{"id":10559,"date":"2026-01-31T13:37:05","date_gmt":"2026-01-31T11:37:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?page_id=10559"},"modified":"2026-02-10T19:42:17","modified_gmt":"2026-02-10T17:42:17","slug":"ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/","title":{"rendered":"KI-Kodex f\u00fcr Leichte Sprache &#8211; ein Interview mit Frauke Jessen-Narr.  und Ruben Rhensius"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ki-codex-leichte-sprache.jpg\" alt=\"Text: KI-Kodex f\u00fcr Leichte Sprache\" width=\"1024\" height=\"1024\" class=\"alignleft size-full wp-image-10562\" srcset=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ki-codex-leichte-sprache.jpg 1024w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ki-codex-leichte-sprache-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ki-codex-leichte-sprache-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/ki-codex-leichte-sprache-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/344-ki-kodex-fur-leichte-sprache-ein-gesprach-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><br \/>\nDomingos: Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast zur digitalen Barrierefreiheit. Heute geht es um das Thema Leichte Sprache und den sogenannten KI-Kodex. Was das genau ist, das werden wir gleich h\u00f6ren.<br \/>\nIch habe mir daf\u00fcr zwei Expert*innen eingeladen, die deutlich kompetenter dar\u00fcber sprechen k\u00f6nnen als ich: Frauke Jessen-Narr und Ruben Rhensius. Erstmal vielen Dank, dass ihr euch Zeit f\u00fcr den Podcast nehmt.<br \/>\nFrauke: Sehr gern.<br \/>\nRuben: Ja, gerne.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_85 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/#Ueber_Frauke_und_Ruben\" >\u00dcber Frauke und Ruben<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/#Was_ist_Leichte_Sprache\" >Was ist Leichte Sprache<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/#KI-Codex_fuer_Leichte_Sprache\" >KI-Codex f\u00fcr Leichte Sprache<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/#KI_Hilfe_fuer_Expert_Innen\" >KI Hilfe f\u00fcr Expert:Innen??<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/ki-kodex-fuer-leichte-sprache-ein-interview-mit-frauke-jessen-narr-und-ruben-rhensius\/#Weitere_Infos\" >Weitere Infos<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ueber_Frauke_und_Ruben\"><\/span>\u00dcber Frauke und Ruben<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Wir starten wie immer mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Frauke, ich w\u00fcrde vorschlagen, du f\u00e4ngst an und erz\u00e4hlst ein bisschen dar\u00fcber, was du generell machst und was deine Verbindung zum Thema Leichte Sprache ist.<br \/>\nFrauke: Gerne. Ich bin Frauke Jessen-Narr. Ich bin urspr\u00fcnglich Ergotherapeutin, so habe ich mein Berufsleben begonnen. Inzwischen bin ich Kommunikationsp\u00e4dagogin.<br \/>\nIch arbeite im Fachdienst Unterst\u00fctzte Kommunikation und Leichte Sprache in der Diakonie Stetten. Die Diakonie Stetten ist ein gro\u00dfer sozialer Dienstleister in der N\u00e4he von Stuttgart, man kann sagen im Gro\u00dfraum Stuttgart. Dort werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Schule und Freizeit betreut und begleitet.<br \/>\nWir sprechen hier von ungef\u00e4hr 8.000 Menschen, die von der Diakonie Stetten unterst\u00fctzt werden. Ich selbst bin ein ganz kleiner Teil davon. Ich bin zust\u00e4ndig f\u00fcr Unterst\u00fctzte Kommunikation, also f\u00fcr die Versorgung von Menschen, die nicht lautsprachlich kommunizieren k\u00f6nnen, und f\u00fcr Leichte Sprache. Das betrifft sowohl interne \u00dcbersetzungen als auch Auftr\u00e4ge f\u00fcr externe Auftraggebende.