{"id":10369,"date":"2025-10-25T18:23:40","date_gmt":"2025-10-25T16:23:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?p=10369"},"modified":"2025-10-30T13:23:14","modified_gmt":"2025-10-30T11:23:14","slug":"qr-codes-barrierefrei-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/qr-codes-barrierefrei-gestalten\/","title":{"rendered":"QR-Codes barrierefrei gestalten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/qrcode.jpg\" alt=\"Bild eines funktionslosen QR-Codes\" width=\"1024\" height=\"1024\" class=\"alignleft size-full wp-image-10371\" srcset=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/qrcode.jpg 1024w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/qrcode-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/qrcode-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/qrcode-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/330-qr-codes-barrierefrei-gestalten\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><br \/>\nQR-Codes sind mittlerweile allgegenw\u00e4rtig \u2013 man findet sie auf gedruckten Materialien wie Briefen, Flyern oder Plakaten ebenso wie im digitalen Raum, etwa beim Einrichten einer Authenticator-App. Sie erleichtern die \u00dcbertragung komplexer Informationen, zum Beispiel von URLs, WLAN-Passw\u00f6rtern oder anderen Daten, die sich nur m\u00fchsam von Hand eingeben lassen. Das kann die Barrierefreiheit grunds\u00e4tzlich verbessern. F\u00fcr blinde oder sehbehinderte Menschen \u2013 aber auch f\u00fcr Personen mit motorischen Einschr\u00e4nkungen \u2013 ist das manuelle Eingeben solcher Informationen oft schwierig. QR-Codes k\u00f6nnen hier eine deutliche Erleichterung darstellen. Voraussetzung ist jedoch, dass sie selbst barrierefrei gestaltet sind. Im Folgenden soll es darum gehen, welche Barrieren dabei h\u00e4ufig auftreten und wie man sie vermeiden kann.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/qr-codes-barrierefrei-gestalten\/#Herausforderungen_bei_der_Barrierefreiheit\" >Herausforderungen bei der Barrierefreiheit<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/qr-codes-barrierefrei-gestalten\/#Loesungsansaetze\" >L\u00f6sungsans\u00e4tze<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/qr-codes-barrierefrei-gestalten\/#Fazit\" >Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Herausforderungen_bei_der_Barrierefreiheit\"><\/span>Herausforderungen bei der Barrierefreiheit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Ein zentrales Problem bei gedruckten QR-Codes, etwa auf Plakaten, ist ihre Positionierung. Wenn ein Code zu hoch angebracht ist, k\u00f6nnen Personen im Rollstuhl ihn nicht erreichen; ist er zu niedrig, kann er f\u00fcr Menschen, die beispielsweise einen Rollator nutzen, ebenso unzug\u00e4nglich sein. Auch Gr\u00f6\u00dfe und Qualit\u00e4t spielen eine Rolle: Zu kleine oder unscharfe Codes sind schwer zu erkennen oder gar nicht als solche wahrnehmbar.<br \/>\nEin weiteres Hindernis entsteht, wenn QR-Codes aus \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden stark ver\u00e4ndert werden. Zwar lassen sich Farben und Formen innerhalb gewisser technischer Grenzen anpassen \u2013 etwa, um sie an das Corporate Design eines Unternehmens anzupassen \u2013, doch beeintr\u00e4chtigt dies oft die Sichtbarkeit und Erkennbarkeit. Ein QR-Code, der optisch ansprechend gestaltet ist, muss also immer noch eindeutig als solcher erkennbar und technisch zuverl\u00e4ssig scanbar bleiben.<br \/>\nEin weiteres h\u00e4ufiges Problem entsteht, wenn QR-Codes auf farbige Hintergr\u00fcnde gedruckt oder in grafische Designs eingebettet werden. Plakate oder Flyer haben meist eine bestimmte Hintergrundfarbe, und wenn der QR-Code farblich daran angepasst wird \u2013 also nicht im klassischen Schwarz-Wei\u00df-Kontrast gehalten ist \u2013 kann es leicht passieren, dass er kaum noch erkennbar ist. Das betrifft nicht nur die visuelle Wahrnehmung, sondern kann auch technische Schwierigkeiten verursachen: Manche Kameras sind nicht in der Lage, farblich ver\u00e4nderte oder kontrastarme QR-Codes zuverl\u00e4ssig zu erfassen.