{"id":9852,"date":"2025-02-08T16:16:58","date_gmt":"2025-02-08T14:16:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?page_id=9852"},"modified":"2025-03-17T10:35:01","modified_gmt":"2025-03-17T08:35:01","slug":"wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/barrierefreies-internet\/formen-von-einschraenkungen\/wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden\/","title":{"rendered":"F\u00fcr die Vulnerablen gestalten hei\u00dft f\u00fcr alle gestalten"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/290-gestalten-mit-den-vulnerabelsten-zielgruppen-und-wir-alle-profitieren\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><\/p>\n<p>In der Produkt- und Softwareentwicklung gibt es eine weit verbreitete Annahme: Wenn wir eine Benutzeroberfl\u00e4che f\u00fcr den \u201eDurchschnittsnutzer\u201c gestalten, wird sie f\u00fcr die meisten Menschen funktionieren. Doch dieses Denken ist ein fundamentaler Fehler. Der Durchschnittsmensch existiert nicht. In diesem Beitrag m\u00f6chte ich diesen Gedanken begr\u00fcnden und zeigen, warum wir f\u00fcr und mit die vulnerabelsten gestalten sollten. Ein besserer Begriff ist mir f\u00fcr diese Gruppen nicht eingefallen.<\/p>\n<p>Ein Paradox wird selten klar ausgesprochen: In der Regel sind diejenigen, die Software enwickeln und diejenigen, die sie beauftragen und betreuen nicht diejenigen, die sie am Ende benutzen. Ich k\u00f6nnte zum Beispiel der Product Owner von der Banken-App X sein, bin aber privat Kunde von Bank Y. Das hei\u00dft, ich sehe die App X vielleicht t\u00e4glich, muss sie aber nicht regelm\u00e4\u00dfig nutzen. Ebenso wenig, wie die Personen, die die App entwickeln. Und das trifft auf fast alle Produkte zu. Gleichzeitig gilt: Wenn f\u00fcr eine Durchschnittsperson gestaltet wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine vulnerable Person Probleme haben wird. Wenn f\u00fcr eine vulnerable Person gestaltet wird ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Durchschnittsperson damit gut zurecht kommt.<\/p>\n<p>Das erkl\u00e4rt auch, warum Anwendungen oberfl\u00e4chlich oft schick aussehen, aber furchtbar schlecht in der Nutzungs-Erfahrung sind. Es gibt Fehler, die offenbar nur offensichtlich sind, wenn man die Apps tats\u00e4chlich auch nutzen muss. Der Kunde sieht vor allem die Oberfl\u00e4che, daher k\u00fcmmert sich der Dienstleister darum, dass die Anwendung oberfl\u00e4chlich gut aussieht.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_85 ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/barrierefreies-internet\/formen-von-einschraenkungen\/wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden\/#Falsches_Design_Unbequem_und_manchmal_toedlich\" >Falsches Design: Unbequem und manchmal t\u00f6dlich<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/barrierefreies-internet\/formen-von-einschraenkungen\/wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden\/#Digitale_Benutzeroberflaeche_Eine_fuer_keinen\" >Digitale Benutzeroberfl\u00e4che: Eine f\u00fcr keinen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/barrierefreies-internet\/formen-von-einschraenkungen\/wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden\/#Design-Prinzipien_fuer_alle\" >Design-Prinzipien f\u00fcr alle<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/barrierefreies-internet\/formen-von-einschraenkungen\/wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden\/#Fazit\" >Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Falsches_Design_Unbequem_und_manchmal_toedlich\"><\/span>Falsches Design: Unbequem und manchmal t\u00f6dlich<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Ein bekanntes Beispiel daf\u00fcr stammt aus der Luftfahrt: In den 1940er Jahren stellte die US Air Force fest, dass viele Piloten Probleme hatten, die damals standardisierten Cockpits zu bedienen. Man