<br \/>\nDomingos: Vielen Dank. Ruben, m\u00f6chtest du direkt weitermachen?<br \/>\nRuben: Ja, sehr gerne. Ich bin Ruben Rhensius und arbeite beim Di\u00f6zesan-Caritasverband. Der Di\u00f6zesanverband ist sozusagen der Caritasverband auf Landesebene \u2013 wobei das nicht ganz korrekt ist, weil er sich am jeweiligen Bistum orientiert.<br \/>\nIch arbeite dort in einem von der Aktion Mensch gef\u00f6rderten Projekt. Das Projekt ist auf f\u00fcnf Jahre angelegt und hat das Ziel, Menschen im Bistum Limburg f\u00fcr das Thema Leichte Sprache zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Das Gebiet erstreckt sich von Frankfurt bis in den oberen Westerwald, also von Wetzlar r\u00fcber nach Wiesbaden.<br \/>\nZum Thema Leichte Sprache gibt es in ganz vielen Bereichen gro\u00dfen Bedarf. Mein Einstieg in das Thema war tats\u00e4chlich \u00fcber KI: Wie gehen wir damit um, wie setzen wir sie ein? Dar\u00fcber bin ich dann auch zum KI-Kodex gekommen, weil es eben darum geht, wie wir zuk\u00fcnftig verantwortungsvoll damit arbeiten wollen. Ich denke, das werden wir im weiteren Verlauf des Podcasts noch genauer beleuchten.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Was_ist_Leichte_Sprache\"><\/span>Was ist Leichte Sprache<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Ja, vielen Dank. Das Thema Leichte Sprache ist jetzt schon mehrfach gefallen. Ich denke, die meisten Zuh\u00f6rer*innen wissen grunds\u00e4tzlich, was Leichte Sprache ist. Trotzdem noch mal kurz zur Einordnung: Was ist eigentlich Leichte Sprache?<\/p>\n<p>Frauke: Dann \u00fcbernehme ich das mal. Leichte Sprache ist eine besondere Form der deutschen Sprache. Sie soll Teilhabem\u00f6glichkeiten f\u00fcr Menschen mit Lernschwierigkeiten erm\u00f6glichen beziehungsweise verbessern.<br \/>\nDazu gibt es unterschiedliche Regelwerke, die ziemlich genau definieren, was Leichte Sprache ist und worauf man achten muss, damit Texte von der Zielgruppe wirklich gut verstanden werden.<br \/>\nEin Problem war lange Zeit, dass es sehr viele verschiedene Regelwerke gab und immer noch gibt, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die widersprechen sich nicht grunds\u00e4tzlich, bei den meisten Punkten gibt es einen Konsens. Aber in Details gibt es schon unterschiedliche Ausformulierungen.<br \/>\nSeit einiger Zeit gibt es jetzt die DIN-SPEC Leichte Sprache. Ich m\u00fcsste noch mal genau nachschauen, seit wann genau, aber sie ist jetzt ungef\u00e4hr seit einem knappen Jahr verf\u00fcgbar.<br \/>\nRuben: Ja, ungef\u00e4hr seit einem Jahr.<br \/>\nFrauke:Genau, das h\u00e4tte ich auch so gesch\u00e4tzt. Seitdem gibt es die DIN-SPEC Leichte Sprache mit Empfehlungen f\u00fcr die deutsche Leichte Sprache. Diese versucht, allgemeine Regeln aus den bisherigen Regelwerken zusammenzufassen und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Deswegen war ich sehr froh, als sie nach einer sehr langen Zeit endlich verabschiedet wurde. Das hat sich wirklich ziemlich lange hingezogen.<br \/>\nWenn man sich anschaut, was Leichte Sprache ausmacht, also die wichtigen Regeln oder Dinge, die man sich gut merken kann, dann f\u00e4llt einem als Erstes oft das Schriftbild auf. Leichte-Sprache-Texte haben in der Regel eine sehr gro\u00dfe Schrift, meist mindestens 14 Punkt. Die Zeilenabst\u00e4nde sind gr\u00f6\u00dfer als \u00fcblich, und die S\u00e4tze sind kurz.