{"id":8606,"date":"2023-11-01T12:25:28","date_gmt":"2023-11-01T10:25:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?page_id=8606"},"modified":"2024-01-05T15:20:13","modified_gmt":"2024-01-05T13:20:13","slug":"interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/","title":{"rendered":"Interview mit Lea Schulz \u00fcber digital-inklusiven Unterricht"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/157-unterricht-digital-inklusiv-ein-interview-mit-lea-schulz\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><br \/>\nDies ist das Transkript zum oben eingebetteten Podcast. Alle Tippfehler und Ungenauigkeiten liegen in meiner Verantwortung. Ich spreche mit der Bildungs-Wissenschaftlerin Lea Schulz \u00fcber den digital-inklusiven Unterricht.<br \/>\nDomingos: herzlich willkommen zu einem neuen Podcast zur digitalen Barrierefreiheit. Heute habe ich wieder einen spannenden Gast dabei n\u00e4mlich die Lea Schulz. Erstmal herzlichen Dank, dass du dir die Zeit f\u00fcr diesen Podcast nimmst. Fang doch einfach mal damit an, dass Du Dich den Zuh\u00f6renden vorstellst.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_83 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/#Leas_Werdegang\" >Leas Werdegang<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/#Digitaler_Unterricht_nach_Corona\" >Digitaler Unterricht nach Corona<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/#Fragen_im_digital-inklusiven_Unterricht\" >Fragen im digital-inklusiven Unterricht<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/#Vorteile_des_digital-hybriden_Unterrichts\" >Vorteile des digital-hybriden Unterrichts<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/#Einarbeitung_in_das_Thema\" >Einarbeitung in das Thema<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/newsletter-digitale-barrierefreiheit\/podcast-videocast-digitale-barrierefreiheit\/interview-mit-lea-schulz-ueber-digital-inklusiven-unterricht\/#Leas_Kanaele\" >Leas Kan\u00e4le<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Leas_Werdegang\"><\/span>Leas Werdegang<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Lea: ja super gerne, vielen Dank erst einmal, dass ich da sein darf. Ich bin Sonderp\u00e4dagogin, habe als Sonderschullehrerin gearbeitet eine ganze Zeit lang und verbinde die Themen digitale Medien und Inklusion zu dem Thema Diklusion, weil ich aus der Perspektive von Schule, von Bildungseinrichtungen gesehen habe, dass diese beiden Themenbereiche h\u00e4ufig getrennt gedacht werden und mein Ansinnen ist es, die beiden zusammenzudenken, um auf der einen Seite Barrieren zu verringern, aber vor allem auf der anderen Seite die Potenziale sichtbarer zu machen. Das ist eigentlich so mein haupteinsatz-Gebiet.<br \/>\nIch bin im Moment aus Flensburg zugeschaltet, bin hier an der Europa Universit\u00e4t in Flensburg t\u00e4tig als sogenannter Educational Engineer. Wir besch\u00e4ftigen uns in einem gro\u00dfen Landesprogramm, das sich um Digitalisierung dreht, rund um unterschiedliche Themengebiete. Also es gibt mehrere Menschen wie mich die daran arbeiten und mein Themengebiet ist eben die diklusion. Das hei\u00dft ich bin im Bereich Lehr und Lernszenarien und entwickle neue Ideen f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte Professionalisierung rund um dieses Themengebiet und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den digital-inklusiven Unterricht. Das ist im Moment mein Haupteinsatzgebiet.<br \/>\nVorher war ich im Landesinstitut als Studienleiterin und als fort Bildnerin, habe in der Schulentwicklung gearbeitet. Davor war ich Lehrkraft. Und davor habe ich eine Plattform mitentwickeln d\u00fcrfen: Bettermarks  ist vielleicht einigen Lehrkr\u00e4ften bekannt, eine Lernplattform f\u00fcr Mathematik. Und ich habe auch andere Firmen beraten, wie man Lern-Software entwickeln kann, aus der p\u00e4dagogischen Perspektive heraus. So bin ich im Prinzip auch dahin gekommen zu sagen: Ich m\u00f6chte gerne Inklusion und digitale Medien zusammendenken und verbinden und noch viel mehr Optionen finden, wie man das gemeinsam denken kann.