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Trends in der digitalen Barrierefreiheit 2026


In diesem Beitrag stehen die Trends für das Jahr 2026 im Mittelpunkt. Einige Entwicklungen zeichnen sich bereits heute klar ab.

TLDR – Zusammenfassung

2026 wird für digitale Barrierefreiheit ein Jahr der Konsolidierung und schrittweisen Innovation. Rechtliche Compliance bleibt zentral: Auch nach den Stichtagen des European Accessibility Act müssen viele Maßnahmen implementiert und nachhaltig in den Entwicklungsprozess integriert werden. Wer Barrierefreiheit nur punktuell umsetzt, riskiert Rückmeldungen von Marktüberwachung und langfristigen Mehraufwand. Ähnliches gilt für die USA, wo der ADA Fristen für barrierefreie Bundesanwendungen gesetzt hat.
Agentische KI und autonome Interaktionen werden oft prognostiziert, sind aber derzeit nur in stark spezifizierten Szenarien praktikabel, z. B. wiederkehrende Aktionen auf bekannten Websites oder Skills für Spotify, besonders relevant für sehbehinderte Nutzerinnen. Accessibility Overlays stagnieren, da Anbieter kaum Anreize haben, komplexe KI-Funktionen zu integrieren. Signifikanter könnte KI-gestütztes Testing werden, wobei große Anbieter erste Ansätze entwickeln, Kontrast- und Strukturprüfungen verbessern sich bereits.
Multimodale Interaktionen, vor allem Sprachsteuerung, setzen sich noch nicht durch: Nutzerinnen bevorzugen weiterhin Tastatur- und Touchbedienung. Fortschritte könnten jedoch durch Systeme wie Siri Gemini kommen. Besonders interessant ist die dynamische Anpassung von Interfaces: Variable Fonts, Dark Mode, Anpassungen von Schriftgrößen oder Animationen nach Betriebssystemeinstellungen zeigen, wie Interfaces zunehmend personalisiert werden. Vereinfachte Gesten für mobile Geräte könnten motorisch eingeschränkten Personen helfen, konkrete Trends sind aber noch unklar.

Compliance vordringliches Thema

Ein zentrales Thema bleibt die rechtliche Compliance. Obwohl wichtige Stichtage, wie beispielsweise jene des European Accessibility Act, bereits 2025 erreicht wurden, beginnt nun die tatsächlich entscheidende Phase. Einerseits müssen zahlreiche Maßnahmen implementiert werden, die erst im vergangenen Jahr identifiziert wurden. Andererseits zeigt sich jetzt, ob es gelingt, Barrierefreiheit dauerhaft in den regulären Betriebs- und Entwicklungsprozess zu integrieren. Dieser Aspekt wird häufig unterschätzt: Es wird erheblich in die barrierefreie Gestaltung einzelner Anwendungen investiert, jedoch selten ebenso konsequent in die strukturelle Verankerung des Themas. Nur wenn Barrierefreiheit nachhaltig in der Linie umgesetzt wird, können Anwendungen langfristig barrierefrei bleiben.
Unterbleibt diese Integration, sind verschiedene Konsequenzen absehbar. Zum einen ist mit Rückmeldungen der Marktüberwachungsbehörden zu rechnen, sobald diese ihre Prüfaufgaben wahrnehmen oder Beschwerden eingehen. Zum anderen entsteht langfristig ein erheblicher Mehraufwand: Werden Anwendungen über ein oder zwei Jahre weiterentwickelt, ohne Barrierefreiheit zu berücksichtigen, oder werden neue Anwendungen ohne entsprechende Anforderungen gestartet, kommt es zu Rückschritten. In solchen Fällen muss die Arbeit häufig nahezu vollständig neu begonnen werden, was weder effizient noch sinnvoll ist.
Auch in den Vereinigten Staaten gibt es relevante Entwicklungen. Ungeachtet der aktuellen politischen Rahmenbedingungen wurden im Rahmen des Americans with Disabilities Act neue Fristen festgelegt. Bis Mitte April müssen Anwendungen oder Websites, die unter den ADA fallen – insbesondere jene öffentlicher Einrichtungen auf Bundesebene – barrierefrei sein. Inwieweit auch Einrichtungen der Bundesstaaten betroffen sind, lässt sich ohne detaillierte Prüfung der gesetzlichen Grundlagen nicht abschließend beurteilen; es ist jedoch davon auszugehen, dass entsprechende Regelungen existieren. Verbindlich ist weiterhin die Einhaltung der WCAG 2.1, da diese gesetzlich verankert ist. Eine Verpflichtung zur Umsetzung der WCAG 2.2 besteht derzeit noch nicht. Dennoch ist der Druck hoch, die Anforderungen fristgerecht zu erfüllen. Es ist anzunehmen, dass in den USA – ähnlich wie in der Europäischen Union – Verfahren zur Überwachung der Einhaltung existieren.
Abschließend sei noch ein politischer Trend erwähnt: Das Behindertengleichstellungsgesetz soll überarbeitet werden, wobei auch die Privatwirtschaft stärker einbezogen werden soll. Insbesondere die Umsetzung sogenannter angemessener Vorkehrungen wird hierbei eine Rolle spielen. Dies ist ein eigenständiges, komplexes Thema, über das ich in einer separaten Folge ausführlich berichten werde.