<br \/>\nDas ist wahrscheinlich das, was man auf den ersten Blick bemerkt, neben den Illustrationen. In der Regel gibt es bei Leichte-Sprache-Texten auch immer Bilder, die den Text unterst\u00fctzen. Daran kann man Leichte Sprache meist gut erkennen, egal ob auf dem Bildschirm oder auf Papier. Und tats\u00e4chlich sind das schon ganz zentrale Merkmale, die einem sofort ins Auge fallen.<br \/>\nKurze S\u00e4tze, ein Gedankengang pro Satz. Keine S\u00e4tze, die sich \u00fcber mehrere Zeilen ziehen. Dazu eine sehr klare Struktur im Text.<br \/>\nWichtig ist au\u00dferdem, immer das k\u00fcrzeste und gel\u00e4ufigste Wort zu w\u00e4hlen, das es f\u00fcr einen Sachverhalt gibt. Das hei\u00dft aber nicht, dass man zwangsl\u00e4ufig Abk\u00fcrzungen vermeiden muss, wenn sie bekannt sind. Niemand sagt im Alltag \u201eLastkraftwagen\u201c, da ist \u201eLKW\u201c auf jeden Fall die gel\u00e4ufigere Variante.<br \/>\nDas ist vielleicht auch ein ganz guter Hinweis darauf, was Leichte Sprache grunds\u00e4tzlich ausmacht: Man orientiert sich am tats\u00e4chlichen Sprachgebrauch. Inhalte werden stark vereinfacht und klar dargestellt, aber man bleibt bei dem, was Menschen im Alltag kennen und benutzen. Also keine gehobene Sprache und keine Fachsprache.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Punkt ist, dass man m\u00f6glichst wenig mit Verneinungen arbeiten sollte. Wenn Verneinungen verwendet werden, werden sie in Leichte-Sprache-Texten fett gedruckt, weil sie sonst oft \u00fcberlesen oder \u00fcbersehen werden.<br \/>\nIch finde daf\u00fcr immer das Beispiel mit \u201ekein\u201c und \u201eein\u201c ganz anschaulich. Da entscheidet ein einzelner Buchstabe dar\u00fcber, ob ich kein Geld bekomme oder ob mir eine bestimmte Summe zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nAu\u00dferdem gilt: kein Konjunktiv, kein Genitiv. Es gibt wirklich eine ganze Reihe von Regeln, die sich auf W\u00f6rter, auf S\u00e4tze, auf den gesamten Text und auf die Textstruktur beziehen. All das zusammen macht am Ende die Qualit\u00e4t eines guten Leichte-Sprache-Textes aus.<br \/>\nDomingos: Eine Besonderheit ist ja auch, dass Leichte-Sprache-Texte von Personen aus der Zielgruppe gepr\u00fcft werden. Die Texte werden dann \u00fcberarbeitet, wenn einzelne Stellen nicht verst\u00e4ndlich sind. Das unterscheidet Leichte Sprache ja auch von Einfacher Sprache zum Beispiel.<br \/>\nFrauke: Ja, das ist ein super wichtiger Hinweis. Den hatte ich tats\u00e4chlich weiter unten auf meinem kleinen Spickzettel stehen. Aber du hast vollkommen recht: Das ist eine der wichtigsten Regeln \u00fcberhaupt. N\u00e4mlich, dass Menschen aus der Zielgruppe die Leichte-Sprache-Texte pr\u00fcfen.<br \/>\nIch finde das aus verschiedenen Gr\u00fcnden extrem wichtig. Zum einen, weil ich durch die Reaktionen der Menschen in der Pr\u00fcfgruppe, oder durch die Gespr\u00e4che \u00fcber die Texte, noch mal ganz konkret sehen kann: War das jetzt wirklich gut verst\u00e4ndlich? Oder best\u00e4tigt sich meine eigene Annahme \u00fcber die Verst\u00e4ndlichkeit vielleicht gar nicht?<br \/>\nUnd zum anderen gibt es daf\u00fcr auch einen politischen Grund. Leichte Sprache ist aus der Selbstbewegung von Menschen mit Behinderungen entstanden. Ich finde es deshalb unglaublich wichtig, dass diese Kompetenz und diese Selbsterm\u00e4chtigung nicht wieder aus der Gruppe herausgenommen werden.<br \/>\nDas ist, finde ich, tats\u00e4chlich auch ein politisches Thema. Ich wei\u00df nicht, ob du zustimmst, Ruben, aber ich halte das f\u00fcr super wichtig.<br \/>\nRuben: Total. Und da sind wir eigentlich auch schon bei einem ganz zentralen Punkt f\u00fcr den KI-Kodex. KI bietet nat\u00fcrlich viele M\u00f6glichkeiten, Texte und Textstrukturen zu ver\u00e4ndern. Und da entsteht schnell die Annahme: Na ja, dann brauchen wir die Zielgruppe vielleicht gar nicht mehr.