{"id":9053,"date":"2024-04-08T18:04:58","date_gmt":"2024-04-08T16:04:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/?p=9053"},"modified":"2024-06-29T20:22:06","modified_gmt":"2024-06-29T18:22:06","slug":"die-alten-barrierefreiheits-profis-haben-abgefruehstueckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/die-alten-barrierefreiheits-profis-haben-abgefruehstueckt\/","title":{"rendered":"Das Scheitern der Barrierefreiheits-Veteranen"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/digitale-barrierefreiheit.podigee.io\/238-warum-wir-eine-neue-generation-an-barrierefreiheits-profis-brauchen\/embed?context=external&#038;theme=default\" style=\"border: 0\" frameBorder=\"0\" height=\"100\" width=\"100%\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die Stimmung in der Accessibility-Szene hat sich nach meiner Wahrnehmung in den letzten Jahren ins Negative gewandelt. Die latente Aggressivit\u00e4t, die wir sonst auch in der Gesellschaft finden hat sich auch in diesem Bereich verbreitet. Leider tragen auch einige Personen aus der internationalen Barrierefreiheits-Szene dazu bei.<\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/die-alten-barrierefreiheits-profis-haben-abgefruehstueckt\/#Toxische_Kommunikation\" >Toxische Kommunikation<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/die-alten-barrierefreiheits-profis-haben-abgefruehstueckt\/#Der_Ton_macht_die_Musik\" >Der Ton macht die Musik<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/die-alten-barrierefreiheits-profis-haben-abgefruehstueckt\/#Die_naechste_Generation_ist_schon_am_Start\" >Die n\u00e4chste Generation ist schon am Start<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/die-alten-barrierefreiheits-profis-haben-abgefruehstueckt\/#Weiterlesen\" >Weiterlesen<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Toxische_Kommunikation\"><\/span>Toxische Kommunikation<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Gemeint sind nicht alle Profis. Ich habe von vielen Personen \u00fcberwiegend konstruktive Beitr\u00e4ge gelesen. Ein Beispiel ist Eric Eggert, den ich als sehr sachlich erlebe, auch wenn ich die meisten seiner Einsch\u00e4tzungen nicht teile und es umgekehrt vermutlich auch so ist. Ich kann anderer Meinung sein, ohne jemanden pers\u00f6nlich anzugreifen. <\/p>\n<p>Ich erkenne durchaus die Leistungen dieser Personen an und m\u00f6chte nicht despektierlich erscheinen. Dennoch glaube ich, dass der Punkt \u00fcberschritten ist, an dem man alles kommentarlos durchgehen lassen sollte. Die Kommunikation dieser Personen schadet auch der Barrierefreiheit. Da es ja \u00fcberwiegend diese Personen sind, die auf Konferenzen reden und \u00f6ffentlich mit dem Thema verbunden werden, haben sie eine gro\u00dfe Verantwortung. Dieser Verantwortung werden sie nicht mehr gerecht. <\/p>\n<ul>\n<li>Sie verf\u00e4lschen und verengen den Diskurs, indem sie die Argumente kritischer Personen falsch oder verzerrt darstellen. <\/li>\n<li>Sie schrecken Personen ab, die diesen Diskussionsstil nicht m\u00f6gen oder es nicht wagen, sich kritisch dazu zu positionieren.<\/li>\n<li>Sie schrecken Personen vom Thema digitale Barrierefreiheit ab. Warum soll man sich mit neuen, innovativen Ideen dort einbringen, wenn die Oldbies ohnehin alles bl\u00f6d finden au\u00dfer der WCAG?