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Barrierefreiheit beginnt bei Menschen, nicht bei Regeln – 05 2026

Digitale Barrierefreiheit fängt bei Menschen an, nicht bei Richtlinien. Zugegeben, die WCAG sind enorm wichtig. Aber sie sind auch so spannend zu lesen wie das Telefonbuch. Ein Haufen Nummern, abstrakte Vorschriften, man muss sie eigentlich schon kennen, um sie zu verstehen.

Deswegen fangen unsere Vorträge und Schulungen immer mit Bedarfen von Menschen an: Für Sehbehinderte hat das zu wenig Kontrast, für Blinde ist die Funktionsweise unverständlich, Schwerhörige können die Inhalte nicht verstehen. Darüber kriegt man die meisten Leute. Wenn die Zuhörenden dann noch wach sind, können wir immer noch auf WCAG und all die lustigen Abkürzungen eingehen.

Interessante Beiträge

Am 21.5. noch nichts vor? Die Firma adesso veranstaltet ein spannendes Panel zur Barrierefreiheit: Es gibt Updates zum Barrierefreiheitsstärkungs-Gesetz, Tipps zur Umsetzung von Barrierefreiheit und Automatisierung. Und die Gelegenheit, mit den Speakerinnen zu diskutieren. Jetzt anmelden, es ist kosttenlos und remote.

Webinar | adesso Panel zum Global Accessibility Awareness Day

Der Artikel beschreibt eine neue Phase der digitalen Barrierefreiheit, in der IT-Dienstleister stärker in die Verantwortung genommen werden. Barrierefreiheit wird damit zunehmend zum integralen Bestandteil professioneller Softwareentwicklung.

Die dritte Welle der Barrierefreiheit – IT-Dienstleister müssen handeln

Der Beitrag zeigt, dass KI zwar Prozesse unterstützen kann, aber oft an mangelnden Trainingsdaten und Qualität scheitert. Fachliche Expertise bleibt deshalb weiterhin unverzichtbar für verlässliche Barrierefreiheit.

Wie künstliche Intelligenz Barrierefreiheits-Expertise verändert

Die WebAIM-Erhebung behauptet – wie jedes Jahr – dass die meisten Websites nicht barrierefrei seien. Der Beitrag ordnet den Wert dieser Erhebung ein.

Der WebAIM Survey – sind 98 Prozent der Webseiten nicht barrierefrei?

Ein offener Brief kritisiert die unreflektierte Bewerbung von Accessibility-Overlays durch die Kobinet Nachrichten.

Stoppt die Promotion von Accessibility Overlays – ein offener Brief an die kobinet-Redaktion

Das Projekt SHUFFLE entwickelt Ansätze für inklusive digitale Bildung und barrierefreie Lernumgebungen.

SHUFFLE-Projekt

Der Leitfaden des BMAS zeigt, wie Belange von Menschen mit Behinderungen systematisch in politische und organisatorische Prozesse integriert werden können. Ziel ist es, Inklusion von Anfang an mitzudenken statt nachträglich zu korrigieren.

Leitfaden Disability Mainstreaming

Der Beitrag gibt einen Überblick über den rechtlichen Rahmen für Barrierefreiheit in Medienangeboten in Deutschland. Er beleuchtet insbesondere gesetzliche Vorgaben, Zuständigkeiten und Herausforderungen in der praktischen Umsetzung.

Barrierefreiheit in Medienangeboten – rechtlicher Rahmen

Das Programm des Fachaustauschs behandelt, wie Daten zur Förderung inklusiver und barrierefreier Mobilität eingesetzt werden können. Im Fokus stehen Austausch, Praxisbeispiele und Vernetzung relevanter Akteure.

Fachaustausch Daten – inklusive Mobilität & Barrierefreiheit

Der Beitrag untersucht kritisch den Einsatz von KI-Avataren in der Gebärdensprachübersetzung.

KI-Assistenz auf dem Prüfstand: Digitale Avatare bei KI-gestützter Gebärdensprachübersetzung

Die Kurzmeldung erklärt, was unter „angemessenen Vorkehrungen“ im Sinne der Barrierefreiheit zu verstehen ist. Sie verdeutlicht deren Bedeutung für gleichberechtigte Teilhabe und rechtliche Verpflichtungen.

Angemessene Vorkehrungen – Erklärung

Ein Tool ermöglicht die Überprüfung von Farbkontrasten für barrierefreies Design. Es unterstützt Entwickler:innen und Designer:innen bei der Einhaltung von Accessibility-Richtlinien.