<br \/>\nDiese Annahme ist aber schlicht falsch. Denn f\u00fcr gepr\u00fcfte Leichte Sprache braucht es die Zielgruppe weiterhin zwingend. Genau das war auch einer der entscheidenden Gr\u00fcnde, warum wir gesagt haben: Wir brauchen einen KI-Kodex. Damit die Zielgruppe weiterhin einbezogen wird und sichtbar bleibt.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"KI-Codex_fuer_Leichte_Sprache\"><\/span>KI-Codex f\u00fcr Leichte Sprache<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Ja, danke f\u00fcr die \u00dcberleitung. Dann lass uns generell einsteigen: Kannst du beschreiben, was der KI-Kodex eigentlich macht und was er regelt? Vielleicht kannst du das noch ein bisschen weiter ausf\u00fchren.<br \/>\nRuben: Ja, gerne. Ich w\u00fcrde tats\u00e4chlich noch mal ein St\u00fcck weiter vorne anfangen: Wie ist es \u00fcberhaupt dazu gekommen?<br \/>\nDie Idee kam n\u00e4mlich gar nicht urspr\u00fcnglich von Frauke oder mir. Es war so, dass Bettina Mikhail das Thema in die Diskussion gebracht hat. In der Szene der \u00dcbersetzer:innen und der Pr\u00fcfenden f\u00fcr Leichte Sprache war das Thema schon pr\u00e4sent, als die ersten KI-Tools aufgekommen sind. Da stellte sich ganz schnell die Frage: Wie gehen wir eigentlich damit um?<br \/>\nBettina hat dann einen Post ver\u00f6ffentlicht und sinngem\u00e4\u00df gesagt: Eigentlich br\u00e4uchten wir so etwas wie einen Kodex, also eine gemeinsame Orientierung daf\u00fcr, wie wir mit KI umgehen wollen. Daraus hat sich dann nach und nach etwas entwickelt.<br \/>\nEs traf sich dann, dass ich Annika Lange-Knieb kennengelernt habe. Gemeinsam haben wir auf einem Barcamp der Lebenshilfe in Hessen die Entscheidung getroffen, diesen Weg wirklich zu gehen. Dort haben sich dann viele Menschen angeschlossen, die gesagt haben: Ja, wir wollen daran mitarbeiten.<br \/>\nFrauke war dann auch eine der Personen, die gemeinsam mit uns das Dokument weiterentwickelt hat. In den KI-Kodex sind ganz viele Eindr\u00fccke eingeflossen, die wir \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum gesammelt haben. Das, was heute als Produkt vorliegt, ist also das Ergebnis von sehr viel Vorarbeit.<br \/>\nWir haben zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten interviewt und sie gefragt: Wie steht ihr eigentlich zu KI? Wie steht ihr zu KI-generierten Texten? Au\u00dferdem haben wir digitale Fragerunden gemacht \u2013 mit \u00dcbersetzer*innen, mit Menschen aus der Wissenschaft, mit Auftraggebenden f\u00fcr Leichte-Sprache-Texte und auch mit Menschen, die KI-Tools entwickeln oder zur Verf\u00fcgung stellen.<br \/>\nAll diese Perspektiven, Bed\u00fcrfnisse und Fragestellungen sind in den Kodex eingeflossen. Das war ein sehr arbeitsintensiver Prozess, der sich \u00fcber gut ein Jahr erstreckt hat. Aber ich glaube, nur weil so viele unterschiedliche Menschen beteiligt waren, konnte am Ende auch so ein gutes Ergebnis entstehen.<br \/>\nGenau, das war also der Prozess: Wie sind wir dahin gekommen? Und daraus ergibt sich dann auch die Frage: Was will der KI-Kodex eigentlich?<br \/>\nDer KI-Kodex soll Menschen, die Leichte Sprache zur Verf\u00fcgung stellen wollen, dabei unterst\u00fctzen, wirklich gute Leichte Sprache anzubieten. Es geht ausdr\u00fccklich nicht darum zu sagen: \u201eOkay, die KI macht das schon.\u201c Denn diese Vorstellung, dass KI Texte einfach zuverl\u00e4ssig von schwer zu leicht \u00fcbertr\u00e4gt, funktioniert so leider noch nicht.