<br \/>\nHinzu kommt ein Aspekt, der h\u00e4ufig \u00fcbersehen wird: Die Personen, die QR-Codes gestalten oder testen, verf\u00fcgen in der Regel \u00fcber moderne Ger\u00e4te mit hochaufl\u00f6senden Bildschirmen und leistungsf\u00e4higen Kameras. Unter realen Nutzungsbedingungen sieht das jedoch oft anders aus. Viele Menschen verwenden \u00e4ltere Smartphones oder Ger\u00e4te mit geringerer Kameraqualit\u00e4t. Ein QR-Code, der unter idealen Bedingungen problemlos funktioniert, kann auf solchen Ger\u00e4ten unlesbar sein \u2013 insbesondere dann, wenn er klein, kontrastarm oder farblich ver\u00e4ndert dargestellt wird.<br \/>\nEin weiteres Szenario betrifft QR-Codes, die auf digitalen Oberfl\u00e4chen angezeigt werden \u2013 etwa auf Computerbildschirmen, Displays oder in Apps. Hier ergeben sich zus\u00e4tzliche Barrieren, vor allem f\u00fcr blinde Menschen. Sie k\u00f6nnen meist nicht erkennen, dass ein QR-Code \u00fcberhaupt vorhanden ist, wenn dieser nicht ausdr\u00fccklich angek\u00fcndigt wird. Das gleiche Problem besteht bei gedruckten Materialien: Erh\u00e4lt eine blinde Person beispielsweise einen Brief mit einem QR-Code, wird dieser in der Regel nicht automatisch von einem Screenreader erfasst oder angesagt. Ohne einen entsprechenden Hinweis bleibt der Code also unentdeckt.<br \/>\nSelbst wenn eine Person wei\u00df, dass ein QR-Code vorhanden ist, k\u00f6nnen praktische Schwierigkeiten entstehen \u2013 etwa, wenn sich der Code auf einer Seite befindet, die zun\u00e4chst nicht richtig ausgerichtet oder sichtbar ist. Hat man den Code jedoch identifiziert, ist das Scannen in der Regel unkompliziert, da QR-Codes technisch relativ robust sind.<br \/>\nEin Vorteil von QR-Codes ist ihre technische Robustheit. Selbst wenn nur ein Teil des Codes im Kamerabereich liegt oder die Entfernung nicht optimal ist, l\u00e4sst er sich in der Regel trotzdem problemlos scannen. Das unterscheidet QR-Codes deutlich von anderen Code-Formaten, die eine exakte Ausrichtung oder einen bestimmten Abstand zur Kamera erfordern.<br \/>\nEin Beispiel daf\u00fcr sind die Ausweis- oder Identifikationsverfahren mit dem Smartphone, etwa beim Einscannen des Personalausweises. Dort muss der Code meist genau in ein auf dem Bildschirm angezeigtes Rechteck passen \u2013 ohne visuelle R\u00fcckmeldung oder Sprachausgabe ist das f\u00fcr blinde Menschen nahezu unm\u00f6glich. QR-Codes sind in dieser Hinsicht deutlich benutzerfreundlicher, weil sie toleranter gegen\u00fcber Abweichungen bei Position und Entfernung sind.<br \/>\nTrotzdem gibt es auch im digitalen Kontext Herausforderungen. Auf Bildschirmen kann das gleiche Problem wie bei gedruckten Medien auftreten: Blinde Personen wissen oft nicht, dass ein QR-Code angezeigt wird. In manchen F\u00e4llen ist der Bildschirm defekt oder ausgeschaltet \u2013 oder der Code befindet sich schlicht au\u00dferhalb des sichtbaren Bereichs.<br \/>\nEin typisches Beispiel: Auf einem Computer wird ein Browserfenster versehentlich sehr klein dargestellt, etwa weil ein zweites Fenster ge\u00f6ffnet wurde. F\u00fcr sehende Personen ist das sofort erkennbar, doch blinde Nutzerinnen und Nutzer bemerken es meist nicht. Sie verlassen sich auf die Sprachausgabe, die zwar den Inhalt beschreibt, aber keine R\u00fcckmeldung \u00fcber die tats\u00e4chliche Fenstergr\u00f6\u00dfe oder Sichtbarkeit grafischer Elemente gibt. Wenn der QR-Code also au\u00dferhalb des sichtbaren Bereichs liegt oder gar nicht geladen wird, bleibt er f\u00fcr die betroffene Person unsichtbar \u2013 selbst dann, wenn sie wei\u00df, dass er eigentlich vorhanden sein sollte.<br \/>\nSolche technischen Barrieren zeigen, dass Barrierefreiheit nicht allein eine Frage des Designs ist, sondern auch der technischen Umsetzung und R\u00fcckmeldung. Nur wenn Nutzerinnen und Nutzer zuverl\u00e4ssig informiert werden, dass ein QR-Code vorhanden und sichtbar ist, k\u00f6nnen sie ihn tats\u00e4chlich nutzen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus sollte man nicht davon ausgehen, dass alle Menschen wissen, wie ein QR-Code funktioniert oder wof\u00fcr er gedacht ist. Zwar begegnen uns QR-Codes heute fast \u00fcberall \u2013 auf Briefen, Plakaten, Paketen oder in Apps \u2013, doch das bedeutet nicht automatisch, dass alle verstehen, was man damit tun kann.