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Digitaler_Unterricht_nach_Corona\"><\/span>Digitaler Unterricht nach Corona<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Das Thema digitaler Unterricht hast du ja gerade schon angesprochen es gab ja so eine gewisse Aufw\u00e4rtsbewegung, sage ich mal, als die Coronawelle aufkam, aber das scheint wieder zur\u00fcckzugehen. Welche Rolle spielt denn jetzt der digitale Unterricht?<\/p>\n<p>Lea: Also ich glaube, dass deine Wahrnehmung da tats\u00e4chlich meiner \u00e4hnlich ist. Es gab eine ganz gro\u00dfe Welle durch Corona und da haben wir auch viele Infrastrukturen geschaffen, die vorher vielleicht nicht als ganz so notwendig erachtet worden sind, Dass die Schulen immer besser ausgestattet werden, also mit Ger\u00e4ten und Fortbildungs-Veranstaltung und WLAN und so weiter, da wurde an vielen Schr\u00e4ubchen gedreht, auch wenn das an vielen Stellen noch nicht ausreichend ist. Aber ich glaube das m\u00fcssen wir jetzt heute nicht diskutieren. Das war schon eine kleine Revolution in der Zeit, das kann man nicht anders sagen, auch was die Professionalisierung unserer Lehrkr\u00e4fte anbelangt, hat sich da viel ver\u00e4ndert.<br \/>\nMan sieht dennoch seitdem die Pandemie in der Form wie sie vorher war vorbei ist, dass ja durchaus in den Klassenzimmern an einigen Stellen auch wieder ein Schritt zur\u00fcckgegangen wird: &#8222;Na ja, so in der Form brauchen wir das nicht mehr&#8220;. ich glaube, dass das auch nicht ganz verkehrt ist, noch mal dar\u00fcber nachzudenken, welche Rolle digitale Medien f\u00fcr uns in Unterricht eigentlich spielen sollten, also was davon wir vorher benutzt haben, ist etwas, was wir wirklich gut nutzen k\u00f6nnen, um guten inklusiv individualisierten, aber auch kooperativen kollaborativen Unterricht zu gestalten. Da ist es nicht verkehrt, sich wirklich \u00fcber die Form von Unterricht und auch die Kultur des Unterrichts zu unterhalten, Wie eigentlich die Kompetenzen f\u00fcr die Zukunft unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ausgebildet werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDenn ich w\u00fcrde glaube ich nicht unbedingt von digitalem Unterricht sprechen, sondern eher von einem Unterricht, der das analoge und das digitale zusammenbringt und das ganz selbstverst\u00e4ndlich in einer Kultur Digitalit\u00e4t sozusagen stattfindet. Dass wir irgendwie gemeinsam lernen und dass man gar nicht sagen muss, das ist jetzt alles digital und das ist alles analog, weil ich Digitales nicht mag oder \u00e4hnliches, sondern dass wir wirklich gucken,  dass wir die Potenziale aller Medien, die wir einsetzen im Unterricht ausnutzen und trotzdem immer im Hinterkopf haben, das f\u00fcr die Teilhabe an einer digitalisierten Gesellschaft es notwendig ist dass wir ein Bewusstsein sowohl bei allen Lehrkr\u00e4ften schaffen als auch bei allen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern und auch Kompetenzen ausbilden, damit sie sich in einer digitalisierten Welt bewegen k\u00f6nnen. Das ist notwendig, um wirklich richtig guten Unterricht machen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDass w\u00e4re aus meiner Perspektive auch die Rolle, welche die digitalen Medien auf der einen Seite einnehmen, also dieses in die Zukunft gedachte: Welche Kompetenzen brauchen wir eigentlich in der Zukunft. Und wir leben in einer digitalisierten Gesellschaft. Ich kann nur teilhaben, wenn ich diese Kompetenzen entwickle. Aus meiner Perspektive gibt es aber noch eine weitere Rolle von digitalen Medien im Unterricht: Denn es geht auch darum, dass wir das Lehren und Lernen revolutionieren und in einer Kultur der Digitalit\u00e4t das Lehren und Lernen nicht nur aufgrund der digitalen Kompetenzen, die entwickelt werden k\u00f6nnten, revolutionieren, sondern auch aufgrund der Potenziale, die wir aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Gerade