Etablierung von KI im Workflow

KI spielt eine zunehmende Rolle. Blinde lassen sich Inhalte beschreiben oder nutzen intelligente Brillen im Alltag. Weitere Trends werden hier beschrieben.

Agentic AI

Ein weiterer Trend, der derzeit häufig diskutiert wird, betrifft den Einsatz agentischer KI-Systeme. Gemeint sind autonome Softwareagenten, die auf Websites eigenständig Aktionen ausführen, nachdem sie lediglich angestoßen wurden. Diese Entwicklungen werden vielfach prognostiziert. Aus heutiger Sicht erscheint ihre breite und zuverlässige Umsetzung jedoch fraglich. Ein wesentliches Problem besteht darin, dass solche KI-Agenten bei kritischen Aufgaben eine hundertprozentige Zuverlässigkeit gewährleisten müssen. Zudem fehlt häufig eine hinreichend belastbare Datengrundlage, um spezifische Aktionen auf unbekannten Websites korrekt und sicher auszuführen. Derartige Szenarien werden zwar seit mehr als zwei Jahrzehnten vorhergesagt; es existieren auch bereits KI-gestützte Browserlösungen – beispielsweise von OpenAI oder Perplexity – auf Basis von Chrome. In der Praxis scheint ihre Nutzung jedoch begrenzt zu sein, was Zweifel an ihrer aktuellen Reife und Zuverlässigkeit unterstreicht.
Ein realistischerer Anwendungsfall könnte in stark domänenspezifischen Szenarien liegen. Wenn ein KI-Agent gezielt auf eine bestimmte Website trainiert wurde, etwa auf die Ausführung einer Überweisung bei einer konkreten Bank, könnte er derartige Abläufe nach einmaligem Training zuverlässig ausführen. In solchen klar abgegrenzten Kontexten ist ein funktionaler Einsatz durchaus absehbar.
Bereits etabliert sind sogenannte Skills, beispielsweise für Dienste wie Spotify. Solche Skills ermöglichen eine weitgehend sprach- oder textbasierte Steuerung, etwa durch Befehle wie „Spiele das Album X“. Diese Funktionalitäten sind nicht revolutionär, stellen jedoch insbesondere für sehbehinderte oder blinde Personen einen relevanten Mehrwert dar. Spotify gilt aus ihrer Perspektive als komplexe Anwendung, da die Navigation aufgrund der strukturellen Unübersichtlichkeit zahlreiche Hürden enthält. Für Nutzerinnen und Nutzer ohne visuelle, motorische oder kognitive Einschränkungen bestehen diese Barrieren zwar nicht in gleichem Maße, doch für Personen mit Sehbehinderungen ist die Bedienbarkeit oft erheblich eingeschränkt. Eine verbesserte Sprach- oder Textsteuerung kann hier spürbare Entlastung schaffen.