<\/li>\n<li>Sie f\u00f6rdern die allgemeine Verdrossenheit durch ihre Negativit\u00e4t. Die Aussage, alles w\u00fcrde schlechter werden oder Politikerinnen w\u00fcrden nichts tun ist pauschalisierend und sachlich gr\u00f6\u00dftenteils falsch, wirkt aber demotivierend auf Leute, die in diesem Bereich arbeiten oder damit zu tun haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Leider ist es so, dass allgemein aggressive und negative Postings mehr Reichweite haben: Sie werden mehr geteilt, von den Algorithmen hochgesp\u00fclt, noch mehr verbreitet und so weiter. Wer nicht schimpft, sondern konstruktiv ist taucht in den Timelines nicht auf. <\/p>\n<p>Es stimmt , dass ich auch viel schimpfe oder mich \u00fcber bestimmte Dinge lustig mache. Allerdings bem\u00fche ich mich immer, konstruktiv zu sein. Auch greife ich keine Einzelpersonen an oder versuche, ihre Integrit\u00e4t in Frage zu stellen. Man muss eine Person nicht niedermachen, weil man anderer Meinung ist als sie. Auch die Kritik behinderter Menschen m\u00f6chte ich ausnehmen: Es ist oft frustrierend, wenn man auf Barrieren trifft. Auch hier gilt aber, dass man eine Institution kritisieren sollte, nicht Einzelpersonen und dass man immer versuchen sollte, sachlich zu bleiben.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass man viel davon hierzulande oder au\u00dferhalb der Accessibility Bubble gar nicht mitbekommt, deswegen lassen Sie mich drei Beispiele aus den letzten Monaten nennen:<\/p>\n<ul>\n<li>Mike Paciello, Begr\u00fcnder der Paciello Group, hat zur Firma Audio Eye gewechselt. Audio Eye geh\u00f6rt zu den Accessibility-Overlay-Anbietern und ist deshalb viel kritisiert worden, ebenso wie Paciello wegen seiner Entscheidung, dort anzufangen. Nun kenne ich ihn nicht pers\u00f6nlich und m\u00f6chte \u00fcber seine Motive nicht urteilen. Man kann aber sicher sagen, dass er f\u00fcr Barrierefreiheit engagiert ist. Was er bei Audio Eye bewegen wird, wissen wir nicht, aber man sollte ihn nicht pers\u00f6nlich angreifen, wie man es in vielen Social Media-Kan\u00e4len gesehen hat.<\/li>\n<li>\u00dcberhaupt die Overlay-Anbieter: Ja, viele von ihnen haben eine fragw\u00fcrdige Strategie und die rechtlichen Schritte gegen ihre Kritikerinnen wirft auch kein gutes Licht auf sie. Es macht aber keinen Sinn, sie alle \u00fcber einen Kamm zu scheren. Einige von ihnen scheinen wirklich ein Interesse an Barrierefreiheit zu haben. Sie pauschal als &#8222;Scamming Scammers&#8220; (betr\u00fcgerische Betr\u00fcger) zu bezeichnen, wie es Paul Adam auf Facebook getan hat, ist wenig konstruktiv. Wenn mal ein Vertreter eines solchen Anbieters etwas schreibt, wird er oder sie unabh\u00e4ngig von dem Inhalt h\u00e4ufig pers\u00f6nlich angegriffen. Die Overlay-Anbieter bieten gen\u00fcgend Angriffspunkte f\u00fcr eine sachliche Kritik.<\/li>\n<li>Last but not least w\u00e4re die Diskussion um Jakob Nielsen, <a href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/digitale-barrierefreiheit-jakob-nielsen-allein-gegen-die-accessibility-bubble\/\">die ich hier ein wenig dargestellt habe<\/a>. Adrian Roseli schreibt &#8222;Jakob has jumped the shark&#8220;, im Deutschen sinngem\u00e4\u00df etwa &#8222;Jakob hat seinen Zenit \u00fcberschritten&#8220;, in dem Artikel werden teils weitere Angriffe auf Nielsen ge\u00e4u\u00dfert, so wird er in die N\u00e4he von Rechten ger\u00fcckt, weil er auf Substack ver\u00f6ffentlicht. Ein anderer \u00fcbertitelt seinen Beitrag &#8222;Shut up Jakob&#8220;, also &#8222;Halt die Klappe&#8220;. Ist das der Diskurs-Stil, den wir haben wollen? Die wenigsten Kritiken waren tats\u00e4chlich auf den Inhalt von Nielsens Beitrag bezogen, sondern haben sich an Nielsen und der \u00dcberschrift seines Beitrags abgearbeitet. F\u00fcr die n\u00fcchterne Leserin ist klar, wer hier offensichtlich seinen Zenit \u00fcberschritten hat. Eine selbstbewusste Szene hat solche T\u00f6ne nicht n\u00f6tig. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Gibt es keine Beispiele aus Deutschland, weil die Szene hierzulande konstruktiv ist? Nun ja, der deutsche Diskurs ist mausetot. Mit wenigen Ausnahmen kann ich mich an keinen lesenswerten Beitrag aus den letzten paar Jahren erinnern.