f\u00fcr Heterogenit\u00e4t in Klassen, gerade f\u00fcr Klassen, die sehr unterschiedlich sind oder Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die alle sehr unterschiedlich sind, egal bei welcher Zusammensetzung dieser Klassen, es ist umso notwendiger, dass wir dort digitale Medien eben z.B. auch f\u00fcr Individualisierungs-Prozesse zu Veranschaulichung f\u00fcr die Optionen: Mal auch Bedienungshilfen nutzen zu k\u00f6nnen oder auch f\u00fcr Optionen der Pr\u00e4sentation, der Gestaltung, der Kreativit\u00e4t. Es gibt sehr viele Bereiche, die hiermit reinziehen, aus meiner Perspektive, die die Rolle von digitalen Medien eben auch f\u00fcr den Unterricht beschreiben, um wirklich richtig guten inklusiven Unterrichtgestalten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fragen_im_digital-inklusiven_Unterricht\"><\/span>Fragen im digital-inklusiven Unterricht<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: welche Herausforderung stellt sich denn, wenn man Behinderte Sch\u00fclerinnen hat, die digital unterrichtet oder inklusiv unterrichtet werden Wollen?<\/p>\n<p>Lea: Herausforderung gibt es da eine ganze Menge. Ich glaube, das Erste wor\u00fcber wir sprechen m\u00fcssten, ist die Frage, was mit behinderten Sch\u00fclerinnen gemeint ist und was mit Zug\u00e4nglichkeit gemeint ist, denn Zug\u00e4nglichkeit bedeutet am Ende f\u00fcr jeden Sch\u00fcler und jede Sch\u00fclerin was anderes. Also Zug\u00e4nglichkeit hei\u00dft am Ende, ich m\u00f6chte gerne einen Inhalt, eine Kompetenz erwerben, ein Wissen erwerben, vielleicht auch innerhalb von Bildungsprozessen oder innerhalb von digitalem Unterricht. Und Zug\u00e4nglichkeit bedeutet an dieser Stelle, dass ich als Lehrkraft und oder eben auch unsere Bildungsinstitution Schule dazu in der Lage ist, Barrieren so zu verringern, dass alle teilhaben k\u00f6nnen und das ist nat\u00fcrlich aus den einzelnen Perspektiven der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sehr unterschiedlich. Was braucht ein Sch\u00fcler oder eine Sch\u00fclerin mit einer Sehbeeintr\u00e4chtigung, braucht sicherlich keine Visualisierung, w\u00e4hrend eine Visualisierung f\u00fcr einen Sch\u00fcler oder eine Sch\u00fclerin mit einer kognitiven Beeintr\u00e4chtigung unglaublich wichtig ist, um inhaltliche Prozesse verstehen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd so finde ich sieht man schon, was die Herausforderung des Unterrichts anbelangt, dass wir mit den \u00fcblichen barrierefreiheits-Kriterien, die z.B. angelegt werden, wenn es darum geht Webseiten zu gestalten oder \u00e4hnliches, dass wir mit diesen Ideen in der P\u00e4dagogik noch nicht weit genug kommen. Das sind wichtige Grundlagen, ganz sicher. Wir m\u00fcssen aber innerhalb der P\u00e4dagogik dazu in der Lage sein, auf den einzelnen abzuzielen. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kennen, wir m\u00fcssen wissen an welchen Stellen vielleicht Barrieren da sein k\u00f6nnten die sind manchmal offensichtlich. Also wenn ich wei\u00df da liegt eine Sehbeeintr\u00e4chtigung vor, dann wei\u00df ich, dass ich darauf reagieren muss. Manchmal sind sie aber nicht offensichtlich, z.B. wenn ich vielleicht noch nicht wei\u00df, weil ich noch relativ neu als Lehrkraft in einer Klasse bin, \u00fcber welche Strategien, \u00fcber welche Lernstrategien ein Sch\u00fcler oder eine Sch\u00fclerin verf\u00fcgt: Ist sie dazu in der Lage z.B., ein bestimmtes Programm zu bedienen oder wei\u00df sie oder er, wie man eine PowerPoint Pr\u00e4sentation aus einem inhaltlichen Text erstellt, ist sie dazu in der Lage, aus einem Text die wichtigsten Inhalte rauszufiltern.  Das sind also ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Oder habe ich \u00fcberhaupt zu Hause. z.B. Zugang zu Endger\u00e4ten. Das ist ja immer das, was unter dem Digital Gap auch verstanden wird, zumindest ein Level, dass man sagt, wir m\u00fcssen \u00fcberhaupt erstmal einen Zugang schaffen zu Endger\u00e4ten.