>\nDaf\u00fcr haben wir verschiedene skalierbare Tools am Markt evaluiert, also getestet und verglichen \u2013 oft bekommt man ja auch Testzug\u00e4nge von unterschiedlichen Herstellern. Und bei diesem Vergleich hat Accessibility Cloud f\u00fcr uns einfach das Rennen gemacht.<br \/>\nDer Grund: Die Kombination aus automatisierten Tests und manuellen Pr\u00fcfungen \u2013 die ja sowieso immer notwendig sind \u2013 ist hier sehr gut umgesetzt. Das System ist robust, die Ergebnisse sind valide, und besonders gut gef\u00e4llt mir, dass auch PDF-Dokumente von Anfang an mitgedacht sind. Das war damals tats\u00e4chlich ein Alleinstellungsmerkmal.<br \/>\nGerade im \u00f6ffentlichen Bereich, also bei Beh\u00f6rden oder Verwaltungen, machen PDFs oft einen gro\u00dfen Teil der Inhalte aus \u2013 manchmal sogar mehr als der eigentliche Website-Content. Und historisch gewachsen sind diese Dokumente eben meist als PDFs ver\u00f6ffentlicht. Deshalb ist es so wichtig, dass sie in solche Pr\u00fcfungen direkt integriert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nEin weiteres starkes Feature ist der Dashboard-Charakter des Tools. Ich kann genau sehen, welche Fortschritte gemacht werden, welche Fehler es anfangs gab und was bereits behoben wurde \u2013 quasi als Zeitstrahl oder grafische Auswertung. Dieses \u201elebende Auditieren\u201c gef\u00e4llt mir besonders, weil Barrierefreiheit ja kein statischer Zustand ist, sondern ein fortlaufender Prozess.<br \/>\nUnd gerade wenn man mehrere Projekte parallel betreut, ist das superpraktisch: Ich kann schnell zwischen Projekten wechseln, Teams in Echtzeit Feedback geben und so den gesamten Prozess deutlich effizienter gestalten.<br \/>\nWir integrieren Accessibility Cloud mittlerweile regelm\u00e4\u00dfig in Projekte \u2013 auch, um unseren Kundinnen und Kunden einen einfachen Einstieg zu erm\u00f6glichen. So l\u00e4sst sich schnell zeigen, wo sie gerade stehen und wie sie mit gezielten Ma\u00dfnahmen vorankommen k\u00f6nnen.<br \/>\nFr\u00fcher hat man oft einmal im Jahr ein externes Audit beauftragt, das dann wochenlang dauerte. Heute kann man mit dem Tool in wenigen Stunden den aktuellen Ist-Zustand erfassen und konkrete Handlungsfelder aufzeigen. Das ist einfach ein riesiger Fortschritt \u2013 sowohl in der Transparenz als auch in der Effizienz.<\/p>\n<p>Domingos: Also kann man sagen: Es ist einerseits ein automatisches Pr\u00fcftool, andererseits kann man auch manuelle Pr\u00fcfberichte dokumentieren \u2013 und man kann den Fortschritt messen, wenn man gefundene Probleme korrigiert hat. Ist das eine gute Zusammenfassung?<\/p>\n<p>Oliver: Genau, das kann man so sagen. Accessibility Cloud ist im Prinzip ein Hybridmodell \u2013 also eine Kombination aus automatisierten und manuellen Tests. Zusammen ergeben die beiden Ans\u00e4tze ein realistisches, belastbares Ergebnis.<br \/>\nDas Ganze funktioniert komplett cloud-basiert, also ohne komplizierte Installation oder Setup-Prozesse. Man meldet sich einfach im Browser an, gibt eine Domain ein, und der erste Scan l\u00e4uft automatisch. Nach wenigen Minuten sieht man schon die ersten Ergebnisse: automatisiert gepr\u00fcfte Punkte, m\u00f6gliche Fehler, Hinweise zu Dokumenten \u2013 und das alles sehr performant und \u00fcbersichtlich.<br \/>\nDas Tool crawlt die Seite also wie eine Suchmaschine, pr\u00fcft sie auf Barrieren und zeigt dann die gefundenen oder vermuteten Fehler an. Durch wiederkehrende Scans sieht man au\u00dferdem sofort, welche Fortschritte erzielt wurden oder ob neue Probleme hinzugekommen sind.<br \/>\nGerade Letzteres passiert in der Praxis h\u00e4ufig: Wenn mehrere Personen gleichzeitig an einer Website arbeiten und nicht alle dasselbe Wissen zum Thema Barrierefreiheit haben, k\u00f6nnen Fehler, die schon behoben waren, unabsichtlich wieder eingebaut werden. Das Tool hilft, solche Situationen fr\u00fchzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.