Archiv der Kategorie: Allgemein

Barrierefreiheit bei Zalando – wie barrierefrei ist das Online-Shopping von Kleidung?

Screenshot der Zarlando-Website Zalando hat sich zum Marktführer beim Online-Kleidungs-Verkauf entwickelt. Leider blieb das Thema Barrierefreiheit dabei auf der Strecke.
Das gilt vor allem für blinde Personen. Auf folgende Probleme bin ich bei einer oberflächlichen Untersuchung gestoßen.
Es lassen sich bei der Größenauswahl mehrere Häkchen bei unterschiedlichen Größen setzen. Als Blinder merkt man allerdings nicht, bei welchen Größen ein Häkchen bereits gesetzt wurde. Der Status der Checkbox ist nicht erkennbar.
Die Autosuggest-Funktion in der Suche funktioniert für Blinde nicht, die Vorschläge sind für den Screenreader unsichtbar.
Die Seite von Zalando ist nicht vernünftig segmentiert. Man kann zum Beispiel nicht gezielt zu den Suchergebnissen springen, die Suchergebnisse sind nicht als HTML-Überschriften ausgezeichnet.
Die Anmeldung findet in einer Lightbox statt. Diese ist aber nicht modal, der Rest der Seite bleibt für Screenreader-Nutzer sichtbar.
Wie „zufrieden“ ich mit den Suchergebnissen bin, kann ich nicht sagen, da die Radio-Buttons nicht beschriftet sind.
Auf der Detailseite zu einem Artikel ist die Bewertung des Artikels für Blinde nicht auslösbar. Es kann keine Größe ausgewählt werden.
Auf der ganzen Seite wimmelt es von unbeschrifteten Elementen.
Insgesamt ist Zalando also für Blinde unbrauchbar. Schade eigentlich, da die Seite viel Potential hätte. Als Marktführer und wahrscheinlich auch Qualitätsführer in diesem Segment sollte man sich schon ein wenig mehr Mühe geben.
Für Blinde hat das Online-Shoppen von Kleidung einige Vorteile: Farben und Größen lassen sich ohne fremde Hilfe aussuchen, ein Preisvergleich ist problemlos möglich, selbst Schnitte lassen sich online leichter finden als offline. Natürlich hat man das Feeling der Kleidung nicht, doch hat man das als sehender Online-Käufer ja auch nicht.

Barrierefreiheit bei Google

Google macht wie viele große Software-Konzerne viel Wind um die Barrierefreiheit seiner Produkte. Doch was ist eigentlich dran an den vollmündigen Versprechungen? Leider wenig: Bei Google ist vor allem viel PR und wenig barrierefrei.

Das Bild ist gemischt

während sich bei Android und Chrome sowie Chrome OS einiges getan hat, sieht es bei anderen Produkten durchmischt aus. Tatsächlich hat sich die Barrierefreiheit einiger Produkte in letzter Zeit sogar verschlechtert.
Zu nennen wären hier Google Analytics, die Search Console und Gmail. Pikant daran ist, dass die ersten beiden Produkte häufig am Arbeitsplatz verwendet werden. Google Amerika dürfte damit gegen den Americans-with-Disabilities Act verstoßen.

Google Analytics – für Blinde und Tastaturnutzer praktisch nicht nutzbar

Den größten Murks hat Google mit seinem Dienst Google Analytics angerichtet. Er ist für Blinde und Tastaturnutzer gar icht benutzbar. Man scheitert schon daran, zwischen unterschiedlichen Nutzerkonten und Profilen umzuschalten.
Und leider geht es im gesamten Dienst weiter: Es ist schwierig, einzelne Punkte aus der Unternavigation aufzurufen, in den Inhaltsbereich zu wechseln, sich bestimmte Informationen rauszusuchen… Es ist nicht möglich, den Datumsbereich einzugrenzen, ganz zu schweigen von komplexeren Interaktionen.
Um es klar zu sagen: Das ist eine Diskriminierung blinder Menschen. Google sperrt blinde Internet- und Social-Media-Redakteure von ihrer Arbeit aus.

Search Console und GMail

Das Gleiche gilt auch für die neuen Designs der Search Console und GMail. Offensichtlich werden die gleichen Design-Komponenten für die grafische Oberfläche verwendet. Vermutlich zielt Google auf eine Vereinheitlichung der Benutzeroberfläche ab. Womit aber alle Dienste durch die Bank sich bei der Barrierefreiheit verschlechtern.
Gmail hatte vorher noch den Vorteil, dass man auf eine HTML-Ansicht umschalten konnte. Die war benutzbar, wenn auch ziemlich unkomfortabel. Man war sich offensichtlich selbst bewusst, wie schlecht zugänglich die andere Ansicht für Blinde war. Die HTML-Ansicht ist entweder abgeschafft worden oder für Blinde nicht auffindbar.