<br \/>\nDeshalb w\u00fcrde ich sagen, also ja wir m\u00fcssen \u00fcber Barrierefreiheit nachdenken sicherlich, um diese Herausforderungen bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite m\u00fcssen wir aber auch ganz stark \u00fcber Adaptivit\u00e4t sprechen. Wir m\u00fcssen uns also gut angucken wo stehen unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, was ist der n\u00e4chste Schritt, was sind Barrieren, die vielleicht im Weg sind und welche Technologien &#8211; oder manchmal sind es auch keine Technologien &#8211; welche Medien k\u00f6nnen wir einsetzen, um Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die Option und die M\u00f6glichkeit zu geben, dass sie lernen k\u00f6nnen. Und von daher haben wir gerade beim Einsatz von digitalen Medien viele Herausforderungen.<br \/>\nIch glaube, die eine Herausforderung ist eben diese Adaptivit\u00e4t: Ich muss also darum wissen, was eine Barriere sein k\u00f6nnte. Ich muss auch wissen, wo die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aktuell stehen, damit ich in der Zone der n\u00e4chsten Entwicklung quasi Lernangebote gestalten kann. Dann haben wir aber auch die Herausforderung, dass wir mit Lernmedien h\u00e4ufig arbeiten, die eben noch nicht einem Qualit\u00e4tscheck unterliegen, also wo ich eben noch nicht davon ausgehen kann, dass sie erstmal von der Grundlage her barrierefrei angelegt sind. Und dann muss ich als Lehrkraft auch noch dazu in der Lage sein, die Lernmedien so einzusetzen, dass ich sie eben individualisieren kann, dass ich das in der Lage bin, dort zu differenzieren. Also ich finde ein tolles Beispiel du hast ja vorhin schon die Pandemie angesprochen tolles Beispiel dazu ist eigentlich direkt in der Pandemie entstanden. Viele Lehrkr\u00e4fte haben ja also rund um die Uhr die Anton App eingesetzt, die ist da ja wirklich geboomt in der Zeit. Und die haben auch wirklich interessante Inhalte entwickelt. Nur h\u00e4ufig wurde die Anton App eher so eingesetzt, dass man gesagt hat: &#8222;so dann \u00fcbt mal bitte alle in der Klasse 5 die und die Aufgaben zu Bruchrechnung\u201c &#8211; das wurde im Prinzip gar nicht differenziert, wurde vielleicht auch gar nicht geguckt ob die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu Hause \u00fcberhaupt dazu in der Lage waren, die App herunterzuladen, ist die App \u00fcberhaupt zug\u00e4nglich bei H\u00f6rbeeintr\u00e4chtigung, Sehbeeintr\u00e4chtigung oder vielleicht auch sowas wie schriftsprachlichen Schwierigkeiten. Sind Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcberhaupt jetzt in der Lage die Aufgaben zu lesen, die dort sichtbar waren. Und das ist bis heute denke ich eine Herausforderung, die sichtbar macht.<br \/>\nIch muss mit den Apps oder auch mit der Software, die ich nutze, eben auch umgehen k\u00f6nnen und lernen damit umzugehen. Und daf\u00fcr brauche ich als Lehrkraft nat\u00fcrlich eben eine Menge Kompetenzen in dem Bereich. Ich muss die Apps kennen, ich muss wissen, wo meine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler stehen, ich muss dazu in der Lage sein, eine digital inklusive Lernumgebung f\u00fcr meine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu schaffen, damit sie eben alle m\u00f6glichst gut lernen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Vorteile_des_digital-hybriden_Unterrichts\"><\/span>Vorteile des digital-hybriden Unterrichts<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Die Inklusion im Unterricht wird ja generell viel diskutiert. Siehst du spezielle Vorteile im digitalen oder hybriden Unterricht f\u00fcr die Inklusion?