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Der_Ton_macht_die_Musik\"><\/span>Der Ton macht die Musik<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich darf jede Person alles kritisieren und die Kritik muss auch nicht immer sinnvoll sein. Aber sachlich und konstruktiv sollte sie schon sein. Nun steht es nat\u00fcrlich jedem frei, auch unsachliche und sogar beleidigende Kritik zu \u00e4u\u00dfern, solange es im rechtlichen Rahmen bleibt. Was mich wundert ist allerdings, dass solche Beitr\u00e4ge so exzessiv geteilt werden, vermutlich auch wieder von Leuten, die nur \u00dcberschriften gelesen haben. Aber selbst das sollte reichen, um kritisch zu werden. Immerhin haben wir es mit gebildeten und qualifizierten Personen zu tun, die \u00fcberwiegend privat vermutlich auch einen h\u00f6flichen Umgangston pflegen. <\/p>\n<p>Der leider bereits verstorbene schwedische Mediziner Hans Rosling hat die Motive gut zusammengefasst. Die Leute glauben, moralisch im Recht zu sein. Anschaulich wird das am Beispiel der Letzten Generation: Wenn man glaubt, die letzte Bastion vor der Klima-Apokalypse zu sein, scheint jedes Mittel gerechtfertigt, auch N\u00f6tigung und die Infrage-Stellung demokratischer Prozesse. Gleiches treibt dann auch die Gegner dieser Gruppen: Weil sie sich moralisch im Recht glauben, erscheinen Beschimpfungen und k\u00f6rperliche \u00dcbergriffe in deren Augen gerechtfertigt. Wenn man recht hat, ist alles erlaubt. Die Spanne zwischen moralisch im Recht und selbstgerecht ist sehr schmal. Das gleiche Ph\u00e4nomen sieht man auch bei einigen Barrierefreiheits-Profis, die vielleicht auch deshalb eine so gro\u00dfe Reichweite haben. Wer was Gutes will und laut ist, muss ja irgendwie doch im Recht sein oder?<\/p>\n<p>Das zweite Motiv k\u00f6nnte man mangels anderer Begriffe als &#8222;Beleidigtes-Leberwurst-Syndrom&#8220; bezeichnen. Jahrzehntelang haben die WCAG-Nerds den Ton in der Barrierefreiheits-Diskussion angegeben. Behinderte Menschen wurden als Stichwort-Geber ab und zu geduldet, aber diese frechen Overlay-Anbieter, KI-Fuzzis und dann auch noch Nielsen, der scheinbar alles infrage stellt, was sie die letzten 25 Jahre gemacht haben &#8211; das war wohl zu viel. Wahrscheinlich hat Nielsen alleine mehr Reichweite als alle BF-Profis zusammen. <\/p>\n<p>Bei einigen Leuten sehe ich aber auch einen lupenreinen Paternalismus gegen\u00fcber behinderten Menschen. Karl Marx liebte die Arbeiterschaft und verabscheute den Arbeiter als Indiduum. Viele BF-Profis liben die Barrierefreiheit und glauben, behinderte Menschen verteidigen zu m\u00fcssen, die sich nach deren Ansicht nicht selbst verteidigen k\u00f6nnen. Bei vielen von ihnen insbesondere in Deutschland, aber auch global sp\u00fcre ich diese leichte Herablassung, die man auch kleinen Kindern gegen\u00fcber an den Tag legt. Das sind wie gesagt bei weitem nicht alle, leider aber ein paar bekannte Namen, die man h\u00e4ufig auf Veranstaltungen sprechen l\u00e4sst. Sie sind sich dessen oft nicht bewusst, aber man merkt es an ihren \u00c4u\u00dferungen und ihrer Haltung. Aber sie w\u00fcrden es emp\u00f6rt von sich weisen, wenn man sie darauf anspricht. Es ist zum Beispiel daran zu erkennen, dass kaum eine deutsche Agentur eine behinderte Person besch\u00e4ftigt oder regelm\u00e4\u00dfig mit ihr zusammenarbeitet. Behinderte Menschen werden fast immer als Betroffene angesehen und sehr selten als Expertinnen behandelt. Deswegen \u00e4u\u00dfere ich mich kaum noch in Online-Foren.<\/p>\n<p>Viele glauben auch, \u00fcberzogene Polemik k\u00f6nnte Argumente verst\u00e4rken oder ersetzen, zu sehen bei der Kritik an Nielsen. Nielsens Kernthese, behinderte Menschen h\u00e4tten trotz digitaler Barrierefreiheit eine schlechte User Experience hat keiner seiner Kritikerinnen inhaltlich aufgegriffen. Was unter anderem daran liegen d\u00fcrfte, dass die meisten von ihnen keine Behinderung haben. Die meisten behinderten Menschen werden zumindest diese Aussage von Nielsen best\u00e4tigen.  