hatte die Sitze, Hebel und Instrumente auf Basis der durchschnittlichen K\u00f6rperma\u00dfe von Piloten entwickelt. Doch als Forscher die K\u00f6rperdaten von tausenden Piloten analysierten, kam eine \u00fcberraschende Erkenntnis: Kein einziger Pilot entsprach in allen Ma\u00dfen dem Durchschnitt. Das Ergebnis? Die Cockpits mussten anpassbar gestaltet werden \u2013 und erst dadurch wurden sie wirklich nutzbar f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>In vielen Autos wurde die Anordnung der Bedienelemente (wie das Lenkrad, die Pedale, der Sitz) so gestaltet, dass sie f\u00fcr die \u201edurchschnittliche\u201c K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und Arm-\/Beinl\u00e4nge eines Erwachsenen geeignet waren. Dies f\u00fchrte dazu, dass kleinere oder gr\u00f6\u00dfere Menschen Schwierigkeiten hatten, die richtigen Kontrollen zu erreichen oder sich in ihrem Fahrzeug bequem zu positionieren. Ein Beispiel daf\u00fcr ist, dass kleinere Fahrer Schwierigkeiten haben, die Pedale zu erreichen, w\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfere Fahrer den Sitz nicht weit genug zur\u00fcckschieben k\u00f6nnen, um bequem zu fahren. Besonders Frauen haben damit zu k\u00e4mpfen, da Autos nicht auf ihren K\u00f6rperbau ausgerichtet sind. Die Folgen hat u.a. Caroline Criado-Perez  in ihrem Buch Unsichtbare Frauen dargestellt. <\/p>\n<p>Viele der ersten Bankautomaten und Selbstbedienungsterminals wurden f\u00fcr einen \u201edurchschnittlichen\u201c Nutzer entworfen, der mit den Interaktionsmethoden vertraut war. Sie gingen davon aus, dass alle Nutzer eine gute Hand-Auge-Koordination haben und in der Lage sind, schnell und effizient mit den Maschinen zu interagieren. \u00c4ltere Menschen oder solche mit motorischen oder kognitiven Einschr\u00e4nkungen hatten jedoch Schwierigkeiten, mit diesen Maschinen zu interagieren, insbesondere wenn sie kleine Tasten oder unklare Symbole verwendeten.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit digitalen Benutzeroberfl\u00e4chen. Menschen haben unterschiedliche F\u00e4higkeiten, Erfahrungen und Bed\u00fcrfnisse. Eine \u00e4ltere Person mit nachlassendem Sehverm\u00f6gen nutzt eine App anders als ein junger, technikaffiner Nutzer. Eine Person mit motorischen Einschr\u00e4nkungen hat andere Anforderungen als jemand, der eine Maus und Tastatur problemlos bedienen kann. Selbst kulturelle Unterschiede spielen eine Rolle \u2013 Farben, Symbole und Layouts werden je nach Region unterschiedlich wahrgenommen.  <\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Digitale_Benutzeroberflaeche_Eine_fuer_keinen\"><\/span>Digitale Benutzeroberfl\u00e4che: Eine f\u00fcr keinen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Hier sind einige konkrete Probleme, die entstehen, wenn wir digitale Benutzeroberfl\u00e4chen f\u00fcr einen \u201eDurchschnittsmenschen\u201c gestalten:<\/p>\n<p>1. Zug\u00e4nglichkeitsprobleme<\/p>\n<ul>\n<li>Schriftgr\u00f6\u00dfen und Kontraste: Viele Designs verwenden kleine Schriftgr\u00f6\u00dfen und niedrige Kontrastverh\u00e4ltnisse, die f\u00fcr Menschen mit Sehschw\u00e4chen oder Farbenblindheit schwer zu lesen sind. Ein typisches Beispiel ist hellgrauer Text auf wei\u00dfem Hintergrund, der f\u00fcr viele \u00e4ltere Nutzer oder Menschen mit Sehbehinderungen unlesbar ist.<\/li>\n<li>Touch-Targets: Kleine Buttons und enge Abst\u00e4nde sind f\u00fcr Menschen mit motorischen Einschr\u00e4nkungen oder gr\u00f6\u00dferen Fingern schwer zu bedienen. Eine zu kleine Touch-Fl\u00e4che f\u00fchrt oft zu Fehlklicks und Frustration.<\/li>\n<\/ul>\n<p>2. Kognitive \u00dcberlastung<\/p>\n<ul>\n<li>Komplexe Navigation: Ein Durchschnittsnutzer mag eine verschachtelte Men\u00fcstruktur intuitiv finden, doch f\u00fcr \u00e4ltere Menschen oder weniger technikaffine Nutzer f\u00fchrt dies oft zu Verwirrung und Orientierungslosigkeit. Beispiele sind Men\u00fcs mit unklaren Begriffen oder versteckten Funktionen.