<\/p>\n<p>Lea: Damit besch\u00e4ftige ich mich schon ganz lange &#8211; ich finde es bietet eine gute Option f\u00fcr bestimmte Bereiche. So muss man das vielleicht sagen. Ich finde diese Flexibilisierung des Lernens, das ist ja letztendlich auch das wie, wie wir in der Erwachsenenbildung lernen. Wir suchen nach einer bestimmten Motivation heraus uns bestimmte Fortbildungs-Veranstaltungen oder Vortr\u00e4ge oder Workshops auch online zusammen, f\u00fcr die wir Interesse haben. Wir nutzen die Zeiten, zu denen uns das gut passt oder an denen wir besonders gut lernen k\u00f6nnen oder \u00e4hnliches. So nehmen wir die Lern-Angebote an, die Online da sind. Das w\u00fcrde ich mir f\u00fcr unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auch w\u00fcnschen. Dass ist diese Option: Je \u00e4lter sie werden und je besser Sie dazu in der Lage sind ihre Lernprozesse auch selbst zu organisieren, zu strukturieren &#8211; dazu muss ich sie nat\u00fcrlich anleiten und sie unterst\u00fctzen darin, dass sie dazu in der Lage sind ihren Lernprozess zu organisieren. Dass man also eben sich Ziele vornimmt oder eben bestimmte Dinge auch durchh\u00e4lt oder eine Aufgabe bis zum Ende bringt oder dazu in der Lage ist, sich auch einen Plan zu machen: Was m\u00f6chte ich eigentlich lernen wo sind meine Priorit\u00e4ten, was sind jetzt eigentlich die ersten Ziele, die ich erreichen m\u00f6chte, welche Aufgaben muss ich daf\u00fcr erledigen und so weiter. In welchen Zeitr\u00e4umen mache ich das.<br \/>\nDas ist mein pers\u00f6nlicher Anspruch an Schule, dass wir genau das auch schaffen. Diese Form von Lernstruktur oder Lernorganisation. Und wenn wir in diesem Prozess eben das geschafft haben oder dabei sind das zu schaffen dann k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich auch immer mehr diese Lernformate auch flexibilisieren. Und dazu w\u00fcrde f\u00fcr mich auch ein vollkommen digitaler Unterricht geh\u00f6ren.<br \/>\nIch w\u00fcrde gerne noch eine Perspektive mehr aufwerfen. Das ist die die Flexibilisierung des Lernens. grunds\u00e4tzlich, dass ich eben auch zu anderen Zeiten, an anderen Orten und so weiter lernen kann, f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler grunds\u00e4tzlich. Und dann \u00f6ffnet das die T\u00fcr dahin, dass wir gerade f\u00fcr bestimmte Risikogruppen oder f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die z.B. teilweise nicht am Unterricht teilnehmen k\u00f6nnen, an Pr\u00e4senzunterricht, eine Option der Teilhabe bieten. Ein Beispiel: Wir haben hier in der N\u00e4he eine Sch\u00fclerin an einer Schule, bei der wurde Diabetes festgestellt und die muss jetzt f\u00fcr mehrere Wochen zur Einstellung in die Reha. Das ist ja jetzt nicht total selten. Es kommt h\u00e4ufiger vor im schulischen Kontext, dass jegliche Form von Erkrankungen beispielsweise ein Ausschluss sind und deswegen gibt es h\u00e4ufig sowas wie Krankenhaus-Lehrkr\u00e4fte und so weiter. Und f\u00fcr diese Sch\u00fclerin g\u00e4be es die Option, sich in den Unterricht zuzuschalten, z.B. \u00fcber so kleine Roboter da gibt es den AV1 oder den D\u00fcbel oder so verschiedene Optionen, sich \u00fcber kleine Roboter oder auch \u00fcber einfach eine Hybride Form des Unterrichts hinzuschalten zu k\u00f6nnen. Die Roboter bieten eben auch die Option, auch an kooperativen Prozessen noch besser teilhaben zu k\u00f6nnen. Also nicht nur die Pr\u00e4sentation am Anfang beispielsweise mitbekommt, wenn es eine gibt, sondern eben auch wirklich man gemeinsam in Gruppen arbeiten kann. Je \u00e4lter die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sind, umso einfacher ist sowas auch \u00fcber Videokonferenzen zu organisieren. Aber gerade f\u00fcr die J\u00fcngeren ist so eine Robotis Variante dann irgendwie doch deutlich besser. Das ist nat\u00fcrlich eine sch\u00f6ne Form der Teilhabe. Wenn ich krank bin oder eben aus Krankheitsgr\u00fcnden nicht teilhaben kann, habe ich die Option, das muss eine Option bleiben, teilhaben zu d\u00fcrfen, wenn ich mich danach f\u00fchle. Da gibt es durchaus Studien, die dazu auch stattgefunden haben. Und man wei\u00df mittlerweile, dass das f\u00fcr viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler viel einfacher ist, die Anbindung an der Klasse zu halten, also in diesem sozialen Kontext meiner Klasse bleiben kann und immer wieder auch im Bewusstsein der anderen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bin und es f\u00fcr mich leichter ist zur\u00fcckzukehren, weil ich ja eben im Prinzip eine ganze Menge dann doch noch mitbekommen habe, obwohl ich nicht da war.