{"id":775,"date":"2018-03-26T18:35:56","date_gmt":"2018-03-26T16:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?page_id=775"},"modified":"2022-07-17T12:35:48","modified_gmt":"2022-07-17T10:35:48","slug":"regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/","title":{"rendered":"Regeln, Richtlinien und Gesetze zur Barrierefreiheit"},"content":{"rendered":"<p><script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/24-gesetze-richtlinien\/embed?context=external\"><\/script><br \/>\nIm Folgenden m\u00f6chte ich die verschiedenen rechtlichen Instrumente beschreiben, die es zur Umsetzung von digitaler Barrierefreiheit in Deutschland gibt. Eine umfangreiche, aber nicht mehr aktuelle  Quelle ist ein <a href=\"https:\/\/www.uni-kassel.de\/upress\/online\/frei\/978-3-86219-410-0.volltext.frei.pdf\">Tagungsband der Uni Kassel, den man als PDF herunterladen kann<\/a>. Ich weise vorsorglich darauf hin, dass ich keine juristische Ausbildung habe und die Gesetze so interpretiere, wie ich sie verstehen. <\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_88 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Die_Menschenrechts-_und_Behindertenrechtskonvention\" >Die Menschenrechts- und Behindertenrechtskonvention<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Europaeische_Union\" >Europ\u00e4ische Union<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Deutschland\" >Deutschland<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Das_Allgemeine_Gleichstellungsgesetz_und_das_Behinderten-Gleichstellungsgesetz\" >Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz und das Behinderten-Gleichstellungsgesetz<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Private_und_Verbands-Klagen\" >Private und Verbands-Klagen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Zielvereinbarungen_und_Aktionsplaene\" >Zielvereinbarungen und Aktionspl\u00e4ne<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Weitere_Regelungen\" >Weitere Regelungen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-8\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/#Unternehmen_und_Nonprofit-Organisationen\" >Unternehmen und Nonprofit-Organisationen<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_Menschenrechts-_und_Behindertenrechtskonvention\"><\/span>Die Menschenrechts- und Behindertenrechtskonvention <span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Leider wird vielfach suggeriert, die UN-Konvention \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderung sei in Deutschland geltendes Recht. Das trifft nicht zu, ebenso wenig sind Richtlinien der EU geltendes Recht. In Deutschland rechtlich verbindlich sind nur Richtlinien, die im deutschen Recht tats\u00e4chlich verankert sind.<br \/>\nRichtig ist allerdings, dass deutsche Gesetze nicht gegen ratifizierte UN-Konventionen versto\u00dfen d\u00fcrfen. Jeder Betroffene hat das Recht, gegen solche Gesetze zu klagen und sofern seine Auslegung rechtlich korrekt ist, muss das Gericht ihm auch Recht geben. Gerichte sind verpflichtet, bei ihren Urteilen die UN-Konvention zu ber\u00fccksichtigen. Es hat schon einige Urteile gegeben, in denen Richter sich auf die Konvention berufen haben.<br \/>\nEin wenig muss das noch eingeschr\u00e4nkt werden: Es reicht nicht, festzustellen, dass ein Gesetz oder eine Verordnung gegen die BRK verst\u00f6\u00dft: Alle einrichtungen sind zun\u00e4chst gehalten, sich an geltende Gesetze zu halten. Nur der Gesetzgeber oder die Gerichte k\u00f6nnen entscheiden, ob ein Gesetz g\u00fcltig ist oder nicht. Wenn niemand gegen ein Gesetz klagt, bleibt es nat\u00fcrlich in Kraft. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Europaeische_Union\"><\/span>Europ\u00e4ische Union<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Auch die Europ\u00e4ische Union spielt eine gewichtige Rolle. Die von ihr erlassenen Richtlinien m\u00fcssen in nationales Recht umgesetzt werden. Dabei genie\u00dfen die einzelnen L\u00e4nder einen gewissen Spielraum, allerdings sollte dieser nicht zu gro\u00dfz\u00fcgig ausgelegt werden, da es sonst \u00c4rger von der EU-Kommission gibt. Die EU arbeitet mit der \u00fcblichen Gem\u00e4chlichkeit solcher Organisationen an Richtlinien zur Barrierefreiheit, so dass sie in den n\u00e4chsten Jahren eine gewichtigere Rolle \u00fcbernehmen wird.