<\/li>\n<li>Informationsdichte: Zu viele Informationen auf einmal k\u00f6nnen Nutzer \u00fcberfordern. W\u00e4hrend einige Nutzer mit vielen Details umgehen k\u00f6nnen, w\u00fcnschen sich andere eine minimalistische Darstellung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>3. Technologische Barrieren<\/p>\n<ul>\n<li>Internetverbindung und Ger\u00e4teleistung: Anwendungen, die f\u00fcr leistungsstarke Ger\u00e4te und schnelle Internetverbindungen optimiert sind, funktionieren schlecht auf \u00e4lteren Ger\u00e4ten oder in Regionen mit schlechter Netzabdeckung. Ein Beispiel sind datenintensive Webseiten, die langsam laden oder abst\u00fcrzen.<\/li>\n<li>Kompatibilit\u00e4t: Neue Features oder Animationen, die auf modernen Ger\u00e4ten toll aussehen, k\u00f6nnen auf \u00e4lteren Ger\u00e4ten zu Darstellungsproblemen f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Emotionale Distanz<\/p>\n<ul>\n<li>Fehlende Personalisierung: Wenn Nutzer sich in einer Anwendung nicht wiederfinden, f\u00fchlen sie sich weniger angesprochen. Ein Design, das nur auf Durchschnittswerte abzielt, schafft keine emotionale Bindung, weil es nicht auf individuelle Bed\u00fcrfnisse eingeht.<\/li>\n<li>Frustration und Abwanderung: Wenn Nutzer wiederholt auf Barrieren sto\u00dfen, steigen Frustration und die Wahrscheinlichkeit, dass sie zur Konkurrenz wechseln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kosten werden extanlisiert<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr schlechtes Design werden vergesellschahftet oder gar auf das Individuum abgeschoben. Personen im Rollator oder Rollstuhl k\u00f6nnen nicht flexibel reisen, weil Autos, Busse und Bahnen nicht barrierefrei sind. \u00c4ltere Menschen gehen an den Schalter, weil sie das Onlinebanking nicht hinbekommen. Personen kaufen Produkte nicht, weil sie sie nicht nutzen k\u00f6nnen. Wir alle zahlen das Mehrfache von dem, was gutes Design uns gekostet h\u00e4tte.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Design-Prinzipien_fuer_alle\"><\/span>Design-Prinzipien f\u00fcr alle<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Bei der Gestaltung von Benutzeroberfl\u00e4chen und Produkten f\u00fcr vulnerable Gruppen (z. B. \u00e4ltere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit geringeren digitalen Kompetenzen) ist es wichtig, Designprinzipien zu ber\u00fccksichtigen, die speziell auf ihre Bed\u00fcrfnisse und Einschr\u00e4nkungen abgestimmt sind. Diese Prinzipien zielen darauf ab, die Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und Zug\u00e4nglichkeit zu maximieren. Ein Prinzip, das hierbei besonders wichtig ist, ist die Anpassbarkeit. Aber es gibt auch weitere relevante Prinzipien, die dir helfen k\u00f6nnen, inklusive Designs zu schaffen:<\/p>\n<p> 1. Anpassbarkeit (Flexibilit\u00e4t)<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Benutzeroberfl\u00e4chen sollten so gestaltet sein, dass sie an die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse und F\u00e4higkeiten der Nutzer angepasst werden k\u00f6nnen. Dies kann die M\u00f6glichkeit beinhalten, Textgr\u00f6\u00dfen zu \u00e4ndern, Kontraste anzupassen oder unterschiedliche Darstellungen von Inhalten anzubieten.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Nutzer (z. B. Menschen mit Sehbehinderungen oder kognitiven Einschr\u00e4nkungen) k\u00f6nnen von der Flexibilit\u00e4t profitieren, ihre Benutzeroberfl\u00e4che nach ihren individuellen Bed\u00fcrfnissen zu gestalten. Anpassbare Layouts oder Schriftgr\u00f6\u00dfen k\u00f6nnen helfen, die Nutzung zu erleichtern.<\/li>\n<\/ul>\n<p> 2. Kognitive Vereinfachung<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Komplexe Informationen sollten auf einfache und klare Weise pr\u00e4sentiert werden. Verwende einfache Sprache, klare Anweisungen und visuelle Hinweise, um die Navigation und das Verst\u00e4ndnis zu erleichtern.