<br \/>\n\u00c4hnliche Optionen gelten nat\u00fcrlich f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die Schwierigkeiten haben, sich in so einem gro\u00dfen Klassen Kontext aufzuhalten, wir haben Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Beispiel ist Autismus-Spektrum, das stimmt tats\u00e4chlich aber nicht immer aber bei einigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern  die einfach das nicht aushalten k\u00f6nnen \u00fcber einen gesamten Vormittag in so einer gro\u00dfen Gruppe sich aufzuhalten und auch da w\u00e4re eine flexibilisierungs-M\u00f6glichkeit zu sagen ihr d\u00fcrft eben an bestimmten Tagen auch die Option Ergreifen, von zuhause teilzuhaben. Voraussetzungen sind daf\u00fcr aber richtig gute Reflektions-Prozesse, also immer wieder in Kontakt treten mit allen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, die eben diese Flexibilisierung nutzen und eben zu gucken und zu reflektieren, passt es noch zu ihren Lernzielen, schaffen sie zu Hause Dinge zu erarbeiten oder haben Sie vielleicht auch nicht genug Raum zuhause, in Ruhe auch Aufgaben zu erledigen oder ihre Ziele zu erreichen, die sie sich vorgenommen haben.  Das geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch dazu, also diese Form von Flexibilisierung. Ich glaube, dass da gro\u00dfe Optionen drinstecken. Ich glaube aber auch, dass wir sehr gut darin sein m\u00fcssen, dass dann auch wirklich gut p\u00e4dagogisch reflektierend zu begleiten. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Einarbeitung_in_das_Thema\"><\/span>Einarbeitung in das Thema<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Das klingt superspannend. Welche M\u00f6glichkeiten haben denn Lehrerinnen, sich in das Thema einzuarbeiten?<\/p>\n<p>LEA: Ich mag die Frage wirklich sehr gerne, weil das tats\u00e4chlich eine total Praxisnahe Frage ist und das in der Praxis immer wieder auftritt, genau diese Problematik: Also entweder dass man die Ressourcen nicht hat, weil man sie nicht bezahlen kann oder weil eben die eigenen Kompetenzen vielleicht auch nicht so weitgreifend sind, dass man eben alles gut bedienen kann. Das ist sehr unterschiedlich, aber direkt aus der Praxis herausgegriffen.<br \/>\nIch w\u00fcrde eine kleine Sache vorschieben wollen: Ich werde immer wieder gerne gefragt: Gibt es eine tolle inklusive App, die ich nennen k\u00f6nnte. Und da kann ich aus eigener Erfahrung immer nur sagen. Nein, also eine App kann nicht inklusiv sein. Es gibt keine inklusiven Apps. Das funktioniert nicht. Mein Unterricht kann inklusiv sein, ich kann eine Lernumgebung inklusiv gestalten, ich kann Inklusion leben oder meine Haltung ist inklusiv, aber eine App kann nicht inklusiv sein. Sie kann vielleicht nach festen Kriterien Barrierefrei sein, da gibt es ja vorgefertigte Kriterien f\u00fcr, dar\u00fcber k\u00f6nnte man sprechen, aber sie ist eben noch lange nicht inklusiv. Inklusion lebt von meiner Art und Weise zu unterrichten, von meiner Haltung, von dem Einsatz, den ich t\u00e4tige, um eben die Potenziale meiner Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu finden und sie hervorzukehren und sie darin zu unterst\u00fctzen, ihre Ziele zu erreichen. Und das kann ich schon mit kleinsten Mitteln auch im digitalen Bereich. Ich bin dazu in der Lage, mit relativ einfachen Dingen eine digital inklusive Lernumgebung zu gestalten. Ich w\u00fcrde gar nicht immer von der gro\u00dfen App oder von einer Riesen Lernsoftware als erstes ausgehen, wo man sich ewig einarbeiten muss und wo man einfach viel Zeit verliert, die vielleicht auch noch teuer ist am Ende, sondern ich w\u00fcrde mit kleinen Schritten vorangehen.