<br \/>\nDamit KI sinnvoll eingesetzt werden kann, braucht es weiterhin eine gute Vorbereitung der Texte, eine sorgf\u00e4ltige Nachbereitung und vor allem den Einbezug der Zielgruppe. Bei ganz vielen Punkten, die Frauke eben auch schon beschrieben hat, ist KI aktuell noch nicht verl\u00e4sslich genug.<br \/>\nGenau deshalb wollen wir mit dem Kodex etwas an die Hand geben, das hilft, Qualit\u00e4t sicherzustellen. Frauke, vielleicht m\u00f6chtest du das noch erg\u00e4nzen.<br \/>\nFrauke: Ich finde den Eindruck, den du beschreibst, sehr treffend. Wenn ich einfach ein KI-Tool nehme, meinen Text eingebe und hinten kommt etwas raus, das auf den ersten Blick wie Leichte Sprache aussieht, dann kann das f\u00fcr ein unge\u00fcbtes Auge sehr \u00fcberzeugend wirken. Manchmal sogar f\u00fcr ein ge\u00fcbteres Auge.<br \/>\nDenn diese Wort- und Satzvereinfachung funktioniert bei vielen Tools tats\u00e4chlich schon ziemlich gut. Man hat dann kurze W\u00f6rter, kurze S\u00e4tze, Verneinungen sind fett gedruckt und solche formalen Dinge sehen erstmal richtig aus.<br \/>\nWas mir bei der Arbeit am KI-Kodex aber besonders aufgefallen ist: Die eigentlichen Herausforderungen liegen oft tiefer. Es geht um Textstrukturen. Also um Fragen wie: Was ist aus diesem Text wirklich wichtig? Was muss zus\u00e4tzlich erkl\u00e4rt werden? Wie strukturiere ich einen Text sinnvoll? Muss ich vielleicht sogar die Reihenfolge \u00e4ndern, die der Ausgangstext urspr\u00fcnglich hatte?<br \/>\n All diese Dinge kann KI aktuell noch nicht wirklich gut leisten. Und deshalb braucht es weiterhin Menschen, die sich damit auskennen. Auch wenn es nat\u00fcrlich sehr verlockend ist: Es gibt inzwischen viele Anbieter und Tools, auch innerhalb von ChatGPT, diese speziellen \u2026 wie hei\u00dfen sie noch?<br \/>\nRuben: GPTs.<br \/>\nFrauke: Danke, genau. Also diese GPTs, die suggerieren: Gib mir einfach deinen Text, und ich mache daraus Leichte Sprache. Aber die Pr\u00fcfgruppe wird dabei nicht einbezogen. Und da hast du vollkommen recht: Das ist oft auch ein Wissensproblem. Viele Menschen wissen gar nicht, wie wichtig es ist, die Zielgruppe wirklich mit einzubeziehen.<br \/>\nDomingos: Was genau empfiehlt der KI-Kodex denn im Umgang mit solchen Tools? Welche Regeln gibt er vor?<br \/>\nRuben: Letztendlich geht es darum, KI-Tools informiert und bewusst zu nutzen. In Beratungsgespr\u00e4chen stellt sich ganz h\u00e4ufig zuerst die Frage: Welche Sprachform ist \u00fcberhaupt die richtige? Leichte Sprache oder Einfache Sprache? Und wer ist eigentlich meine Zielgruppe, die ich erreichen m\u00f6chte?<br \/>\nDiese grundlegende Entscheidung kann keine KI treffen. Die muss immer der Mensch treffen, der das Tool nutzt. Und damit f\u00e4ngt es im Grunde schon an.<br \/>\nDanach geht es darum, zu pr\u00fcfen, ob die Regeln tats\u00e4chlich korrekt eingehalten wurden. Wenn man KI nutzt, sollte man sie also mit klaren Informationen f\u00fcttern: zu den Regeln, zur Zielgruppe und auch zur Lebensrealit\u00e4t der Zielgruppe.<br \/>\nUnd am Ende geht es nat\u00fcrlich darum, in der Pr\u00fcfung zu schauen: Ist der Text wirklich richtig? Sind die Regeln korrekt umgesetzt? Genau da setzt der KI-Kodex an<br \/>\nBei der Nutzung von KI geht es auch darum zu pr\u00fcfen: Ist die Qualit\u00e4t des Textes wirklich gut? Gibt der Text nur den schweren Text in leichter Form wieder, oder wird er auch sinnvoll zusammengefasst? Denn man kann nicht davon ausgehen, dass jemand, selbst wenn es ein leichter Text ist, 25 Seiten durcharbeitet.<br \/>\nDeshalb ist es extrem wichtig, zu entscheiden: Welche Inhalte sind wirklich die wichtigsten, und welche k\u00f6nnen weggelassen werden? Genau darum geht es auch beim Aufkl\u00e4ren: Es reicht leider noch nicht, einfach nur das Tool zu f\u00fcttern und zu sagen: \u201ePasst schon, das ist gute, gepr\u00fcfte Leichte Sprache.