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Menschen mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen oder geringeren digitalen Kompetenzen k\u00f6nnten Schwierigkeiten haben, komplexe Informationen zu verstehen. Eine vereinfachte und intuitive Gestaltung sorgt daf\u00fcr, dass die Benutzeroberfl\u00e4che f\u00fcr alle Nutzer zug\u00e4nglich bleibt.<\/li>\n<\/ul>\n<p> 3. Visuelle Hierarchie<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Inhalte sollten so angeordnet sein, dass wichtige Informationen zuerst sichtbar sind. Verwende Kontraste, Gr\u00f6\u00dfenunterschiede und visuelle Trennung, um die Priorit\u00e4ten der Informationen klar zu machen.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Eine klare visuelle Hierarchie hilft Nutzern, sich schnell zu orientieren und die wichtigsten Elemente der Benutzeroberfl\u00e4che leichter zu finden. Dies ist besonders wichtig f\u00fcr Menschen mit Sehbeeintr\u00e4chtigungen oder solchen, die Schwierigkeiten beim schnellen Erkennen von Informationen haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p> 4. Fehlertoleranz (Fehlervermeidung und einfache Fehlerkorrektur)<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Achte darauf, dass Nutzer Fehler m\u00f6glichst vermeiden k\u00f6nnen und wenn Fehler auftreten, sollte es einfach sein, sie zu korrigieren. Fehleingaben sollten klar und freundlich erkl\u00e4rt werden, ohne den Nutzer zu verunsichern.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Gruppen k\u00f6nnten mehr Schwierigkeiten haben, Eingabefehler zu erkennen oder zu korrigieren, besonders wenn sie eine eingeschr\u00e4nkte Aufmerksamkeit oder geringe Erfahrung mit digitalen Interfaces haben. Eine Fehlertolerante Gestaltung, die klare Hinweise zur Korrektur bietet, reduziert die Frustration und den Stress.<\/li>\n<\/ul>\n<p>4. Konsistenz und Vorhersehbarkeit<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Benutzeroberfl\u00e4chen sollten so gestaltet werden, dass sie in ihrer Struktur und Interaktion konsistent sind. Die gleichen Aktionen sollten die gleichen Ergebnisse liefern, und \u00e4hnliche Elemente sollten auf \u00e4hnliche Weise funktionieren.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Konsistenz ist f\u00fcr alle Nutzer, insbesondere f\u00fcr vulnerable Gruppen, wichtig, da sie ein Gef\u00fchl von Vertrautheit und Kontrolle vermittelt. Unvorhersehbare oder inkonsistente Designs k\u00f6nnen Verwirrung stiften und die Nutzung erschweren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>5. Multisensorische Ansprache (Audio, visuell und taktil)<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Interfaces sollten nicht nur auf visuelle Reize setzen, sondern auch akustische Hinweise und ggf. haptisches Feedback bieten. Dies hilft insbesondere Nutzern mit Einschr\u00e4nkungen in einem Sinne (z. B. Sehbehinderte) oder in mehreren Sinnen.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Menschen mit unterschiedlichen Beeintr\u00e4chtigungen, etwa Sehbehinderungen, k\u00f6nnen von Audiohinweisen oder taktilem Feedback profitieren, um Informationen zu erhalten und Aufgaben zu erledigen. Auch Nutzer mit eingeschr\u00e4nkter motorischer F\u00e4higkeit k\u00f6nnen von einfacheren Interaktionsmethoden profitieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>6. Vermeidung von \u00dcberforderung (Kognitiver Load)<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Die Anzahl der Informationen, die gleichzeitig pr\u00e4sentiert werden, sollte begrenzt werden. Lange, komplexe Texte sollten vermieden oder in kleinere, verst\u00e4ndliche Abschnitte unterteilt werden.