Google Docs ohne barrierefreie PDFs

Googles Office-Paket ist die letzte große Lösung, welche nicht die Erstellung barrierefreier PDFs ermöglicht. Google liegt damit am dem gleichen Niveau wie mittelgroße Software-Schmieden. Nur, dass es einige der besten – zumindest aber best-bezahlten -Entwickler der Welt hat. Warum Google das Thema barrierefreie PDFs aussperrt, bleibt deren Geheimnis. Ich möchte wieder auf die amerikanischen Gesetze zur Barrierefreiheit verweisen. Immerhin hofft Google, dass Bildungs-Einrichtungen ihre Lösungen verwenden. Aber diese Einrichtungen benötigen natürlich barrierefreie PDFs.

Androids Talkback liegt Jahre zurück

Android hätte den Charme, dass es Blinden ohne großes Einkommen den Zugang zu Smartphones und dem Internet ermöglicht. Prinzipiell hat sich bei Android viel verbessert. Unter Android 5 und darunter war es praktisch nicht brauchbar. Seit Android 6 funktioniert es prinzipiell.
Allerdings nur prinzipiell und mein Eindruck ist, dass die Verbesserungen nur graduell sind. Android 8 – 10 bieten minimale Verbesserungen. Der Unterschied wird deutlicher, vergleicht man das Ganze mit iOS: Es gibt keine Braille-Eingabe, die Konfigurationsmöglichkeiten sind gering, es gibt keine alternativen kostenlosen Stimmen, keine integrierte Texterkennung, keine Wörterbücher zur Konfiguration der Sprachausgabe…
Natürlich liegt Apple viele Jahre vor Google. Aber selbst der Stand von Apple von vor drei Jahren ist besser als das aktuelle Android 10. Wir müssen feststellen, dass Google schlicht kein Interesse an Talkback und dessen Verbesserung hat.

Es fehlt an Qualitätssicherung

Das zeigt, dass selbst ein Milliarden-Konzern, der das Know-How zur Barrierefreiheit im eigenen Haus hat, vieles falsch machen kann. Offensichtlich sind die Produkte nicht von Blinden auf Barrierefreiheit getestet worden. Das Feedback der Community wird ignoriert.
Peinlich ist auch, dass Google auf Hinweise, die unter anderem von mir kamen, nicht reagiert hat. Das zeigt, dass Barrierefreiheit für Google kein wichtiges Thema ist.
Meine Konsequenz ist, mich so weit wie möglich von Google Produkten zu verabschieden.

Barrierefreiheit von XING/Ist das Karrierenetzwerkfür Behinderte barrierefrei?

Xing und die BarrierefreiheitXING hat auf meine vielfachen Hinweise auf deren mangelnde Barrierefreiheit leider überhaupt nicht reagiert. Deshalb hielt ich es für notwendig, die Probleme öffentlich zu machen. Ich hätte das lieber bilateral geklärt.

Als Quasi-Monopolist bei Karriere-Netzwerken in Deutschland sollte XING hier meiner Ansicht nach mehr tun. Ansonsten bleiben behinderten Menschen Möglichkeiten der Vernetzung verschlossen. LinkedIn spielt in Deutschland noch nicht die zentrale Rolle und hat seine Hausaufgaben im Übrigen auch besser gemacht. Ja, es handelt sich um ein Privat-Unternehmen. Aber das ist heute kein Argument mehr, die Barrierefreiheit vollständig zu ignorieren.
Ich habe mir auch die XING-App fürs iPhone angeschaut. Die ist leider nicht zugänglicher als die Website.
Insgesamt ist das Portal natürlich sehr umfangreich. Ich gehe deshalb nur auf die Bereiche ein, die ich persönlich kenne. Auch beziehen sich alle Aussagen nur auf blinde Nutzer.

Nachrichten

Das Erstellen und beantworten von Nachrichten ist mit XING für Blinde leider nicht möglich. Die Eingabefelder sowie die diversen Optionen sind nicht sinnvoll oder gar nicht benannt.

Die roten Felder korrigieren

Wer zum Beispiel ein Event im Event-Markt anlegt, erhält gelegentlich die Fehlermeldung, er solle die roten Felder korrigieren. Ein toller Service, warum wird in der Fehlermeldung nicht direkt auf die Fehlerquelle verwiesen? Das würde auch die Usability deutlich verbessern.
Insgesamt sind leider alle Formulare teilweise nicht zugänglich. Bei einigen Feldern ist die Zuordnung zwischen Beschriftung und Eintrag nicht eindeutig.

Keine Alternativtexte für Grafiken

Zwar können Grafiken hochgeladen werden. Doch gibt es nicht die Möglichkeit, alternative Beschreibungen für Blinde zu hinterlegen.
Das ist auch deshalb dumm, weil dass sowohl Google als auch die XING-eigene Suchmaschine daran hindert, den Inhalt der Bilder zu indexieren.

Light-Boxen

Der exzessive Einsatz von Lightboxen ist eine der größten Barrieren auf XING. Für Tastaturnutzer und Screenreader-Nutzer poppen sie einfach irgendwo innerhalb der Seite auf, etwa dann, wenn ein Kontakt bestätigt oder eine Anzeige erstellt wird.
Das ist auch deshalb witzlos, da diese Popups keinerlei Mehwert bieten: Wer will, wenn er einen Kontakt hinzufügt eigentlich den in diesem Zusammenhang völlig belanglosen Hintergrund der Webseite sehen?