Accessibility Overlays

Als weiterer Trend wird das Thema Accessibility Overlays weiterhin prominent diskutiert. Dabei handelt es sich um Werkzeuge, die versprechen, Websites mithilfe integrierter KI-Funktionen barrierefrei zu machen. In der Praxis enthalten viele dieser Lösungen jedoch kaum substanzielle KI-Komponenten. Allenfalls im Bereich einfacher oder leichter Sprache ist denkbar, dass solche Systeme künftig stärkere KI-basierte Module hinzukaufen oder integrieren. Interessant wird 2026 die Frage sein, ob es den Anbietern gelingt, tatsächliche KI-Fähigkeiten sinnvoll und effektiv einzubinden.
Grundsätzlich wäre dies aus technologischer Perspektive möglich. Ein Overlay-System könnte beispielsweise spezifisch auf die Zielwebsite trainiert werden, einschließlich typischer Muster, relevanter Komponenten und des Corporate Designs. In einem solchen Szenario wären durchaus Verbesserungen denkbar, die über rudimentäre Anpassungen wie alternative Farbschemata, Dark-Mode-Umschaltungen, Schriftvergrößerungen oder den Austausch der Schriftart hinausgehen. Solche grundlegenden Funktionen existieren seit Jahrzehnten und rechtfertigen allein nicht die Anschaffung entsprechender Tools. Erst wenn Overlays in der Lage sind, strukturelle Barrierefreiheitsprobleme tatsächlich zu erkennen und zu beheben, könnten sie einen substantiellen Mehrwert bieten.
Ob Accessibility-Overlays künftig komplexere KI-Funktionen integrieren werden, ist grundsätzlich eine Frage des Investitionswillens. Kapital wäre bei vielen Anbietern durchaus vorhanden. Entscheidender ist jedoch, ob der Markt genügend Druck erzeugt. Da die bestehenden Overlay-Lösungen trotz ihrer konzeptionellen Begrenzungen wirtschaftlich erfolgreich sind, besteht für etablierte Anbieter derzeit kaum ein zwingender Anreiz, qualitativ neue KI-Funktionalitäten zu entwickeln. Solange kein neuer Wettbewerber auftritt, der KI erheblich stärker und effektiver integriert und damit einen klaren Qualitätsvorteil bietet, ist kurzfristig nicht mit nennenswerten Fortschritten zu rechnen. Aus heutiger Perspektive – das Jahr 2026 hat faktisch bereits begonnen – lässt sich keine positive Entwicklung bei den Overlay-Anbietern erkennen.

KI-Basierte tests

Relevanter könnte das Feld der KI-basierten Tests beziehungsweise des KI-gestützten Testings werden. Große Accessibility-Anbieter wie Level Access oder Deque arbeiten aktiv an entsprechenden Technologien. In der öffentlichen Kommunikation wird häufig suggeriert, KI-basierte Tests würden demnächst substanzielle Qualitätssteigerungen erzielen. In der Praxis ist jedoch festzustellen, dass der überwiegende Teil der Prüfungen weiterhin auf regelbasierten Verfahren beruht. Diese sind zwar robust und zuverlässig, jedoch nicht im eigentlichen Sinne KI-getrieben. Die wenigen Funktionen, die auf KI-Modellen basieren, liefern bislang nur begrenzte Mehrwerte und sind zudem in vielen Fällen nicht präzise genug.
Gleichwohl entwickeln sich die Analysefunktionen zur Erkennung visueller und struktureller Elemente auf Oberflächen weiter. Ein Beispiel ist die Möglichkeit, sich unter Android mithilfe von TalkBack den Bildschirminhalt beschreiben zu lassen. Die Beschreibungen der visuellen Struktur sind bereits heute erstaunlich ausgereift. Fortschritte in diesem Bereich könnten mittelfristig Verbesserungen bei automatisierten Kontrastanalysen ermöglichen – ein Themenfeld, das regelmäßig zu Problemen führt. Dies betrifft insbesondere Text-zu-Hintergrund-Kontraste, Icon-Kontraste, grafische Darstellungen sowie die Sichtbarkeit von Tastaturfokus-Indikatoren. Verbesserte KI-gestützte Analysen würden hier Erleichterungen schaffen, adressierten jedoch nur einen kleinen Teil der Anforderungen digitaler Barrierefreiheit. Es bleibt offen, ob 2026 der entscheidende technische Durchbruch gelingt. Anbieter, die diese Hürde als Erste überwinden, hätten zweifellos einen substanziellen Marktvorteil. Aktuell ist jedoch keine klare Entwicklung erkennbar; Fortschritte sind möglich, aber keineswegs gesichert.