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: \u00dcberforderung durch zu viele Informationen oder zu komplexe Aufgaben kann vor allem f\u00fcr Menschen mit kognitiven Einschr\u00e4nkungen oder \u00e4lteren Nutzern eine H\u00fcrde darstellen. Eine \u00fcbersichtliche und schrittweise F\u00fchrung durch Inhalte erleichtert die Nutzung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>7. Eingabe- und Interaktionsalternativen<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Biete verschiedene Eingabe- und Interaktionsmethoden an, um den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen der Nutzer gerecht zu werden. Beispielsweise sollten Sprachsteuerung, Tastatur- oder Mausbedienung sowie Touchscreen-Interaktionen unterst\u00fctzt werden.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Menschen mit motorischen Beeintr\u00e4chtigungen oder anderen Einschr\u00e4nkungen ben\u00f6tigen oft alternative Eingabemethoden. Wenn eine Benutzeroberfl\u00e4che nur auf eine Eingabemethode angewiesen ist, k\u00f6nnen viele Nutzer ausgeschlossen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>8. Visuelle Barrierefreiheit (Hoher Kontrast und Anpassung der Farben)<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Verwende ausreichende Kontraste zwischen Text und Hintergrund sowie klare, gut unterscheidbare Farben, die auch f\u00fcr Menschen mit Farbsehschw\u00e4chen erkennbar sind.<\/li>\n<li>Warum es wichtig ist: Menschen mit Sehbehinderungen (z. B. Farbenblindheit oder verminderte Sehsch\u00e4rfe) k\u00f6nnen Schwierigkeiten haben, Inhalte zu erkennen, wenn die visuelle Gestaltung keine ausreichende Kontrastst\u00e4rke bietet. Durch hohe Kontraste und die Vermeidung von Farbabh\u00e4ngigkeit wird die Zug\u00e4nglichkeit erh\u00f6ht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>9. Zug\u00e4ngliche Navigation<\/p>\n<ul>\n<li>Was es bedeutet: Die Navigation sollte intuitiv, klar und leicht zug\u00e4nglich sein. Nutze standardisierte Navigationselemente und stelle sicher, dass Nutzer alle Teile der Seite oder Anwendung einfach erreichen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li> Warum es wichtig ist: F\u00fcr Menschen mit motorischen Einschr\u00e4nkungen oder kognitiven Schwierigkeiten kann die Navigation eine gro\u00dfe Herausforderung darstellen. Durch klare, gut platzierte und einfach zu bedienende Navigationsstrukturen wird die Nutzung deutlich erleichtert.<\/li>\n<\/ul>\n<h2Warum UX-Tests mit vulnerablen Personen<\/h2>\n<p>Viele Unternehmen f\u00fchren UX-Tests mit einer angenommenen \u201eDurchschnittsperson\u201c durch \u2013 also jemandem mit typischen technischen F\u00e4higkeiten, guter Sehf\u00e4higkeit und durchschnittlicher Erfahrung mit digitalen Interfaces. Das Problem: Dieser Durchschnittsmensch existiert nicht, und Tests mit ihm \u00fcbersehen oft entscheidende Schwachstellen im Design.<\/p>\n<p>Stattdessen ist es sinnvoller, UX-Tests mit den vulnerabelsten Nutzergruppen durchzuf\u00fchren. Warum? Weil wenn ein Design f\u00fcr Menschen mit besonderen Herausforderungen funktioniert, es f\u00fcr alle funktioniert.  <\/p>\n<p>1. Mehr H\u00fcrden werden sichtbar<\/p>\n<p>Durchschnittsnutzer kommen oft mit schlechten UX-Entscheidungen klar, weil sie sich anpassen oder alternative Wege finden. Doch vulnerablere Nutzer zeigen uns, wo echte Barrieren existieren. Beispiele:  <\/p>\n<ul>\n<li>Blinde oder sehbehinderte Nutzer decken Probleme mit Screenreader-Kompatibilit\u00e4t auf.  <\/li>\n<li>Menschen mit motorischen Einschr\u00e4nkungen zeigen, ob Buttons zu klein oder schwer erreichbar sind.  <\/li>\n<li>Kognitiv beeintr\u00e4chtigte Nutzer helfen dabei, unn\u00f6tig komplexe Prozesse zu identifizieren.  <\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn UX-Tests nur mit technikaffinen, gesunden Menschen durchgef\u00fchrt werden, bleiben diese Probleme oft unentdeckt.