Gruppen-Administration

Leider sind auch die Funktionen zur Gruppen-Administration für Blinde absolut unzugänglich. Die Funktionen etwa zum Löschen oder Melden von Beiträgen werden blinden Nutzern gar nicht angezeigt.

XING Events ist nicht barrierefrei

Leider ist auch XING Events sowie der Ticket-Shop von XING nicht barrierefrei. Bei diesem Status möchte ich dringend davon abraten, diesen Service für die eigenen Veranstaltungen zu nutzen.

Barrierefreiheit bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BzgA

ChirurgDie Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kurz BzgA verzichtet leider auf digitale Barrierefreiheit. So ist die Website für Blinde kaum nutzbar.
Kurioserweise sind sogar Publikationen mit dem Thema Inklusion nicht barrierefrei, das gilt etwa für die Publikation Inklusive Medienbildung – Ein Projektbuch für pädagogische Fachkräfte. Da hat man sich offenbar kräftig bemüht, das Dokument so zu gestalten, dass es für Blinde und Sehbehinderte nicht zugänglich ist.
Auch Publikationen, die sich speziell an Behinderte richten wie das „Heft 1-2017: Sexualität und Behinderung“ sind nicht barrierefrei. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BzgA verstößt damit gegen das Behindertengleichstellungsgesetz und insbesondere gegen die Barrierefreie-Informations-Technik-Verordnung BITV 2.0.
Ich habe die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BzgA auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Offenbar sind dort aber Behinderte nicht wichtig genug, um sie einer Antwort zu würdigen.

DocMorris: Barrierefreiheit bei Online-Apotheken

Mehrere PillenschachtelnWie ich als Kunde von DocMorris erfahren musste, legt diese Online-Versandapotheke keinen Wert auf Barrierefreiheit. Offenbar legt man dort keinen Wert auf behinderte Kunden. Ich habe daher mein Konto löschen lassen und benutze wieder die Apotheke nebenan.
Aber von Anfang an: Der Online-Einkauf bei DocMorris ist für Bilnde extrem schwierig. Andauernd poppen Lightboxen auf, die den Inhalt verdecken und mühsam weggeklickt werden müssen.
Der Hammer war aber die Rechnung: Diese Rechnung kann man sich als PDF herunterladen. Und sie ist für Blinde absolut unzugänglich: Die PDFs sind absichtlich so eingestellt worden, dass sie für Blinde nicht auslesbar sind. So eine Unverschämtheit habe ich selten erlebt.
Auf meine Hinweise per Mail und Twitter habe ich keine Antwort bekommen. Daher habe ich mein Konto löschen lassen und mir eine andere Apotheke gesucht, die mich als behinderten Kunden schätzt.

Mein Rückblick auf das m-Enabling-Forum 2018 auf der Rehacare in Düsseldorf

Am 27.9.2018 fand das M-Enabling-Forum 2018 in Düsseldorf parallel zur Rehacare statt. Es war ein reichhaltiger Tag. Heute gibts einen kleinen Rückblick. Leider weiß ich nicht, ob und wie die Teilnehmer ihre Inhalte online stellen. Wenn das passiert, werde ich das hier verlinken.

Organisation

Für meinen Geschmack organisatorisch nicht ganz geschickt: Konferenzen sollten frühestens um 10 Uhr beginnen. Und 9 Stunden waren dann zu viel des Guten.
Ein offenes W-Lan fürs Twittern wäre auch nett gewesen. Hier hat man Potential für die Öffentlichkeitsarbeit verschenkt. Im Saal selbst gab es gar keinen Mobil-Empfang, auch ein wenig seltsam für eine Messe Düsseldorf.
Auch hätte man mehr Interaktionen und Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum ermöglichen sollen. So glich es eher einer Produkt-Schau

Das Programm

Wenn man ein paar dieser Konferenzen besucht hat und im Thema ist, erfahrt man irgendwann nichts mehr Neues. Im Vordergrund steht vor allem der Austausch unter den Besuchern.
Interessant und für mich neu waren die Bemühungen, Barrierefreiheit zu zertifizieren. Ich selbst bin kein Fan solcher Programme. Sie riechen immer ein wenig nach Stempel drauf und für die nächsten zehn Jahre erledigt. Doch mag es in einigen Fällen sinnvoll sein.