Multimodale Interfaces

Ein weiterer Themenbereich betrifft die Entwicklung multimodaler Interaktionsformen, insbesondere sprachbasierter Interfaces. Auch hier ist die Prognose vorsichtig zu betrachten. Bereits mit dem Aufkommen von Amazon Alexa wurde vor rund zehn Jahren vorausgesagt, dass Sprachsteuerung zum dominanten Interface avancieren würde. Ähnliche Vorhersagen existieren für textbasiertes Prompting als zentrales Interaktionsparadigma. Während letzteres zumindest insofern plausibel erscheint, als viele Nutzerinnen und Nutzer zunehmend KI-generierte Übersichten anstelle vollständiger Websites konsumieren, ist der Durchbruch sprachbasierter Interfaces weiterhin fraglich. Sprachsteuerung ist nach wie vor anfällig für Fehlinterpretationen. Zudem sind Nutzerinnen und Nutzer stark an etablierte Bedienweisen wie Tastatur- oder Touchinteraktionen gewöhnt. Diese Verhaltensmuster lassen sich nicht kurzfristig ändern, sodass ein breiter Wechsel hin zu Sprachinterfaces im Jahr 2026 eher unwahrscheinlich erscheint.
Insgesamt bleibt abzuwarten, ob sich neue Interaktionsmuster etablieren werden, die eine bessere oder inklusivere Nutzung digitaler Systeme ermöglichen. Besonders interessant wäre dies im Bereich sprachbasierter Interfaces. Aktuell sehen wir hier noch keine klare Entwicklung. Siri bei Apple beispielsweise könnte durch die Integration von Gemini künftig Fortschritte machen, ein potenzieller Schub ist denkbar, muss jedoch erst abgewartet werden. Generell hat sich KI als Interaktionsmuster auf Smartphones oder Computern bisher nicht durchgesetzt. Zwar gibt es etwa Microsoft Copilots, doch eine breite Nutzung hat bislang nicht stattgefunden, da der konkrete Mehrwert für die meisten Nutzerinnen und Nutzer noch fehlt. Es bleibt abzuwarten, wann es gelingt, praktikable und intuitive Nutzungsszenarien zu entwickeln.