<br \/>\nVielleicht ein Beispiel: Wenn ich eine Klasse habe, habe ich mit Sicherheit in fast jeder Klasse mittlerweile Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit sprachlichen Schwierigkeiten die  der deutschen Sprache nicht gut genug Folgen k\u00f6nnen , die vielleicht ja bestimmte  W\u00f6rter aus dem bildungssprachlichen Kontext noch nicht gut genug verstehen die vielleicht auch Schwierigkeiten mit der Satzstellung haben  oder einfach eine andere Muttersprache sprechen und mit der deutschen Sprache noch nicht weit genug gekommen sind, dass sie alle Inhalte gut verstehen k\u00f6nnen also sehr unterschiedlich, sei es Mehrsprachigkeit oder \u00fcberhaupt eine sprachliche Beeintr\u00e4chtigung in irgendeiner Form k\u00f6nnte eine Barriere sein. Theoretisch also auch praktisch eigentlich in fast jeder Klasse.<br \/>\nUnd da k\u00f6nnte ich in so einer digitalinklusiven Lernumgebung Vorkehrungen treffen. Ich k\u00f6nnte z.B. f\u00fcr mich entscheiden, immer wenn ich irgendwo eine Aufgabenstellung habe, sei es bei einer Stationsarbeit auf einem Aufgabenblatt, sei es vielleicht auch in einer digitalen Lernplattform, wo ich schriftliche Aufgabenstellung anbiete, kann ich ja auch immer gucken, dass ich zu dieser schriftlichen Aufgabenstellung auch eine auditive Aufgabenstellung zur Verf\u00fcgung stelle.<br \/>\nDas kann ich auf der einen Seite tun, indem ich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dazu bef\u00e4hige, Bedienungshilfen einzusetzen ist eine Variante ist nicht immer ganz einfach sage ich mal. Also gerade f\u00fcr j\u00fcngere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht unbedingt einfach im Zugang, ist aber eine Variante. Ich k\u00f6nnte aber auch gerade bei j\u00fcngeren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern dazu \u00fcbergehen, z.B. sprechende QR-Codes zu nutzen. Oder ich nutze zus\u00e4tzlich eingesprochene Aufgabenstellung im Book Creator oder in einem \u00e4hnlichen eBook Format, wo man neben Text eben auch noch Audio anbieten kann zus\u00e4tzlich und so haben die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler n\u00e4mlich die Option entweder den Text zu lesen oder sich den vorlesen zu lassen oder vielleicht auch noch mal in eine andere Sprache \u00fcbersetzen zu lassen und schon habe ich eben den Zugang geschaffen zu einer Aufgabenstellung , die vielleicht vorher keinen Zugang hatte.<br \/>\nUnd das ist schon so ein Beispiel, das ist ein kleines Beispiel daf\u00fcr muss ich jetzt entweder mich mit so einem E-Book auseinandersetzen, die sehr niederschwellig sind. Ich kann immer nur sagen, ich habe damit schon im Kindergarten gearbeitet. Es geht, das schafft man das ist keine Riesen-Herausforderung, damit anzufangen. Oder ich besch\u00e4ftige mich mit sprechenden QR-Codes, beispielsweise von kidsblock gibt es da eine tolle Variante. Das ist jetzt nur ein Beispiel. Das kann ich nat\u00fcrlich auch mit ganz vielen weiteren Dingen tun. Das hei\u00dft ich gucke an welchen Stellen k\u00f6nnten auf der einen Seite Barrieren da sein oder an welchen Stellen habe ich die M\u00f6glichkeit, verschiedene Zug\u00e4nge zu einem Lerngegenstand herzustellen. Es ist immer gut, nicht so festgefahren nur eine Sache anzubieten sondern eben m\u00f6glichst den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die Option zu geben vielleicht zus\u00e4tzlich ein Video anzuschauen oder sich das als Audio abzuspielen in anderen Sprachen vielleicht Zug\u00e4nge zu schaffen, bestimmte Fachbegriffe deutlich zu machen, Lernstrategien sichtbar zu machen und so weiter. Abl\u00e4ufe, Zeiten vielleicht zu visualisieren wenn das notwendig ist oder  \u00fcber T\u00f6ne auch h\u00f6rbar zu machen, auch das noch eine Variante, verschiedene Zug\u00e4nge zu schaffen zu den Lerngegenst\u00e4nden. Und das kann ich auch mit sehr wenigen Mitteln.