Apple nervt

Nervtötend war das Statement von apple. Ich nutze gerne die Geräte von Apple. Was mich allerdings ärgert ist, wenn ein Konzern, der fast 1 BillionenDollar wert ist so tut, als ob Barrierefreiheit für ihn kein Geschäftsfaktor wäre. – Die Eyes-Free-Technologien zum Beispiel kommen auch Autofahrern zugute. Es gibt reichlich Blinde, welche gleich mehrere Produkte von Apple besitzen. Da kann man nicht ernsthaft so tun, als ob Barrierefreiheit reine Wohltätigkeit wäre. Wohlgemerkt, es stört mich nicht, dass Apple damit Geld verdient, sondern dass sie so tun, als ob das nicht so wäre. So ist Apple kein Vorbild für andere Unternehmen, die Barrierefreiheit ernst zu nehmen. Denn es kommt bei apple so rüber, als ob sie für die Barrierefreiheit drauf zahlen müssten. Es wäre dann ein Verlust-Geschäft, so gewinnt man in der Privat-Wirtschaft keine Freunde für die Barrierefreiheit, sondern schadet ihr indirekt.
Absurd wird es dann, wenn Apple Pseudo-Entwicklungen für sich reklamiert. Armbänder zur Sturzmeldung und tragbare Notruf-Systeme gab es schon lange. Wenn man Apple so hört könnte man meinen, sie hätten es für die Apple Watch erfunden. Und die App Kurzbefehle ist sicherlich nett, früher nannten wir das Makros und brauchen es vor allem, weil Siri so miserabel ist. Hier stellt sich eher die Frage, warum es das nicht schon in iOS 6 gab.

Fazit: Rausgehen oder reinholen

Und hier noch meine drei nicht ganz neuen Erkentnisse aus der Konferenz:
Erstens: Es ist zwar immer nett in der Barrierefreiheits-Szene. Diese ist aber klein und scheint mir in der Zeit, in der ich dabei war kaum gewachsen zu sein.
Entweder geht man aus der Szene raus, zum Beispiel auf andere Messen oder Kongresse. Oder man holt diese Leute gezielt rein.
Meine zweite Erkenntnis: Es fehlt eine zentrale Instanz, die Informationen und Nachrichten zur Barrierefreiheit bündelt. Es gibt viele Projekte, die einfach nicht bekannt sind. Die Szene ist nicht nur in Deutschland sehr atomisiert. Es bräuchte ein neues Einfach für alle.
Meine dritte Erkenntnis ist, dass zu wenig über existierende Bedienungshilfen aufgeklärt wird. Von den drei großen Software-Anbietern Apple, Google und Microsoft macht es letzteres am besten: Bei Microsoft bekommt man die Bedienungshilfen schon bei der Erst-Installation und im Anmeldebildschirm angeboten. Bei Apple und Google muss man – zumindest in den mobilen Betriebssystemen – danach suchen. Das heißt, man muss im Prinzip schon wissen, dass es Hilfen gibt. Dafür gibt es keinen nachvollziehbaren Grund. Ich habe gerade erst ein Android-Phone eingerichtet und ihr würdet gar nicht glauben, wie viel Platz auf dem ersten Screen ist, auf jeden Fall genug, um den Start von Bedienungshilfen anzubieten. Wenn ihr das lest, ihr Großen Drei, bitte mehr Geld in Aufklärung und weniger in PR-Maßnahmen stecken.

Nachtrag: Leider nicht geliefert

Einen Kritikpunkt muss ich an den Organisatoren noch loswerden: Den Teilnehmern wurden die Präsentationen zu den Vorträgen versprochen. Diese sind leider bis heute (August 2019) nicht geliefert worden. Das ist sehr schade, weil ich ein paar Sachen nachlesen wollte. Das sieht mir leider nicht nach Professsionalität aus.

Deutsche Post/DHL und Barrierefreiheit

Blick auf den PosttowerLeider nimmt die Deutsche Post/DHL das Thema Barrierefreiheit nicht besonders ernst. Zumindest muss man zu diesem Schluss kommen, wenn man sich die Website der Deutschen Post/DHL anschaut. Schauen wir uns ein paar Beispiele an.

Die Website

Mittlerweile scheitert man bei DHL schon am Login. Es ist mit NVDA in Kombination mit dem Firefox nicht mit den üblichen Techniken möglich, den Login-Dialog aufzurufen. So etwas sieht man heute wirklich selten.
Kriegt man es doch irgendwie hin, steht man vor dem nächsten Problem: Ein doppeltes Captcha. Zunächst soll man ein Häkchen setzen, was ja in Ordnung ist. Doch dann taucht ein Bilder-Captcha auf, das man lösen soll. Für Blinde ist das natürlich nicht möglich, für Sehbehinderte zumindest schwierig. Die Audio-Alternative ist keine Alternative, vollkommen unverständlich. Mir war nicht einmal klar, ob da Buchstaben oder Worte gemurmelt werden.
Insgesamt leuchtet es nicht ein, warum man für einen normalen Login ein Captcha lösen soll. Selbst Google, das ja sehr auf Sichherheit fixiert ist, macht das nicht. Im Online-Banking habe ich so etwas noch nie gesehen, und dort geht es ja tatsächlich um sensible Bereiche. Im Übrigen ist nach einhelliger Meinung bereits das Setzen des Häkchens als Sicherheitsmaßnahme vollkommen ausreichend. Warum die Deutsche Post/DHL eine Extra-Portion Sicherheit für einen einfachen Login braucht und dafür Blinde aussperrt, bleibt deren Geheimnis. Diese Barriere ist also vollkommen überflüssig und ohne Not entstanden.
Um es einmal klar auszusprechen: Aktuell ist es für Blinde nicht möglich, sich bei der Deutschen Post/DHL einzuloggen. Ein solches Kunststück an schlechter Zugänglichkeit findet man selten.
Doch selbst, wenn der Login gelingt, geht das Elend weiter. Die Seiten zum Kauf der Paketmarken sind code-mäßig irgendwann in den Nuller-Jahhren stecken geblieben, technisch absolut mittelmäßig. Buttons zum Beispiel sind nicht nach HTML-Standard umgesetzt, sondern einfach nur verlinkte Grafiken. Ich könnte weitere Beispiele aufzählen, aber leider kann ich mich nicht einloggen.