<br \/>\nEin QR-Code auf einem Paket beispielsweise dient in erster Linie der Paketverfolgung durch die Zustellfirma und ist nicht f\u00fcr Empf\u00e4ngerinnen oder Empf\u00e4nger gedacht. Entsprechend ist es f\u00fcr viele Menschen unklar, welche Codes f\u00fcr sie relevant sind, was beim Scannen passiert oder ob sie \u00fcberhaupt etwas damit anfangen k\u00f6nnen.<br \/>\nGerade bei offiziellen Schreiben, Formularen oder Online-Angeboten sollte dieses Nutzungsszenario mitgedacht werden. Menschen m\u00fcssen wissen, wof\u00fcr der QR-Code da ist, was passiert, wenn sie ihn scannen, und ob sie eine Alternative haben, falls sie ihn nicht nutzen k\u00f6nnen oder wollen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Loesungsansaetze\"><\/span>L\u00f6sungsans\u00e4tze<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Im digitalen Bereich sollte deshalb immer eine alternative M\u00f6glichkeit angeboten werden, um die gleichen Informationen zu erhalten oder dieselbe Handlung auszuf\u00fchren. Das kann beispielsweise ein direkter Link sein, der zus\u00e4tzlich zum QR-Code angegeben wird, oder eine alternative Methode wie E-Mail, SMS, PushTAN oder andere sichere Kommunikationswege.<br \/>\nAuch wenn dies technisch oder organisatorisch etwas aufwendiger ist \u2013 insbesondere, wenn komplexe Informationen im QR-Code enthalten sind \u2013, ist es f\u00fcr die Barrierefreiheit entscheidend. Nur so wird gew\u00e4hrleistet, dass alle Nutzerinnen und Nutzer unabh\u00e4ngig von ihren F\u00e4higkeiten oder technischen Voraussetzungen Zugang zu den Inhalten haben.<br \/>\nEin QR-Code sollte immer eine verst\u00e4ndliche Alternative haben. Das bedeutet nicht nur, dass der gleiche Inhalt auf anderem Wege zug\u00e4nglich sein muss, sondern auch, dass beschrieben wird, wof\u00fcr der QR-Code gedacht ist und was beim Scannen passiert. Diese Transparenz ist nicht nur aus Gr\u00fcnden der Barrierefreiheit wichtig, sondern auch im Hinblick auf Sicherheit und Betrugspr\u00e4vention.<br \/>\nQR-Codes k\u00f6nnen missbraucht werden, um Nutzerinnen und Nutzer auf gef\u00e4lschte oder sch\u00e4dliche Websites zu leiten. Ein klarer Alternativtext und eine aussagekr\u00e4ftige Beschreibung helfen, Vertrauen zu schaffen und Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus sollte der QR-Code technisch standardkonform eingesetzt werden. Auf grafische Spielereien oder gestalterische Ver\u00e4nderungen sollte man weitgehend verzichten. Zwar ist es in der Regel unproblematisch, ein kleines Logo im Zentrum des Codes zu platzieren, doch Farbver\u00e4nderungen, Schatten, Verl\u00e4ufe oder kreative Formen k\u00f6nnen die Lesbarkeit erheblich beeintr\u00e4chtigen. Der klassische, kontrastreiche schwarze Code auf wei\u00dfem Hintergrund ist nach wie vor die zuverl\u00e4ssigste L\u00f6sung \u2013 sowohl technisch als auch in Bezug auf die Wahrnehmbarkeit.<br \/>\nEbenso wichtig ist die Platzierung und Gr\u00f6\u00dfe des QR-Codes. Er sollte auf einer einfarbigen Fl\u00e4che stehen, damit er sich deutlich vom \u00fcbrigen Design abhebt und als QR-Code erkennbar ist. Wird er zu stark in das Layout eingebettet, besteht die Gefahr, dass er als blo\u00dfes grafisches Element wahrgenommen und \u00fcbersehen wird.<br \/>\nWas die Gr\u00f6\u00dfe betrifft, gibt es verschiedene Empfehlungen. F\u00fcr Briefe wird h\u00e4ufig ein Mindestma\u00df von 2 \u00d7 2 Zentimetern genannt. In der Praxis ist das jedoch recht klein \u2013 insbesondere, wenn der Druck unscharf ist oder der Code mit einem weniger hochwertigen Ger\u00e4t gescannt werden soll. Etwas gr\u00f6\u00dfere Codes sind daher in vielen F\u00e4llen sinnvoller, vor allem im Hinblick auf Menschen mit Sehbeeintr\u00e4chtigung oder eingeschr\u00e4nkter Feinmotorik.