<br \/>\nDie RICHTLINIE (EU) 2016-2102 DES EUROP\u00c4ISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 26. Oktober 2016 \u00fcber den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen  Apps ist bereits 2016 in Kraft getreten. Sie harmonisiert EU-weit die Richtlinien zur Web-Barrierefreiheit und erl\u00e4sst allgemeing\u00fcltige Anforderungen.<br \/>\nDer European Accessibility Act wurde 2019 verabschiedet und wurde im Mai 2021 in Form des Barrierefreiheits-St\u00e4rkungs-Gesetzes in deutsches Recht umgesetzt. Er schlie\u00dft Produkte wie Banken, \u00f6ffentliche Verkehrsbetriebe, eCommerce oder eBooks mit ein. Zum ersten Mal werden damit private Einrichtungen in der EU zur Barrierefreiheit verpflichtet.<br \/>\nWichtig ist zudem die EU-Norm 301 549 in der jeweils aktuellen Fassung. Sie legt Anforderungen zur Barrierefreiheit von Informationssystemen und grafischen Benutzeroberfl\u00e4chen fest. Sie ist eine Basis f\u00fcr die Richtlinien zur Barrierefreiheit von Webseiten und PDFs und wird wahrscheinlich auch ma\u00dfgeblich f\u00fcr den EU Accessibility Act.<br \/>\nF\u00fcr uns relevant ist zudem die EU-Richtlinie 2018\/1808  \u00fcber den Zugang zu audio-visuellen medien. Sie soll f\u00fcr mehr Barrierefreiheit im Radio und Fernsehen sorgen.<br \/>\nAuch in den Vergaberichtlinien der EU wird Barrierefreiheit gefordert:<\/p>\n<ul>\n<li>Richtlinie \u00fcber die Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge Richtlinie (RL 2014\/24\/EU)<\/li>\n<li>Richtlinie \u00fcber die Vergabe von Auftr\u00e4gen durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste (Sektoren-Richtlinie, RL 2014\/25\/EU).<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Deutschland\"><\/span>Deutschland<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>In Deutschland ist die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung BITV 2.0 aus dem Mai 2019 ma\u00dfgeblich. Sie enth\u00e4lt seitdem keine eigenen Richtlinien zur Barrierefreiheit mehr, sondern verweist auf harmonisierte Normen wie die EN 301 549 in der jeweils aktuellen Fassung, die wiederum auf die WCAG 2.1 AA verweist. Anders gesagt sind die Richtlinien aus der WCAG 2.1 AA sowie die EN 301549 die Basisanforderung f\u00fcr barrierefreie Webseiten in Deutschland. Hier ist zu beachten, dass die Bundesl\u00e4nder eigene Bestimmungen erlassen k\u00f6nnen, die aber nicht hinter den Anforderungen der WCAG 2.1 AA zur\u00fcckbleiben d\u00fcrfen. Die BITV verweist au\u00dferdem darauf, dass an zentrale Angebote bzw. Bestandteile von Angeboten wie Formulare h\u00f6here Anforderungen erf\u00fcllt werden m\u00fcssen, diese sind aber bislang nicht spezifiziert (BITV 2.0, \u00a7 4, Abs 4 ff.. ).<br \/>\nEs gibt au\u00dferdem eine <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/vbd\/index.html\">spezielle Verordnung zur Barrierefreiheit von Dokumenten<\/a> f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte in Verwaltungsverfahren.<br \/>\nF\u00fcr eGoverment-Verfahren wird im Gesetz zur F\u00f6rderung der elektronischen Verwaltung (E-Government-Gesetz &#8211; EGovG) in \u00a7 16 festgelegt, dass diese barrierefrei ausgestaltet werden m\u00fcssen.<br \/>\nEin weiteres Regelwerk ist das Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts. Es fordert barrierefreie Leistungen von den Auftragnehmern. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Allgemeine_Gleichstellungsgesetz_und_das_Behinderten-Gleichstellungsgesetz\"><\/span>Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz und das Behinderten-Gleichstellungsgesetz<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Aktuell gibt es au\u00dfer dem Barrierefreiheits-St\u00e4rkungs-Gesetz keine Gesetze, die private Einrichtungen dazu verflichten, Barrierefreiheit zu ber\u00fccksichtigen. Es gibt diverse Richtlinien zur Gestaltung von Arbeitspl\u00e4tzen oder zur Software-Ergonomie, die man mit gutem Willen so auslegen kann, dass sie auch behinderten Menschen zugute kommen. Sie decken allerdings nur ein paar Basisanforderungen ab.<br \/>\nEin Hebel, um Unternehmen zu mehr Barrierefreiheit zu bewegen ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sowie spezieller das Behinderten-Gleichstellungsgesetz. Es verpflichtet alle Organisationen &#8211; ob privat oder \u00f6ffentlich &#8211; dazu, alle Menschen gleich zu behandeln. Und dieses Gesetz sieht tats\u00e4chlich Strafen vor, sofern ein Versto\u00df nachgewiesen wird.