Die Packstation

Die Packstation ist für Blinde gar nicht benutzbar. Überlegungen, sie für Blinde nutzbar zu machen, werden offenbar gar nicht angestellt. Da das bei Geldautomaten schon funktioniert, stellt sich die Frage, warum es bei der Packstation nicht gehen sollte. Das ist deshalb wichtig, weil oft Pakete nicht in die Filiale, sondern in eine Packstation umgeleitet werden.
Aber auch für Sehbehinderte hat sich die Situation stetig verschlechtert.

  • Weiße Schrift auf rotem Grund verschlechtert die Lesbarkeit
  • Ziffern müssen mühsam auf dem Touch-Display eingegeben werden statt bequem über den vorhandenen Nummernblock.

Hat man den PIN einmal falsch eingegeben, was schnell passieren kann, muss man den Login komplett neu durchführen. Zwischenzeitlich musste man sogar die Kundennummer über das Display eingeben, vollkommen sinnfrei, weil man die Goldcard bereits in das Gerät gesteckt hat. Wer die Goldcard hat, hat auch die Nummer, Sicherheitsaspekte können also nicht der Grund dafür sein. Man könnte meinen, DHL habe ein Faible dafür, Dinge möglichst kompliziert und barriere-unfrei zu machen.
die Schriftgröße ist nicht änderbar. Standardmäßig ist sie sehr klein, doch bietet das Display viel Platz für größere Schrift. Warum man den Platz nicht nutzt oder Vergrößerungsmöglichkeiten sowie eine kontrastreiche Ansicht anbietet, bleibt das Geheimnis von DHL.

Stellungnahme der Deutschen Post/DHL

Ich fühle mich als Kunde der Deutschen Post/DHL nicht ernst genommen. Meine Hinweise auf Twitter wurden ignoriert und nicht beantwortet. Die Probleme wurden auch nicht behoben. Deswegen war dieser Beitrag leider notwendig.
Ich habe die Pressestelle von DHL um eine Stellungnahme gebeten, die ich hier, falls sie denn mal kommt, veröffentlichen werde.

  1. Sieht sich die Deutsche Post/DHL als Groß-Unternehmen, Quasi-Monopolist im vielen Bereichen und ehemaliger Staatsbetrieb nicht in der Pflicht, ihre Portale in Hinblick auf Barrierefreiheit zu optimieren? Welche technischen Richtlinien legen Sie in Bezug auf Barrierefreiheit zugrunde?
  2. Warum führt die Deutsche Post/DHL kein regelmäßiges Monitoring ihrer digitalen Inhalte im Hinblick auf Barrierefreiheit durch?
  3. Warum reagiert die Deutsche Post/DHL nicht auf Hinweise, dass es Probleme mit der Barrierefreiheit gibt? Warum gibt es keine Feedback-Möglichkeit zu technischen Problemen? Warum gibt es kein offizielles Statement zur Barrierefreiheit?
  4. Hat die Deutsche Post/DHL vor, künftig stärker auf Barrierefreiheit zu achten?

Visual Literacy and accessibility

Every child knows that the learning of reading is hard work. The understanding of graphics is also a skill which must be learned, scientists call it Visual Literacy. This skill is important even when it not learned actively like reading.

In the issue of accessibility Visual literacy is important because images, diagrams and similar graphics play an important role in user interfaces and content. For some people for example persons with cognitive impairness graphics can increase the understanding of texts, user interfaces or tables dramatically. In augmentative communication graphics plays a key role.

In this article I want to differ between decorative graphics and content graphics. The latter are important for the understanding of a text or interface, decorative graphics in most cases are a question of aesthetics, and they don’t demand much work to understand them.

The visual Literacy is mostly based on passive learning. While growing up children learn to see and differ millions of objects. Sometime parents starts to show the child symbols and tell them, what they mean, for example food packages, pictures in books or in television and so on. Day by day the child learns to understand even complex pictures or objects and their connection to each other like in picture books for kids.

The older they get the more complex the graphics gets. Pupil learns in natural sciences to read and draw graphs or chemic forms. Students of economic science draw complex diagrams like business chains or logistic chains.