Farbcheck Tool

Weiter auf Englisch: Der Artikel zeigt, dass Design mit Blick auf Behinderung oft zu innovativeren und besseren Lösungen für alle führt. Inklusive Perspektiven werden dabei als Treiber für Kreativität und Wettbewerbsvorteile dargestellt.

How Designing with Disability in Mind Sparks Innovation

Der Report bietet aktuelle Daten, Analysen und Einblicke zum Stand der digitalen Barrierefreiheit weltweit. Er dient als Orientierung für Trends, Herausforderungen und Fortschritte im Bereich Accessibility.

Digital Accessibility Report

Der Artikel argumentiert, dass Accessibility-Verbesserungen oft auch ohne große Ankündigung schrittweise umgesetzt werden können. Kleine, gezielte Anpassungen („Stealth Fixes“) können dabei langfristig große Wirkung entfalten.

Applying accessibility fixes with stealth for the greater good

Der Artikel argumentiert, dass Barrierefreiheit nicht primär ein Designproblem ist, sondern organisatorische, strukturelle und prozessuale Ursachen hat. Nachhaltige Lösungen erfordern daher Veränderungen über das Interface hinaus.

The accessibility problem isn’t design

Der Beitrag beleuchtet, warum Organisationen die richtigen Kennzahlen für Barrierefreiheit definieren müssen, statt sich auf oberflächliche Metriken zu verlassen. Wirkung und tatsächliche Nutzbarkeit stehen dabei im Fokus.

Measuring what matters

Der Beitrag zeigt, wie Führungskräfte Barrierefreiheit strategisch in Organisationen verankern können. Entscheidend sind klare Prioritäten, Kulturwandel und langfristige Verantwortung.

How leaders build accessibility into organizations

Monzo beschreibt, wie Identitätsprüfung inklusiver gestaltet werden kann.

Making identity verification more accessible

Gute Nachrichten des Monats

Der Artikel beschreibt, wie Indien digitale Barrierefreiheit im Rahmen gesetzlicher Vorgaben vorantreibt. Initiativen und Unternehmen tragen dazu bei, inklusive digitale Angebote breiter verfügbar zu machen.

Pivotal Accessibility supports India push for digital inclusion under the RPwD Act

Google stellt neue Funktionen in Maps vor, die mithilfe von KI immersive Navigation und bessere Orientierung ermöglichen. Diese Entwicklungen können auch die Zugänglichkeit von Kartenanwendungen verbessern.

Ask Maps for immersive navigation

Der Beitrag zeigt, wie Disney Songs in Gebärdensprache adaptiert und umgesetzt werden. Dabei wird der kreative Prozess hinter inklusiven Musikvideos beleuchtet.

Disney animations songs in sign language – behind the scenes

Jamaika führt nationale Standards für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnologie ein.

Jamaica’s first ICT accessibility standards launched

Die Leitlinien der australischen Menschenrechtskommission definieren Anforderungen für gleichberechtigten Zugang zu digitalen Produkten und Dienstleistungen.

Guidelines for equal access to digital goods and services

Neue Richtlinien für barrierefreie Zahlungskarten sollen die Nutzung für Menschen mit Behinderungen erleichtern.

New accessibility guidelines for payment cards

Ein Flughafen führt eine App ein, die Reisenden mit Sehbehinderungen bessere Orientierung ermöglicht.

Airport introduces visual accessibility app for travelers

In Nordirland wurde ein Gesetz zur Förderung der Gebärdensprache verabschiedet.

Northern Ireland Sign Language Bill passed

Ein Flughafen bietet einen kostenlosen Gebärdensprach-Dolmetschdienst für Reisende an.

Airport launches free ASL interpreting service

Airbus stellt ein neues Kabinenkonzept vor, das speziell für Rollstuhlnutzer:innen entwickelt wurde. Reisende im Rollstuhl dürfen oftmals nicht ihren eigenen Rollstuhl benutzen. Viele erhalten bei der Ankunft ihren Rollstuhl beschädigt zurück.

Airbus Airspace U-Suite wheelchair accessible cabin

Die Stadt Marburg bietet Bescheide künftig in verständlicher Sprache an. Damit soll der Zugang zu Verwaltung für mehr Menschen erleichtert werden.

Stadt übersetzt Bescheide in verständliche Sprache

In Indien werden Untertitel und Audiodeskription für Filme verpflichtend.

Cinema for all: accessibility features mandatory for films

Der Beitrag zeigt, wie medizinische Tests durch Technologie barrierefreier gestaltet werden können.

Tech for good: accessible medical tests

Weitere Beiträge

Künstliche Intelligenz