<br \/>\nAuch bei Plakaten oder Brosch\u00fcren sollte die Gr\u00f6\u00dfe an die \u00fcbliche Betrachtungsdistanz angepasst werden. Je weiter die Person vom QR-Code entfernt ist, desto gr\u00f6\u00dfer muss dieser ausfallen, um zuverl\u00e4ssig erkannt zu werden.<br \/>\nEin zus\u00e4tzlicher Ansatz \u2013 auch wenn er technisch aufw\u00e4ndiger ist \u2013 w\u00e4re die Integration taktiler Indikatoren auf gedruckten Materialien. Eine leicht f\u00fchlbare Markierung, die den QR-Code umrahmt oder auf ihn hinweist, k\u00f6nnte blinden Menschen helfen, ihn gezielt zu finden und mit der Kamera zu erfassen. Leider bieten herk\u00f6mmliche Druckverfahren daf\u00fcr noch keine standardisierte L\u00f6sung, aber das Konzept ist aus Sicht der Barrierefreiheit sehr sinnvoll. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man wei\u00df sofort, auf welcher Seite des Dokuments sich der QR-Code befindet und kann die Kamera gezielt darauf ausrichten. Auch bei Brosch\u00fcren, Plakaten oder Informationsflyern w\u00e4re eine solche L\u00f6sung denkbar und w\u00fcrde die selbstst\u00e4ndige Nutzung deutlich erleichtern.<br \/>\nEbenso wichtig ist eine klare Anleitung. Viele Menschen wissen trotz der weiten Verbreitung von QR-Codes nicht genau, wie sie damit umgehen sollen. Eine kurze Erkl\u00e4rung kann daher viel bewirken:<\/p>\n<ul>\n<li>Womit soll der Code gescannt werden \u2013 mit der Kamera-App, dem Browser oder einer speziellen Anwendung?<\/li>\n<li>Wie funktioniert das Scannen technisch?<\/li>\n<li>Was passiert, wenn der Code erfasst wurde?<\/li>\n<li>Wof\u00fcr ist der QR-Code \u00fcberhaupt gedacht?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Informationen schaffen Transparenz und Sicherheit. Sie nehmen Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und helfen, Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden \u2013 vor allem f\u00fcr Menschen, die bisher wenig Erfahrung mit QR-Codes haben.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span>Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>QR-Codes k\u00f6nnen eine echte Erleichterung darstellen \u2013 insbesondere f\u00fcr blinde, sehbehinderte oder motorisch eingeschr\u00e4nkte Menschen, denen das manuelle Eingeben komplexer Informationen schwerf\u00e4llt. Lange URLs, komplizierte Passw\u00f6rter oder technische Daten lassen sich so schnell und unkompliziert \u00fcbertragen.<br \/>\nAllerdings gilt: Nur barrierefrei gestaltete QR-Codes sind wirklich hilfreich. Fehlt eine Alternative oder ist der Code schlecht platziert, zu klein, kontrastarm oder gar unsichtbar, wird aus einer Erleichterung schnell eine Barriere.<br \/>\nOb ein Fenster auf dem Bildschirm zu klein ist, der QR-Code auf einem Plakat zu hoch h\u00e4ngt oder schlicht keine Erkl\u00e4rung vorhanden ist \u2013 all das kann die Nutzung unm\u00f6glich machen.<br \/>\nDarum ist es entscheidend, QR-Codes bewusst und zug\u00e4nglich zu gestalten: klar kontrastreich, ausreichend gro\u00df, gut positioniert, mit Alternativtext, verst\u00e4ndlicher Beschreibung und \u2013 wo m\u00f6glich \u2013 sogar taktil erkennbar. Nur so k\u00f6nnen sie ihr Potenzial wirklich entfalten: den Zugang zu Informationen f\u00fcr alle Menschen zu erleichtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>QR-Codes sind mittlerweile allgegenw\u00e4rtig \u2013 man findet sie auf gedruckten Materialien wie Briefen, Flyern oder Plakaten ebenso wie im digitalen Raum, etwa beim Einrichten einer&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/qr-codes-barrierefrei-gestalten\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">QR-Codes barrierefrei gestalten<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10369","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10369"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10381,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10369\/revisions\/10381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}