Ob seine Schlussfolgerungen korrekt sind, steht auf einem anderen Blatt. <\/p>\n<p>Die letzte Motivation kommt von den Mitl\u00e4ufern: Sie teilen solche Beitr\u00e4ge, weil sie damit zeigen, dass sie auf der richtigen Seite stehen, wahrscheinlich aus einem schlechten Gewissen, weil sie selbst nichts f\u00fcr Barrierefreiheit oder behinderte Menschen tun. Erfahrungsgem\u00e4\u00df haben sie die Beitr\u00e4ge nicht gelesen und die Diskussion \u00fcberhaupt nicht verstanden. Mitl\u00e4ufer eben. Hier ein Like, da ein Share und schon hat man sein Karma-Konto wieder aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_naechste_Generation_ist_schon_am_Start\"><\/span>Die n\u00e4chste Generation ist schon am Start<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Das Wort Generation hat wie es hier gemeint ist nichts mit Alter zu tun, es gibt da keinen eindeutigen Zusammenhang, junge Leute k\u00f6nnen einen Hang zum Katastrophismus haben wie die letzte Generation und \u00e4ltere Menschen sind h\u00e4ufig sehr progressiv und konstruktiv. Mit Generation meine ich die Gruppe, die aktuell die Kommunikation dominiert, insbesondere auf Social Media und die sehr viel auf Konferenzen sprechen d\u00fcrfen. Wenn ich mich mit anderen Leuten austausche, die nicht so stark im Rampenlicht stehen, sind sie h\u00e4ufig meiner Meinung. Viele sehen den harten Umgangston, die Larmoyanz , den Paternalismus, die Innovations-Feindlichkeit oder die WCAG-Zentrierung der alten Garde kritisch. <\/p>\n<p>Aber auch hier zeigt sich der allgemeine soziale Trend einer Diversifizierung. Mir ist zum Beispiel erst auf LinkedIn aufgefallen, wie viele Personen indischer Herkunft im Thema aktiv sind. Es sind auch weit mehr als die H\u00e4lfte Frauen, die im Thema arbeiten, aber wir ziehen es vor, nicht-behinderten m\u00e4nnlichen Westlern zuzuh\u00f6ren, als ob wir in den 80ern gefangen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wenn ich mir die Beitr\u00e4ge anschaue, die wir in den letzten Jahren \u00fcber den Newsletter verbreitet haben, kommt da kaum einer der A11Y-Veteranen vor, einfach aus dem Grund, weil ich schon lange nichts mehr von ihnen gelesen habe, das irgendwie hilfreich oder nachdenkenswert w\u00e4re. <\/p>\n<p>Wie ich \u00f6fter gesagt habe, ist die Zeit der Dominanz der M\u00e4nner und nicht-behinderter Personen an der Spitze der Barrierefreiheit abgelaufen. Meine kleinen Nadelstiche sollen dabei helfen, dass dieser Prozess schneller vorangeht. Und auch Sie k\u00f6nnen dabei helfen, indem Sie mehr Partizipation behinderter Menschen, mehr Diversit\u00e4t in Teams und auf Veranstaltungen einfordern oder umsetzen, wenn das in Ihrer Macht liegt. <\/p>\n<p>Sie sind anderer Meinung als ich? Das macht gar nichts, solange Sie mich daf\u00fcr nicht pers\u00f6nlich angreifen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Weiterlesen\"><\/span>Weiterlesen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/warum-digitale-barrierefreiheit-gescheitert-ist\/\">Warum digitale Barrierefreiheit gescheitert ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/die-wcag-braucht-eine-revolution-eine-antwort-auf-erik-eggert\/\">WAI und WCAG brauchen eine Revolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/netz-barrierefrei.de\/en\/pros.html\">The Doom of the Accessibility Veterans<\/a><\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.netz-barrierefrei.de\/wordpress\/ein-bisschen-barrierefreiheit-ist-moeglich\/\">Ein bisschen Barrierefreiheit &#8211; das Scheitern am Prefektheits-Anspruch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stimmung in der Accessibility-Szene hat sich nach meiner Wahrnehmung in den letzten Jahren ins Negative gewandelt. 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