<\/p>\n<pUsability-Probleme, die f\u00fcr wenige eine H\u00fcrde sind, betreffen letztlich viele<\/p>\n<ul>\n<li>Situative Barrieren: Jemand mit einer tempor\u00e4ren Einschr\u00e4nkung (z. B. gebrochener Arm, starke Ablenkung) hat \u00e4hnliche Probleme wie jemand mit einer dauerhaften Behinderung.  <\/li>\n<li>Altersbedingte Einschr\u00e4nkungen: J\u00fcngere Tester k\u00f6nnen sich an schlechte UX anpassen, doch \u00e4ltere Nutzer k\u00e4mpfen oft mit kleinen Schriftgr\u00f6\u00dfen, schlechter Navigation oder unklaren Symbolen.  <\/li>\n<li>Sprachbarrieren und Kulturunterschiede: Nutzer mit anderen Muttersprachen zeigen, ob eine Anwendung verst\u00e4ndlich genug ist.  <\/li>\n<\/ul>\n<p>UX-Tests mit vulnerablen Nutzern helfen also, H\u00fcrden zu entdecken, die irgendwann fast alle Nutzer betreffen.<\/p>\n<p>3. Designs f\u00fcr extreme Bed\u00fcrfnisse verbessern das Gesamterlebnis<\/p>\n<ul>\n<li>Gro\u00dfe, klickbare Buttons helfen nicht nur motorisch eingeschr\u00e4nkten Personen, sondern auch Menschen, die ein Interface auf einem kleinen Touchscreen nutzen.  <\/li>\n<li>Klare, kontrastreiche Schrift hilft nicht nur Menschen mit Sehschw\u00e4che, sondern auch allen, die ihr Handy in der Sonne benutzen.  <\/li>\n<li>Einfache, intuitive Navigation hilft nicht nur \u00e4lteren Menschen, sondern spart jedem Nutzer Zeit.  <\/li>\n<\/ul>\n<p>Statt ein Design f\u00fcr einen schwer definierbaren Durchschnitt anzupassen, sollten wir von Anfang an sicherstellen, dass extreme F\u00e4lle abgedeckt sind \u2013 denn sie kommen viel h\u00e4ufiger vor, als wir denken.<\/p>\n<p>4. Vermeidung von Sp\u00e4tkorrekturen und hohen Kosten<\/p>\n<p>Wenn erst nach dem Launch festgestellt wird, dass eine Anwendung schwer nutzbar ist, sind nachtr\u00e4gliche Anpassungen teuer und zeitaufwendig. UX-Tests mit vulnerablen Nutzern identifizieren Probleme fr\u00fchzeitig, sodass sie im Entwicklungsprozess behoben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Ux-Tests mit vulnerablen Gruppen durchf\u00fchren<\/h2>\n<p>Ich bin kein UX-Experte, aber ich vermute, dass an der UX-Forschung mit vulnerablen Gruppen noch mehr geforscht werden muss bzw. dass hier mehr Erfahrung gesammelt werden muss. UX-Tests werden bevorzugt mit jungen fitten Menschen durchgef\u00fchrt, weil sie das best\u00e4tigen, was man angenommen hat, so mein Eindruck. Es fehlt den Forscherinnen also an Erfahrung im Umgang mit vulnerablen Personen. Daher ist das Folgende vor allem Vorschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>1. Verst\u00e4ndnis der Zielgruppe<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Verschiedene Gruppen von vulnerablen Personen (z. B. \u00e4ltere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit kognitiven Einschr\u00e4nkungen oder Menschen mit geringen digitalen Kompetenzen) haben unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse und Herausforderungen.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Nimm dir Zeit, um die spezifischen Bed\u00fcrfnisse, F\u00e4higkeiten und Einschr\u00e4nkungen der Gruppe, mit der du arbeitest, zu verstehen. Recherchiere oder arbeite eng mit Experten aus den Bereichen der Barrierefreiheit oder inklusiven Gestaltung zusammen, um besser zu verstehen, welche Faktoren f\u00fcr diese Gruppe besonders relevant sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>2. Ethische \u00dcberlegungen und Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Nutzer k\u00f6nnen in einer Testumgebung leichter ausgenutzt oder in ihrer Entscheidungsfreiheit beeinflusst werden, insbesondere wenn sie m\u00f6glicherweise Schwierigkeiten haben, ihre Zustimmung zu geben oder den Testprozess vollst\u00e4ndig zu verstehen.