Ein weiteres relevantes Thema ist die vereinfachte Bedienung grafischer Benutzeroberflächen. Diskutiert wird unter anderem die Möglichkeit automatisierter, einfacher Gesten, die insbesondere Menschen mit motorischen Einschränkungen zugutekommen würden. Konkrete Trends sind hier bislang nur schwer erkennbar, insbesondere im Smartphone-Bereich. Dennoch gibt es Ansätze, die Bedienbarkeit von Geräten insgesamt zu verbessern.
Ein besonders vielversprechender Trend ist die dynamische Anpassung von Designs an individuelle Nutzungsbedarfe. Bereits vor einigen Jahren, unter anderem in einem Beitrag von Jakob Nielsen mit dem Titel „Accessibility Has Failed“, wurde die Vision skizziert, dass generative KI zukünftig Interfaces dynamisch an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer anpasst. Diese Entwicklung ist bisher nur teilweise realisiert, zeigt aber erste Ansätze. Moderne Technologien wie variable Fonts erlauben es beispielsweise, Schriftarten dynamisch anzupassen, ohne dass das Layout oder die Lesbarkeit der Inhalte leidet. Auf diese Weise können Nutzerinnen und Nutzer ihre bevorzugten Schriftarten verwenden, während die Benutzeroberfläche weiterhin funktional und ästhetisch konsistent bleibt.
Ähnliche Ansätze sind bereits bei Designanpassungen sichtbar: Der Dark Mode ist mittlerweile Standard in nahezu allen größeren Anwendungen. Auch die Unterstützung von Systemeinstellungen für größere Schriftgrößen, reduzierte Farben oder reduzierte Animationen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier zeichnet sich ein klarer Trend ab, dass Entwicklerinnen und Entwickler sowie Verantwortliche diese Anpassungen aktiv unterstützen. Websites bieten hierbei besonders großes Potenzial, da sie bei sorgfältiger Gestaltung sehr flexibel an individuelle Nutzungsbedarfe angepasst werden können. Es bleibt daher spannend zu beobachten, wie sich dieses Thema 2026 weiterentwickelt.
Ich bin überzeugt, dass sich im Bereich Gestaltungsmöglichkeiten und Nutzeranpassung von Interfaces tatsächlich einiges bewegt. Insbesondere die Weiterentwicklung von CSS spielt hierbei eine zentrale Rolle. CSS bietet immer mehr Möglichkeiten, das Layout und Design von Websites flexibel zu gestalten. Während CSS 2.1 noch vergleichsweise einfach war, ist CSS 3 heute sehr komplex und eröffnet zahlreiche neue Optionen. Entscheidend ist dabei, dass diese modernen CSS-Properties von Browsern unterstützt werden – was aktuell gut der Fall ist – und dass Entwicklerinnen und Designer auf dem neuesten Stand sind. Nur so lassen sich die neuen Möglichkeiten tatsächlich umsetzen, anstatt veraltete Frameworks oder starre Layouttechniken zu verwenden.
Diese Entwicklungen gewinnen an Bedeutung, weil Nutzerinnen und Nutzer heute hohe Erwartungen an Anpassbarkeit und Bedienkomfort haben. Wenn Apps nicht mit Betriebssystem-Einstellungen wie Dark Mode, größerer Schrift oder reduzierten Animationen kompatibel sind, springen Nutzerinnen und Nutzer schnell ab, da alternative Apps meist nur einen Klick entfernt sind. Unternehmen sind daher gezwungen, diese Trends zu berücksichtigen, um Nutzerinnen und Nutzer langfristig zu binden.

Nutzungs- statt Konformitäts-Tests

Ein weiterer relevanter Trend könnte in der verstärkten Durchführung von Nutzungstests liegen. Anders als reine Konformitätstests, die prüfen, ob Vorgaben wie die WCAG oder die EN 301549 erfüllt werden, beziehen Nutzungstests echte Nutzerinnen und Nutzer ein. Dies umfasst Personen mit unterschiedlichen Behinderungen, die reale Interaktionen mit der Anwendung durchführen. Derzeit ist unklar, wie stark sich dieser Trend durchsetzen wird. Die Durchführung solcher Tests ist aufwendig, erfordert gut ausgestattete Testpersonen und entsprechende organisatorische Kapazitäten. Bisher ist die Nachfrage nach solchen Tests noch begrenzt, und die meisten Consultants, mit denen ich in Kontakt stehe, erhalten kaum Anfragen in diesem Bereich. Dennoch könnte 2026 der Beginn einer stärkeren Etablierung solcher Tests sein, auch wenn ein flächendeckender Durchbruch nicht zu erwarten ist.

Die Zukunft bleibt spannend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2026 ein Jahr sein wird, in dem sich zahlreiche Entwicklungen im Bereich digitale Barrierefreiheit weiter herausbilden. Trends wie dynamische Interface-Anpassungen, verbesserte Bedienbarkeit durch CSS, verstärkte Nutzung von KI in Analyse- und Testverfahren sowie die Integration von Nutzerinnen-Tests könnten neue Standards setzen. Ich bin gespannt, wie sich diese Entwicklungen umsetzen lassen und wie schnell sie im Alltag von Nutzerinnen und Nutzern ankommen werden.