Pictograms and symbols

Pictograms are often easiest to learn. They play an important role in all day activities. They are printed on packages or rule the traffic on the streets. In the best case they are understandable intuitive and inter cultural. When a foreigner visits Germany he should be able to move through the streets without colliding with a car because he misunderstood a street sign.

Many Pictograms are conventionalized illustrations of real objects. You only need a few lines and sheets to draw a wheel chair or a skull.

Other symbols for example for software controlling can be very complex and in many cases have to be learned actively. They were builded on different natural objects and geometric figures. Their task is to offer an intuitive usage of the program.
For users who are experienced in software use it is often easy to learn new symbols especially when they use the program regularly. For newbies this can be quite difficult.

Complex graphics

A more difficult case is the understanding of complex graphics. This can be simple pie charts and ends in complex graphics like info graphics or logistic chains. These objects are constructed of many different objects like geometric figures, lines and so on. You have to see and recognize the several parts of the graphic and parallel the interconnection of multiple objects to get the whole information.

This is a good example to understand better the concept of Visual Literacy. A newbie may look on a logistic chain and only seed a chaos of lines and figures; a logistic expert only takes a look and gets the most important information.

With this we got the two aspects of Visual Literacy

  1. The User has to understand what is pictured – this is the Understanding of content
  2. He has to understand, why it is pictured – this is the understanding of indication

    The combination of text and graphic

    For complex tasks the combination of text and graphic seems to offer the best solution. There are two possibilities to combine text and graphics.

    1. Redundancy: That means that text and graphic have the same intention. You find this for example in tutorials when you build a furniture from a construction kit.
    2. Complementarity: That means, that the message of the content only can be
      Understood when you understood both, graphic and text. This you find in comics.

    Of course it can happen that text and graphic have totally different intentions but I don’t know any case when this does make sense. In practice most content lies anywhere between Redundancy and complementarity.

    In principle Redundancy is more accessible than complementarity. In many cases you will have visitors who better understands either texts or images. In complementarity cases you risk that either text or graphic is not understood and the most part of the message get lost. But in some cases complementarity can not be avoided.

    A special case is texts in plain language this is an easy form of the conventional language especially for people with learning or reading impairnesses. Such texts are usually guided by images in most cases simple illustrations. These text-image-combinations always try to be redundant.

    Therefore in most cases the combination of text and graphics seems to offer the best solution. The person who does not understand the text perhaps understands the image or either.

    Other issues in graphic accessibility

    A main rule in accessibility is that no information should be conveyed in only one way. This is especially important for color. No information should be conveyed only through colour or colour change.

    It is clear that an appropriate contrast is important. For signs and other symbols it is necessary that they are recognizable in all environments, darkness or in the sun or when the signs are dirty.

    Info graphics are almost as famous as cat content but in many cases we may ask if they were understood by the target group. It seems that they were constructed with aesthetics in mind or to show the abilities of the programmer and not with the target group in mind.

    The best solution can be to simplify them radically especially to get the interest of people, who are not experts in this special issue or simply don’t spent much time to learn to understand the graphic. You should avoid any element or effect which does not increase the understand ability like 3D effects or colours.

    Closed systems and inner logic

    As I already showed there are some image systems which constitute a closed symbol language like UML or logistic chains. But they are although examples which plays a higher role in our life. Symbols in orientation systems like in train stations or airports.

    There are two factors on which the understanding of those symbols depends:

    1. The experience with these situations
    2. The embedding in special contexts.

    The case of experience is clear. When you move every day across an airport you learn to understand where you can find a toilet, the exit or the ticket account.

    The context is also clear. In a main station you find other things than on an airport.
    I see some problems in big buildings which you visit rarely. Public buildings like authorities can be very complex. Although they can have many visitors they are not constructed in a way in which visitors can orient easily.

    Many public services did implement a ticket system. You have to pull a ticket from an automate and have to wait until your number is displayed anywhere in the room. The newbies and people with disabilities can have difficulties with this.

    Different groups can have different problems in the perception of graphics

    Blind and visually impaired

    People who see badly from birth do not learn Visual Literacy quite well. Therefore it is more important for them that an alternative description does not describe the graphic but its function.

    Even for complex graphics a description of the graphic is in most cases not useful. Only people with a high imagination are able to imagine the constellation of many different objects. For most people a description of the illustrated process seems to be more useful.

    Haptic graphics seems to offer a solution for this problem, but for them there is another problem: Blind people can only get it step by step, they are never able to „see“ the whole diagram. In some cases an accessible table is the better solution.

    When a table does not exist or is not practicable it is better to offer a text, in which you describe the most important processes, which are shown in the graphic.

    People, who are born blind in many cases didn’t learn the visual symbolic and do not profit from a description of such symbols, even in a tactile form. They learn in school how letters look and perhaps they know for example the form of a car, but it is possible that they don’t recognize it when you present it in a haptic way. Therefore the best solution for a haptic presentation of visual symbols is easy geometric figures.

    Visually impaired

    People with visual impairness did in most cases learn the visual codes. Their difficulty lies in other factors. In many cases their sight is not sharp enough to get complex symbols with many forms or colours. They profit from easy geometric figures or easy recognizable objects like shears, thumbs and so on.