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Stelle sicher, dass alle Teilnehmer eine informierte Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung unterschreiben, die sie \u00fcber den Zweck des Tests, die Art der gesammelten Daten und ihre Rechte informiert. Achte darauf, dass sie sich der M\u00f6glichkeit bewusst sind, jederzeit den Test abzubrechen, wenn sie sich unwohl f\u00fchlen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>3. Zugang und Komfort<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Nutzergruppen haben m\u00f6glicherweise zus\u00e4tzliche Anforderungen an den physischen oder emotionalen Komfort, um sich in einer Testumgebung sicher zu f\u00fchlen.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Achte darauf, dass der Raum barrierefrei ist, z. B. mit bequemem Zugang f\u00fcr Rollstuhlfahrer, ausreichender Beleuchtung f\u00fcr sehbeeintr\u00e4chtigte Personen oder ruhiger Umgebung f\u00fcr Personen, die leicht abgelenkt werden. Sorge f\u00fcr eine freundliche Atmosph\u00e4re, in der sich alle Teilnehmer wohl und sicher f\u00fchlen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>4. Klarheit der Aufgaben und Anweisungen<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Menschen aus vulnerablen Gruppen haben oft Schwierigkeiten, komplexe Anweisungen zu verstehen, insbesondere wenn sie kognitive oder sprachliche Herausforderungen haben.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Stelle sicher, dass alle Aufgaben klar und einfach formuliert sind. Vermeide Fachbegriffe und komplizierte Sprache. Wenn n\u00f6tig, stelle visuelle Hilfsmittel oder vereinfachte Anweisungen bereit, um den Test zu erleichtern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>5. Langsame Einf\u00fchrung und Unterst\u00fctzung<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Besonders bei Teilnehmern, die nicht mit der Technologie vertraut sind, kann es hilfreich sein, eine langsame Einf\u00fchrung zu geben, damit sie sich mit der Benutzeroberfl\u00e4che oder den Funktionen vertraut machen.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Beginne mit einfachen Aufgaben und steigere den Schwierigkeitsgrad schrittweise. Gib den Teilnehmern gen\u00fcgend Zeit, um sich mit der Oberfl\u00e4che oder dem Tool vertraut zu machen, ohne sie unter Zeitdruck zu setzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>6. Einf\u00fchlsame Kommunikation und Geduld<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Teilnehmer k\u00f6nnten nerv\u00f6s oder besorgt sein, besonders wenn sie sich nicht sicher f\u00fchlen, was von ihnen erwartet wird.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Sei besonders geduldig und h\u00f6r aufmerksam zu. Gib den Teilnehmern Raum, ihre Gedanken zu \u00e4u\u00dfern, und sei bereit, Unterst\u00fctzung zu leisten, wenn sie Schwierigkeiten haben, Aufgaben zu verstehen oder auszuf\u00fchren. Vermeide es, den Teilnehmer unter Druck zu setzen. Es ist wichtig, die Erfahrungen der Teilnehmer ernst zu nehmen und nicht ihre Fehler zu korrigieren oder abzuwerten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>7. Feedback in einer sicheren Umgebung einholen<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Nutzer k\u00f6nnten sich unwohl f\u00fchlen, wenn sie ihre Meinung oder Bedenken \u00e4u\u00dfern sollen, besonders wenn sie das Gef\u00fchl haben, dass ihre Ansichten weniger wert sind.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Schaffe eine offene, vertrauensvolle Atmosph\u00e4re, in der die Teilnehmer sich sicher f\u00fchlen, ehrliches Feedback zu geben. Betone, dass ihr Feedback sehr wertvoll ist, und dass es keine \u201erichtigen\u201c oder \u201efalschen\u201c Antworten gibt. Nutze verschiedene Methoden, um Feedback zu sammeln \u2013 z. B. m\u00fcndlich, schriftlich oder visuell (z. B. durch Skizzen oder Symbole).<\/li>\n<\/ul>\n<p>8. Ber\u00fccksichtigung von Datenschutz und Anonymit\u00e4t<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Vulnerable Teilnehmer k\u00f6nnten besorgt sein, ihre pers\u00f6nlichen Informationen preiszugeben, oder sich unwohl f\u00fchlen, wenn sie wissen, dass ihre Daten in irgendeiner Weise verwendet werden.