<br \/>\nBesonders sch\u00e4tze ich dabei den Team-Charakter des Systems: Man kann transparente Reports erstellen und Ergebnisse so aufbereiten, dass sie auch f\u00fcr Menschen verst\u00e4ndlich sind, die noch wenig Erfahrung mit Barrierefreiheit haben. Dadurch hat Accessibility Cloud auch etwas von einer Lernplattform.<br \/>\nAlle automatisch gefundenen Fehler sind n\u00e4mlich mit Quellenangaben versehen \u2013 also mit den entsprechenden WCAG-Regelstellen, auf die sie sich beziehen. Das hei\u00dft, man kann direkt zur Quelle springen, sich informieren und dabei sein Wissen Schritt f\u00fcr Schritt erweitern.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus gibt es im System auch KI-gest\u00fctzte Vorschl\u00e4ge, wie man bestimmte Probleme beheben kann. Diese Funktion wird nat\u00fcrlich laufend weiterentwickelt und sollte \u2013 wie alle KI-Tools \u2013 mit etwas Vorsicht genutzt werden. Aber sie ist ein wertvoller Zusatz, weil sie einem gerade in der Anfangsphase helfen kann, schneller ins Handeln zu kommen.<br \/>\nSo gelangt man sehr schnell von einem Audit zu einem konkreten Ma\u00dfnahmenplan \u2013 und kann direkt im Projekt weiterarbeiten. Das Ganze bleibt kein theoretisches Konzept, sondern ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.<br \/>\nInsofern ist Accessibility Cloud nicht nur ein Pr\u00fcfwerkzeug, sondern auch eine Art Fr\u00fchwarnsystem: Es hilft, potenzielle Barrieren zu erkennen und zu beheben, bevor sie f\u00fcr Nutzerinnen und Nutzer tats\u00e4chlich zu Problemen werden.<\/p>\n<p>Domingos: Wie ist der konkrete Ansatz bei euch? Also habt ihr dann mehrere Clouds f\u00fcr eure Kunden oder setzen die Kundinnen und Kunden das selbst ein und \u00fcbernehmen das Monitoring eigenst\u00e4ndig?<\/p>\n<p>Oliver: Die Accessibility Cloud selbst ist eine zentrale Plattform \u2013 es gibt also nicht mehrere Clouds. Das Produkt wird vom Hersteller in Europa gehostet. Wenn wir mit einem Projekt starten, richten wir f\u00fcr den Kunden den Zugang ein \u2013 ganz einfach browserbasiert, mit E-Mail, Passwort und Verifizierung. Je nach Lizenzplan gibt es unterschiedliche Login-Optionen, zum Beispiel Single Sign-on oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. So ist der Zugriff sicher und flexibel.<br \/>\nWir \u00fcbernehmen in der Regel die Einrichtung der L\u00f6sung und binden bestehende Systeme ein \u2013 je nach Bedarf kann das neben Websites auch Webportale oder Dokumentenmanagementsysteme betreffen, in denen beispielsweise PDFs abgelegt sind. Das ist immer ein bisschen abh\u00e4ngig vom konkreten Use Case. Auch Bereiche hinter Logins k\u00f6nnen gescannt werden \u2013 das ist technisch also mitgedacht, was wirklich stark ist.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus beraten wir unsere Kundinnen und Kunden nat\u00fcrlich beim Aufbau der passenden Workflows: Wer im Unternehmen arbeitet mit den Ergebnissen der Accessibility Cloud? Wie werden die Reports verarbeitet? Was passiert mit den Hinweisen und Pr\u00fcfresultaten?<br \/>\nGerade bei Organisationen, die sich mit dem Thema Barrierefreiheit noch nicht so intensiv besch\u00e4ftigt haben, helfen wir, passende Prozesse zu entwickeln und Wissen aufzubauen \u2013 etwa durch Schulungen oder begleitende manuelle Tests.<br \/>\nUnser Ziel ist dabei immer, die Unternehmen zu bef\u00e4higen, das Thema langfristig selbst in der Hand zu haben. Es geht nicht darum, dass wir dauerhaft alle Pr\u00fcfungen \u00fcbernehmen, sondern dass im Unternehmen eine Kultur der Barrierefreiheit entsteht. Denn Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Nur wenn regelm\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft und verbessert wird, kann sich die Qualit\u00e4t nachhaltig steigern \u2013 das ist unsere Erfahrung aus den letzten Jahren.