    For humans with disorders in their field of view or very low vision it is difficult to get a whole complex graphic like a map. It is difficult because it contains much different information like streets, environmental elements or other facts.

    For visually impaired people it is helpful when a graphic can be understood step by step. You can help them for example by offering a reading direction which starts western hemisphere usually in top left. In maps it does make sense to offer some good visible orientation points like big cities, rivers, great streets or similar. For digital maps and some other graphic types it would great to offer a filter which allows it to switch different informations on and off. This makes it easier to concentrate on special information like shops or mountains for a trail.

    Cognitive Disability

    With a cognitive disability it is difficult for humans to recognize, understand or remember informations. This group profits most of visual presentations, because in many cases their ability to read „visually“ is better than reading and understanding text.

    A study of a German organization showed that the ability of people with mental disability to understand easy symbols which represent of real life is quite good. For example they understand the symbol for bus station, if they see a under stability bus. That they do not understand are combined or abstract symbols. For example, a human going on a stairway for stairway or „WC“ for toilet.

    Texts in plain language should be guided by illustrations to increase the understandibility. The information ideally is coded textually and graphically. That is not possible in all cases. Graphics are most useful in cases where we have strong conventions or where they are under stability images of real objects.

    Testing graphics

    Complex graphics and texts have in common, that they can not be tested automatically like image contrast. You need a lot of experience or a second mind or both to check the understandibility of a graphic. For graphics for a broader audience it is necessary to make usability tests.

    Information graphics had a big hype for example in data journalism. But they responsible persons ask not enough, if their graphics are understandable for some people. Most web editors are concentrated on texts and decorative graphics. Critics foremost illustrators say that web editors decorate instead of illustrate and this is quite true. Many web editors have low experience with drawing applications and think that it is better to avoid graphics than to offer a bad drawn.

    That is okay because of our wish to offer a high quality but it is not good reason to avoid the learning of drawing skills. With the new tools and the increasing requirements of our audience we have the duty to choose the best tool to provide our information or message instead of using the one we have.

    Further Reading

Why many disabled people avoid the usage of Assistive Technology

Today, I want to talk about a complex issue: The rejection of Assistive Technology through people with disabilities. I call this phenomenon AT avoidance.

It is surely not a secret that diferences of the body norm like disabilities are stigmatized. In Germany for a long time handicapped people were not visible in public places. Onlny since a few years, you see people with white stick or a guide dog, wheel chair or rollator in public.

When people with different disabilities meet, you can start endless discussions about the question if it is better to have a visibile or a invisible disability. I don’t want to start that discussion right now, but it is clear that invisible disabled have the opportunity to hide or show their disability, people with a visible disability have no decision, they have no incognito.

The rejection of Assistive Technology

Many people with disabilities, not only new disabiled, reject the use of Assistive Technology. I didn’t use a white stick for years, although it would have been useful to me. Than I recognized that other people does not care if I am blind or not. I’m not alone at all, people like Sabriye Tenberken or Eric Weihenmeyer wrote in their biographies, that they made the same experience. In a magazine of a german newspaper a young woman described, how she hide her visually impairment rom her colleagues. Most time of her working life she lives in the fear that somebody will recognize her disability. A similar phenomenon we find in people with hearing disabilities. They don’t want to wear hearing aids and the although don’t want to tell their friends of their disability. The result is a chronic frustration because the participation in events is very low. As a blind you can’t go without help into a canteen, for people with hearing problems it is dififcult to take part in talks with many people sitting around a table and with loud background noises.

Im my experience, there are two psychological motives for the rejection of Assistive Technology. First people don’t want to demonstrate their weakness, because they fear that their colleagues will change their behaviour if they got to know about it. Disabilities are still seen as weakness, many people seem to assume that hearing loss or blindness guide to weakness or dumbness. Often, a disabled person earns pity or aversion and both behavoirs are not convenient for the disabled person.

On the other hand the use of Assistive Technology seems to be the admission, that you will never return to your healthy body. Many people are not ready to take this step and some never will be. You often find this kind of thinking in people with visual impairness. They prefer to use high degrees of magnification or run against walls instead of using screenreaders or a white stick, although this would be better for them. I live more convenient since I accepted the stick as part of my body and personality.

Is such a behavour a good idea? In fact it is their decision how they behave and what they do.

On the other hand, it means a lot of stress to people to hide their disability. People with low vision can not go to the the Kantine, because they need help to choose or carry their meals. They can not make sports with their collegaues, because they see to bad and so on.

The other problem lays in the danger of causing an accident because you can not see or the other participant can not see that you can not see. Any court will judge the blind partner when he is a part of an accident, if he or she were not recognizable as visually impaired.

A typical behaviour for such a person is to avoid the participation in difficult social situations.

The role of design of Assistive Technology

The solution is very easy: We have to abandon the stigmation of disability. But this will not happen in the next twenty years.