\u201c Das funktioniert einfach noch nicht.<br \/>\nMan kann aber beobachten, dass die Tools immer besser werden. Die Sprachmodelle verbessern sich stetig.<br \/>\nDomingos: Ja, spannend. Vielleicht zum Hintergrund: Seit ChatGPT gab es vorher schon andere Tools, aber der Boom deutscher \u00dcbersetzungstools f\u00fcr Einfache und Leichte Sprache hat in letzter Zeit deutlich zugenommen.<br \/>\nAbschlie\u00dfend w\u00fcrde mich trotzdem eure pers\u00f6nliche Meinung interessieren: Seht ihr diese Tools eher als Hilfe f\u00fcr eure Arbeit, oder arbeitet ihr wie vorher komplett selbst und nutzt sie gar nicht? Frauke, magst du mal anfangen und deine Einsch\u00e4tzung geben?<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"KI_Hilfe_fuer_Expert_Innen\"><\/span>KI Hilfe f\u00fcr Expert:Innen??<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Frauke: Ja, sehr gerne. Also ich nutze KI-Tools bei \u00dcbersetzungen, aber nur in einzelnen Schritten. Ich mache immer noch sehr viel selbst und schaue mir jeden Text genau an.<br \/>\nIch strukturiere den Text, entscheide, welche Informationen wirklich f\u00fcr die Zielgruppe wichtig sind und welche zus\u00e4tzlichen Informationen noch ben\u00f6tigt werden. Dabei kl\u00e4re ich vorher immer mit dem Auftraggebenden: Wer soll diesen Text eigentlich erreichen? F\u00fcr wen wird er geschrieben? Und wie soll er ver\u00f6ffentlicht werden \u2013 auf einer Webseite oder gedruckt?<br \/>\nAll diese Vorarbeiten erledigen wir nach wie vor selbst. Erst danach fange ich an zu \u00fcbersetzen. Ich arbeite meist absatz- oder satzweise. Dann nutze ich KI-Tools, um mir Textvorschl\u00e4ge zu geben.<br \/>\nAm Anfang habe ich ganze Texte in KI-Tools eingespeist und die \u00dcbersetzungen dann nachbearbeitet. Das funktioniert aber nicht, weil zu viele Fehler drin waren. Ich musste immer wieder den Ausgangstext mit der KI-\u00dcbersetzung vergleichen und pr\u00fcfen: Ist das fachlich korrekt? Steht wirklich das drin, was im Originaltext steht?<br \/>\nDeshalb arbeite ich jetzt eher abschnittsweise. KI-Tools liefern Vorschl\u00e4ge, alles andere erledige ich selbst \u2013 mit meinem eigenen Wissen, mit der kritischen R\u00fcckmeldung meiner Kollegin und schlie\u00dflich mit der Pr\u00fcfgruppe.<br \/>\nDer \u00dcbersetzungsprozess hat also viele Schritte: Ich \u00fcbersetze, der Auftraggebende gibt fachliches Feedback, dann schaut meine Kollegin noch einmal kritisch auf Regeln und Umsetzung, und zuletzt pr\u00fcft die Zielgruppe. KI \u00fcbernimmt dabei nur einen kleinen Teil.Frauke:<br \/>\nAber da finde ich KI-Tools tats\u00e4chlich ziemlich hilfreich. Manchmal ist man blockiert, kommt einfach nicht weiter, und dann ist es wirklich super, wenn man den Text kurz eingeben kann. Man bekommt einen Vorschlag, den man vielleicht gar nicht eins zu eins \u00fcbernimmt, der aber wenigstens meinen \u201eHirnknoten\u201c l\u00f6st, den ich gerade hatte.<br \/>\nDomingos: Ruben, wie siehst du das?<br \/>\nRuben: Ja, ich musste da gerade an einen Buchtitel aus meinem Studium denken: \u201eDie Angst vor dem leeren Blatt\u201c. Frauke beschreibt es als \u201eHirnknoten\u201c, ich nenne es vielleicht das \u201eleere Blatt\u201c. Manchmal hilft es einfach, etwas zu haben, an dem man sich abarbeiten kann.<br \/>\nMan kann KI-Tools momentan sehr gut als Werkzeug nutzen, aber man sollte sie nicht allein daf\u00fcr einsetzen. Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich die Tools entwickeln. Im Moment richten sie sich ja noch an \u00dcbersetzer*innen und nicht an die Zielgruppe selbst. Es wird interessant sein zu sehen, wie wir die Zielgruppe sp\u00e4ter dazu bef\u00e4higen k\u00f6nnen, die Tools sinnvoll zu nutzen. \u00c4hnlich wie bei der Digitalisierung stehen wir da also noch vor einer Lernkurve.<br \/>\nWir haben uns deshalb aus dem Netzwerk \u201eLeichteRuben:<br \/>\nWir schauen uns auch immer wieder an, was sich auf dem Markt tut. Teilweise laden wir dazu Anbieter ein und beobachten genau, wie die Tools arbeiten. Aber bisher habe ich noch kein Tool gefunden, bei dem ich sagen w\u00fcrde: \u201eDas kann man 1 zu 1 nutzen.\u201c Es ist bisher wirklich nur ein Werkzeug, das den Prozess an unterschiedlichen Stellen unterst\u00fctzen kann. Die Zielgruppe w\u00e4re dabei au\u00dferdem noch nicht in der Pr\u00fcfung eingebunden.<br \/>\nDomingos: Ja gut, danke f\u00fcr die Einordnung.<br \/>\nFrauke: Was ich beim KI-Kodex total gut finde, ist, dass er sehr technikoffen ist. Das war mir ganz wichtig. Man h\u00e4tte auch schreiben k\u00f6nnen: \u201eAlles funktioniert nicht, macht es lieber selbst oder beauftragt Fachleute.\u201c Aber genau das steht nicht drin.<br \/>\nIm Kodex steht vielmehr: Ihr k\u00f6nnt die Tools nutzen, aber pr\u00fcft immer genau nach, informiert euch \u00fcber die Regeln und macht euch selbst zu Fachleuten. Nur so k\u00f6nnt ihr entscheiden, ob die \u00dcbersetzung oder die Art, wie die KI den Text bearbeitet hat, wirklich gut ist und der Zielgruppe hilft.<br \/>\nRuben: Ja, genau, das ist ein guter Hinweis. Es geht nicht darum, KI als schlecht darzustellen. Im Gegenteil: KI kann dazu beitragen, dass mehr Texte schneller \u00fcbersetzt werden und interessensgeleitet \u2013 also nicht mehr nur, weil ein Auftraggeber sagt: \u201eDiesen Text m\u00f6chte ich \u00fcbersetzt haben\u201c, sondern dass die Zielgruppe selbst bestimmen kann: \u201eSo m\u00f6chte ich den Text haben, so brauche ich ihn in meiner Verst\u00e4ndlichkeit.\u201c<\/p>\n<p>Domingos: Ja, dann vielen Dank f\u00fcr diese Einsch\u00e4tzung. Zum Abschluss noch eine Frage: Wo kann man euch am besten folgen, wenn man mehr \u00fcber das Thema erfahren m\u00f6chte?<br \/>\nRuben: Genau, also der KI-Kodex ist auf der Webseite des Di\u00f6zesan-Caritasverbandes Limburg zu finden: dicv-limburg.de\/leichte-sprache. Dort ist der Kodex direkt verlinkt.<br \/>\nSonst bin ich auf LinkedIn ganz aktiv, und man kann mich auch \u00fcber meine Webseite kontaktieren. Die Koordination rund um den Kodex l\u00e4uft ebenfalls \u00fcber mich und die Projektstelle.<br \/>\nDomingos: Super, vielen Dank f\u00fcr das Interview. Das war sehr aufschlussreich, ich habe auch einige neue Dinge gelernt.<br \/>\nIch w\u00fcnsche euch weiterhin viel Erfolg beim Thema Leichte Sprache und bei euren Projekten.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Weitere_Infos\"><\/span>Weitere Infos<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lebenshilfe-ffm.de\/files\/bilder\/Informationen%20LH\/06_19_KI%20Kodex%20Barrierefrei.pdf\">KI-Codex f\u00fcr Leichte Sprache (PDF)<\/a><(\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Ruben_Rhensius\">Ruben auf LinkedIn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.linkedin.com\/in\/frauke-jessen-narr-469a86266\">Frauke Jessen-Narr auf LinkedIn<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Domingos: Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast zur digitalen Barrierefreiheit. Heute geht es um das Thema Leichte Sprache und den sogenannten KI-Kodex. 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