<br \/>\nEin aktuelles Beispiel: Wir betreuen gerade ein Praxisprojekt, bei dem eine andere Agentur die Website eines Kunden technisch umgesetzt hat. Diese Seite muss nun im Hinblick auf das Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetz konform werden. Die Accessibility Cloud dient dabei als gemeinsame Arbeitsplattform \u2013 also als zentrales Dashboard, auf das sowohl die Agentur, der Endkunde als auch wir Zugriff haben, jeweils mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen. So k\u00f6nnen alle Beteiligten gemeinsam am kontinuierlichen Verbesserungsprozess arbeiten. Ohne eine solche Kollaborationsl\u00f6sung w\u00e4re das kaum effizient machbar \u2013 gerade bei komplexeren Websites.<\/p>\n<p>Domingos: Was hebt denn die Accessibility Cloud von anderen, vergleichbaren Produkten ab? Es gibt ja einige Tools am Markt \u2013 wir m\u00fcssen keine Namen nennen, aber man kennt die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen, auch einige eher unsympathische. Was macht die Accessibility Cloud besonders?<\/p>\n<p>Oliver: Ich denke, das Besondere ist vor allem die Kombination, \u00fcber die wir vorhin schon gesprochen haben \u2013 also dass neben den Webseiten auch PDF-Dokumente vollst\u00e4ndig ber\u00fccksichtigt werden. Das ist am Markt tats\u00e4chlich noch ziemlich einzigartig und in dieser Qualit\u00e4t kaum woanders zu finden.<br \/>\nEin weiterer Punkt ist die Geschwindigkeit. Ein Beispiel: Wir hatten k\u00fcrzlich ein Projekt mit einer gro\u00dfen E-Commerce-Website, die rund 55.000 Unterseiten umfasste. Wenn man so etwas manuell pr\u00fcfen wollte, w\u00fcrde man vermutlich zwei Jahre lang nichts anderes tun \u2013 v\u00f6llig unrealistisch.<br \/>\nMit der Accessibility Cloud ist das aber problemlos m\u00f6glich. Der Scan l\u00e4uft automatisiert und liefert in kurzer Zeit eine belastbare Datengrundlage. Das System ist extrem leistungsf\u00e4hig und skalierbar \u2013 es funktioniert also auch in sehr gro\u00dfen Strukturen, etwa bei Konzernen mit vielen unterschiedlichen Webprojekten.<br \/>\nDort kann man ganze \u201eBaumstrukturen\u201c von Websites anlegen, die sich untereinander zuordnen lassen. So entsteht eine zentrale Oberfl\u00e4che, auf der man den \u00dcberblick beh\u00e4lt, Fortschritte messen kann und die Projekte quasi \u201elebendig\u201c bleiben.<br \/>\nDiese Skalierbarkeit in Verbindung mit der Stabilit\u00e4t, der Geschwindigkeit und der Einbindung von Dokumenten \u2013 das ist, denke ich, das, was Accessibility Cloud wirklich besonders macht.<\/p>\n<p>Domingos: Siehst du die Gefahr, dass sich Kundinnen und Kunden zu sehr auf automatische Tests verlassen? Das ist ja eine bekannte Problematik \u2013 man kennt das von Tools wie WAVE, Axe und \u00e4hnlichen: Man korrigiert so lange, bis das Tool \u00fcberall gr\u00fcne Haken zeigt, und denkt dann, die Seite sei barrierefrei, obwohl manuell eigentlich noch einiges zu pr\u00fcfen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Oliver: Ja, absolut \u2013 das ist tats\u00e4chlich ein wichtiger Punkt und auch immer Teil unserer Verantwortung als Fachleute, die dieses Wissen weitergeben. Du hast v\u00f6llig recht: Viele Tools liefern leider auch sogenannte False Positives, also vermeintliche Fehler, die in Wirklichkeit gar keine sind. Dann werden die einfach abgehakt, und am Ende glaubt man, man habe viel verbessert \u2013 dabei hat sich faktisch kaum etwas ge\u00e4ndert.<br \/>\nDer entscheidende Unterschied bei der Accessibility Cloud ist: Das Tool selbst macht sehr deutlich, dass manuelle Tests immer erforderlich sind. Es suggeriert also keine Vollst\u00e4ndigkeit. Die automatisierten Scans bilden nur die Grundlage, einen Teilbereich des Ganzen. Manche Dinge kann man automatisiert gar nicht pr\u00fcfen \u2013 und das ist auch so kommuniziert.