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Achte darauf, dass alle gesammelten Daten vertraulich behandelt werden und dass du klare Informationen dar\u00fcber gibst, wie die Daten verwendet werden. Stelle sicher, dass ihre Anonymit\u00e4t gewahrt bleibt und dass alle Daten sicher gespeichert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>9. Vermeidung von \u00dcberforderung und Stress<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Menschen aus vulnerablen Gruppen sind m\u00f6glicherweise leicht \u00fcberfordert oder gestresst, insbesondere wenn sie mit komplexen Aufgaben konfrontiert werden.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Vermeide es, den Test zu lange oder zu intensiv zu gestalten. Gib den Teilnehmern regelm\u00e4\u00dfige Pausen, wenn der Test l\u00e4nger dauert. Achte darauf, dass der Test nicht zu viele kognitive Anforderungen stellt, insbesondere wenn es sich um Nutzer mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen handelt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>10. Nachbereitungsbetreuung<\/p>\n<li>Warum es wichtig ist: Einige Teilnehmer k\u00f6nnten nach dem Test emotional oder mental belastet sein oder Fragen zu ihrem Erlebnis haben.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Biete eine Nachbesprechung an, bei der du den Teilnehmern die M\u00f6glichkeit gibst, Fragen zu stellen oder sich \u00fcber ihre Erfahrungen auszutauschen. Bedanke dich f\u00fcr ihre Teilnahme und zeige Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr ihre Zeit und ihr Engagement. Bei Bedarf kannst du auch zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung anbieten, wenn sie sich w\u00e4hrend des Tests unsicher oder gestresst f\u00fchlten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>11. Inklusive Gestaltung von Testszenarien<\/p>\n<ul>\n<li>Warum es wichtig ist: Die Testszenarien sollten auch die Realit\u00e4t und die Bed\u00fcrfnisse der vulnerablen Nutzer widerspiegeln, um relevante und realistische Ergebnisse zu erzielen.<\/li>\n<li>Was du tun kannst: Nutze realistische und relevante Szenarien, die den spezifischen Herausforderungen und Bed\u00fcrfnissen der Nutzer entsprechen. Bedenke, dass die tats\u00e4chlichen Nutzungskontexte (z. B. die Nutzung von Technologie in einer stressigen Umgebung) oft von denen im Testlabor abweichen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span>Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Wenn wir mit den Vulnerabelsten gestalten, ist die Wahrscheinlichkeit am Gr\u00f6\u00dften, dass das Design f\u00fcr alle funktioniert. Wenn wir f\u00fcr den angenommenen Durchschnitt gestalten, wird es f\u00fcr viele Leute schlecht oder gar nicht funktionieren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Produkt- und Softwareentwicklung gibt es eine weit verbreitete Annahme: Wenn wir eine Benutzeroberfl\u00e4che f\u00fcr den \u201eDurchschnittsnutzer\u201c gestalten, wird sie f\u00fcr die meisten Menschen&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/barrierefreies-internet\/formen-von-einschraenkungen\/wer-fuer-den-durchschnitts-menschen-gestaltet-gestaltet-fuer-niemanden\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">F\u00fcr die Vulnerablen gestalten hei\u00dft f\u00fcr alle gestalten<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":558,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-9852","page","type-page","status-publish","hentry","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9852"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9940,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9852\/revisions\/9940"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}