<br \/>\nNat\u00fcrlich brauche ich irgendwas Digitales im Klassenraum. Ich glaube, da sind wir uns einig. Also irgendwie Ger\u00e4te m\u00fcssen am besten nat\u00fcrlich schon vorhanden sein. Ich habe auch schon mit sch\u00fclereigenen Ger\u00e4ten gearbeitet, aber bin da tats\u00e4chlich kein Freund von, weil ich der Meinung bin wir machen hier Bildung in Deutschland und eigentlich sind wir da gar nicht so schlecht drin. Aber Bildung hei\u00dft auch Teilhabe. Und Teilhabe hei\u00dft Bildungsgerechtigkeit. Und das bedeutet am Ende auch dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einen Zugang zu Endger\u00e4ten haben m\u00fcssen. Deswegen finde ich es einfach schwierig zu sagen: Ja, bringt mal alle eure eigenen Endger\u00e4te mit und dann hat man da sechs Kinder sitzen, die haben halt keins. So und da muss es eine L\u00f6sung f\u00fcr geben aus meiner Perspektive. Aber dennoch also ich brauche das eine oder andere Endger\u00e4t und kann damit schon eine ganze Menge erreichen. <\/p>\n<p>Domingos: ja cool vielen Dank f\u00fcr die Tipps. Wo k\u00f6nnen sich denn interessierte Menschen weiter informieren wenn sie sich in das Thema einarbeiten wollen <\/p>\n<p>Lea: ja da gibt&#8217;s verschiedene M\u00f6glichkeiten. Ich habe eine Webseite, da kann man nat\u00fcrlich gerne mal rauf gucken, da sind ein paar Tipps dabei bei leaschulz.com. Da findet man auch viele Links zu anderen tollen Webseiten, zu tollen Menschen, die da super gute Ideen haben. Und eine zweite Variante ist das Buch &#8222;Diklusive Lernwelten&#8220;, da haben wir ein Buch herausgegeben, da haben Lehrkr\u00e4fte, Sch\u00fclerinnen, Professorinnen, Wissenschaftlerinnen und verschiedene PraktikerInnen ihre Ideen zum digitalinklusiven Lernen zusammengetragen. Und ich finde, das ist eine unglaubliche Bereicherung, diese Ideen Landschaft die sich da auftut die in Deutschland schon vorhanden ist und die wir da \u00fcber dieses Buch sichtbar gemacht haben. Das kann ich nur empfehlen, da reinzulesen. Es ist tats\u00e4chlich auch keine Werbung denn wir haben uns zur Aufgabe gemacht damals dieses Buch auf jeden Fall kostenfrei zur Verf\u00fcgung zu stellen. Das hei\u00dft, man kann es sich herunterladen auf der Webseite. Also wir verdienen damit kein Geld, will ich damit sagen, sondern das war uns wichtig: Das ist tats\u00e4chlich aus dem Social Media Bereich entstanden, dass wir uns da einfach zusammengetan haben und gesagt haben: Wir wollen da gemeinsam etwas erreichen. Und da ist unter anderem eben dieses Buch draus entstanden. <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Leas_Kanaele\"><\/span>Leas Kan\u00e4le<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Domingos: Das Buch habe ich auch gelesen, kann ich auf jeden Fall auch weiterempfehlen. Du selbst bist ja auch eine gute Quelle f\u00fcr Informationen. Wo kann man dir denn auf Social Media folgen?<\/p>\n<p>Lea: Noch auf X, ich bin auch bei LinkedIn zu finden, da poste ich im Moment relativ viel, weil ich mit dem ehemaligen Twitter Moment nicht so ganz einverstanden bin. Genau also bei LinkedIn findet man im Moment eine ganze Menge, aber auch bei Instagram und Facebook findet man mich aktuell. Und ansonsten versuche ich auch immer m\u00f6glichst die aktuellen Dinge auch auf der Webseite festzuhalten. Ich habe noch eine zweite etwas verstecktere Webseite f\u00fcr diejenigen, die gerne so noch ein bisschen mehr in die Praxis eintauchen wollen, habe ich noch eine unter Webseite, die nennt sich praxis.leaschulz.com. Da ver\u00f6ffentlichen wir im Moment immer die Produkte die wir mit unseren beiden Kooperationsschulen hier gemeinsam erstellen rund um das digital-inklusive Lernen. Und da kann man sich ganz viele tolle kreative Dinge angucken, die unsere Studierenden da auch mitentwickelt haben mit den Lehrkr\u00e4ften vor Ort, an unseren Kooperationsschulen.<\/p>\n<p>Domingos, vielen Dank f\u00fcr die Ganzen Infos. Dann w\u00fcnschen wir dir viel Erfolg bei deinen weiteren Projekten. <\/p>\n<p>Lea: Vielen Dank.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/leaschulz.com\/\">Website von Lea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\">Inclusion in digital teaching<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist das Transkript zum oben eingebetteten Podcast. Alle Tippfehler und Ungenauigkeiten liegen in meiner Verantwortung. 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