<br \/>\nWas die Zukunft bringt, wissen wir nat\u00fcrlich beide nicht. Sicher ist aber, dass KI hier eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt. Zum Beispiel kann KI heute schon sehr gute Alttexte vorschlagen \u2013 aber ob ein Bild tats\u00e4chlich einen Alternativtext braucht oder besser als dekorativ gekennzeichnet wird, das bleibt weiterhin eine menschliche Entscheidung. Und das sollte auch so bleiben. Die Gefahr, sich zu sehr auf Automatisierung zu verlassen, ist also real \u2013 deshalb muss man sie immer wieder bewusst ansprechen.<\/p>\n<p>Domingos: Genau. Besonders spannend finde ich ja auch, dass die Accessibility Cloud tats\u00e4chlich von offiziellen \u00dcberwachungsstellen in Schweden eingesetzt wird \u2013 und dass Menschen mit Behinderung in die Entwicklung einbezogen sind. Das ist bei vielen anderen Produkten nicht der Fall.<\/p>\n<p>Oliver: Ganz genau. Der Hersteller kommuniziert das auch ganz offen \u2013 auf der Website gibt es ein Commitment, also eine klare Selbstverpflichtung, die beschreibt, welche konkreten Ma\u00dfnahmen zur barrierefreien Entwicklung getroffen wurden.<br \/>\nDas Tool selbst ist also aus der Perspektive der Barrierefreiheit heraus entwickelt worden, und es gibt verschiedene Funktionen, die es gerade f\u00fcr Menschen mit Behinderung leichter machen, damit zu arbeiten. Das ist eine unglaublich wichtige Grundlage \u2013 denn wer Barrierefreiheit ernst meint, muss auch die Menschen einbeziehen, die sie tats\u00e4chlich nutzen.<br \/>\nIch habe mir selbst lange und gr\u00fcndlich Gedanken dar\u00fcber gemacht, bevor wir uns entschieden haben, mit der Accessibility Cloud zu arbeiten. Das war kein spontaner Entschluss, sondern ein Prozess \u00fcber mehr als anderthalb Jahre.<br \/>\nWas mich \u00fcberzeugt hat, ist das echte Engagement des Herstellers. Es geht nicht darum, schnell ein Produkt auf den Markt zu bringen, sondern um einen nachhaltigen, gemeinn\u00fctzigen Ansatz. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte jedes Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein \u2013 aber hier sp\u00fcrt man, dass der Gedanke der Barrierefreiheit und Teilhabe wirklich im Mittelpunkt steht.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Distriko_folgen\"><\/span>Distriko folgen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Ja, vielen Dank f\u00fcr diese Einsch\u00e4tzungen zur Accessibility Cloud. Wenn man weitere Informationen oder eine Beratung braucht, kann man sich ja direkt an euch wenden. Zum Abschluss noch meine Standardfrage: Wo kann man euch am besten folgen?<br \/>\nOliver:<br \/>\nUnsere Social-Media-Accounts sind alle \u00fcber unsere Website erreichbar \u2013 im Footer, also ganz unten auf der Seite, sind die Links eingebunden. Wir sind vor allem auf LinkedIn aktiv, au\u00dferdem auch bei Facebook, Instagram, Bluesky, Mastodon \u2013 und nat\u00fcrlich auf unserer eigenen Website mit dem Blog, wo \u00fcber die Jahre einige spannende Beitr\u00e4ge entstanden sind.<br \/>\nWir versuchen bewusst, auf mehreren Kan\u00e4len pr\u00e4sent zu sein, auch aus Sicht der Barrierefreiheit. So wollen wir vermeiden, dass eine einzige Plattform zu sehr im Vordergrund steht. K\u00fcnftig werden wir uns aber vor allem auf Mastodon, Bluesky und LinkedIn konzentrieren \u2013 das sind aktuell unsere Fokusplattformen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/distriko.de\/\">Website von Distriko mit den Social-Media-Kan\u00e4len<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist das Transkript zum Podcast: Ich spreche mit Oliver Haake-Klink \u00fcber seine Firma Distriko und das Tool Accessibility Cloud. 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