<br \/>\nDabei k\u00f6nnen sogar private Anbieter verklagt werden, wenn sie Behinderte benachteiligen. Solche Klagen sind meines Wissens in Deutschland selten, aber in den USA an der Tagesordnung. So wurde ein Reiseunternehmen erfolgreich verklagt, weil seine Busse nicht f\u00fcr Rollstuhlfahrer zug\u00e4nglich waren. Ein Fast-Food-Restaurant wurde verurteilt, weil es nach einem Umbau nicht mehr zug\u00e4nglich war. In Deutschland ist das bisher nicht vorstellbar. Die Unternehmen scheinen das Thema Gleichstellung nach wie vor nur halbherzig umzusetzen. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Private_und_Verbands-Klagen\"><\/span>Private und Verbands-Klagen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Nun ist es kein Geheimnis, dass viele der oben genannten Regelungen oft nicht umgesetzt werden. Sofern sie rechtlich verankert sind, hat jeder Betroffene die M\u00f6glichkeit dazu, auf Einhaltung zu klagen. Nun schrecken die meisten Personen davor zur\u00fcck, Klagen einzureichen. Sie sind langwierig, finanziell selten lohnend und oftmals k\u00f6nnen weder Laien noch Experten die Erfolgschancen einsch\u00e4tzen.<br \/>\nDaneben gibt es das Recht zu Verbandsklagen. Dabei klagen die Vertretungsorganisationen von behinderten Menschen stellvertretend f\u00fcr sie.<br \/>\nDie Verbandsklage spielt in Deutschland bei der Barrierefreiheit bislang keine gro\u00dfe Rolle. Die relativ kleinen Behinderten-Organisationen haben vermutlich weder die finanziellen Ressourcen noch die rechtliche Expertise, um solche langwierigen Klagen durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Zielvereinbarungen_und_Aktionsplaene\"><\/span>Zielvereinbarungen und Aktionspl\u00e4ne<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Ein eher kooperativ angelegtes Instrument sind Zielvereinbarungen. Sie werden in der Regel zwischen Behinderten-Verb\u00e4nden und Organisationen wie Unternehmen oder Beh\u00f6rden geschlossen.<br \/>\nIn den Zielvereinbarungen werden konkrete Pl\u00e4ne dazu vereinbart, wie die Organisation f\u00fcr mehr Barrierefreiheit sorgen kann. Dabei kann es um die Barrierefreiheit der Infrastruktur wie Bankautomaten oder auch um die Arbeitspl\u00e4tze gehen.<br \/>\nOrganisationen sind nicht dazu verpflichtet, Zielvereinbarungen abzuschlie\u00dfen. Au\u00dferdem sind die in Zielvereinbarungen festgelegten Regeln nicht einklagbar. Es handelt sich um Selbstverpflichtungen, deren Nicht-Einhaltung keine negativen Folgen haben.<br \/>\nDavon zu unterscheiden sind Aktionspl\u00e4ne. Sie werden innerhalb von Organisationen entwickelt, um mittel- bis langfristig die Organisation inklusiver zu gestalten bzw. die Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich auch Ma\u00dfnahmen, um die Organisation barrierefreier zu gestalten. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Weitere_Regelungen\"><\/span>Weitere Regelungen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Am Arbeitsplatz ist nat\u00fcrlich die Arbeitsst\u00e4ttenverordnung wichtig. Daneben gilt auch das BehindertenGleichstellungsgesetz, das haupts\u00e4chlich auf das Thema Arbeit abzielt. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Unternehmen_und_Nonprofit-Organisationen\"><\/span>Unternehmen und Nonprofit-Organisationen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Bislang sind wenige Branchen zur Barrierefreiheit verpflcihtet. Das Behinderten-Gleichstellungsgesetz l\u00e4sst sich dahingehend interpretieren, dass zumindest Job-Angebote und Bewerbungs-Prozesse barrierefrei sein m\u00fcssen.<br \/>\nDas Barrierefreiheits-St\u00e4rkungsGesetz verpflichtet Verkehrsbetriebe, Banken, Verlae und einige andere Branchen dazu, Dienstleistungen und Informationen barrierefrei zu gestalten.<br \/>\nDer Nonprofit-Bereich ist bislang noch wenig betroffen. Allerdings ist zu konstatieren, dass die Verpflichtungen in den n\u00e4chsten Jahren immer mehr zunehmen werden. \u00d6ffentliche F\u00f6rderungen werden st\u00e4rker an Barrierefreiheit gekoppelt. Bereits heute zur Barrierefreiheit verpflichtet sind Institutionen, die sich zu 50 Prozent oder mehr aus \u00f6ffentlichen Zuwendungen finanzieren.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wirtschaft-gesellschaft\/regeln-richtlinien-und-gesetze-zur-barrierefreiheit\/was-aendert-sich-durch-die-richtlinie-eu-2016-2102-fuer-barrierefreie-webseiten\/\">Was \u00e4ndert sich durch die EU-Richtlinie 2102<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich die verschiedenen rechtlichen Instrumente beschreiben, die es zur Umsetzung von digitaler Barrierefreiheit in Deutschland gibt. 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