A task, which is easier to fullfil is a better design of Assistive Technology. Most AT look like medical equipment. Of cause they are medical equipment, but no one says, that they have to look like that.

We have to push the whole complex of helping aids into design for all. It is out to produce special mobile phones for older people and to call them senior phones. And it is out to buy special Assistive Technology in special shops.

Apple showed how to make it: Without great expectations in return on investment, they implemented AT in all their actual hardware. With one action, Apple has transformed into the biggest producer of AT in the world. And Apple is cool, no one is ashamed of his iPhone or iPad. You know anybody, who would put his hearing aid on the table, where everybody can see it?

Another example are glasses. Although glasses have changed their reputation , today many young women and men wears glasses which are noticeable. Glasses are part of fashion and style.

A change in culture

In the same manner, the behavior of humans with disabilities have to change. In fact, it changes already, young blinds are more integrated than older blind. But we have although to develop a new consciousness in the sense of blind power. If you behave like an victim, the others will treat you like an victim. They will accept you as a case of pity, but not as an equal subject.

In the eye of the other man you will never be a whole person until you behave like a whole person.

Some people would say that people without disability have to change their behavior to. This is right, but it is also right that disabled people have to change theirselves to. They have to overtake more responsibility for themselves, it is easir to change yourself than to change the other one or the whole society. Gandhi says, that you hvae to be the change you want to reach.

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How does implants and prosthetics change humans with disabilities

The children of the 70s and80s surely remember the TV shows The Six Million Dollar Man and The Bionic Woman. These shows surely are not highlights of the TV history, but they are showing an optimistic view on the future, in which humans with bionic implants have great abilities.

In the present w are not so far away from such implants. And we do not have to pay 7 Million Dollar for them. The Cochlea Implant is an implant, which makes it possible in some cases to give not hearing person a sense of hearing. But let’s start at the beginning.

A very short history of assisting technology

The history of human enhancement is nearly as old as the mankind itself. Only few animals developed so many helpful tools for hunting, for art or for convenience. Although disabilities may be very old. Blindness: hearing loss or mobility handicap was very probably part of the first communities.

We don’t know much about how ancient communities did treat their members with disabilities. But we can assume that they improvised assisting aids like a branch as mobility aid or a pipe as easy hearing aid.

Lenses were very early developed as seeing aid. William from Baskerville, a character in Umberto eco’s „The Name of the Rose“ used them.
The development of technology and science also improved the aids. Some inventions like the telephone or the Gramophone were especially developed for people with disabilities.
Like in many areas, assisting aids got smaller and more efficient. The most important innovations drivers were the electricity and micro electronics.

Glasses and electronic hearing aids were already developed and widespread. Implanted helps arise with the pacemaker.

The enhanced human

But this was in the paste. The steady improvement, reduction of cost and size of helping technologies guide to a new age of implants.

Some people are ashamed of assisting aids, so they try to hide them. Glasses were replaced by contact lenses and hearing aids were hiding behind the ear. Paralympic Sports men like Oskar Pistorios and Alan de Oliveira achieve with prosthetics the same and perhaps better performances than their not disabled colleagues. Implants for the eye are already in work, for example the Argus Chip. So we have already the components for a 13-million-Dollar-human, we only miss somebody, who makes a bad TV show about him or her.

After the human enhancement through Smartphones and wearable’s, the next logical step is to directly implant those aids into the body. For healthy people this is quite new, but for disabled or ill people this is everyday life.

The difference between the indirect information through technology and the direct stimulation of sensory] organ is quite big. You can’t compare it. I can describe a feeling visual, hearing or smelling but this is only a bad replacement for the direct smelling, seeing or hearing. It is like watching a porno movie instant of having sex.

Of cause, smartphones and other external helpers can be a big relief for all day activities, but they can never replace the direct stimulation. It is quite another thing to get something described than to experience it. The direct experience cannot be replaced by anything.

People start to implant more or less helpful things in their bodies; the trendsetter was the quantified self movement.

Of cause there are many difficulties, too. The implants for people with hearing or sighted loss demand that the brains of the patients are already trained to process visually or hearing stimuli. People who are born blind or deaf often cannot use them or they need much longer to use them efficiently.

On the other hand, the human body seems to be very adaptable. But it is important that the patients are as young as possible when they get their implant to make it easier for them to get used with it. But the human body seems to be quite good in to get used with new stimuli. Although many older people can achieve great performance in mind or body if they get the right training and incentives.

The future of implants

It is difficult to say, how the implant culture will develop in future. For me, it seems clear that many healthy and not-healthy people will use them.

The problem is that most helpful implants need an operating and a long rehabilitation. Many health insurances reject to take over the costs for that. On the other hand, above all adult people with disabilities did arrange themselves with their disability. For them it would me more difficult to adapt them to a new situation than to live their lives they died already.

But there are also people, who wants to improve their bodies and are willing to pay a high price in both senses: in money and in health. Perhaps you know the book of Aldous Huxley „Brave new world – revisited“ in which he enrols his dark assumptions about the future. You only have to take a look on the discussions of doping or medical abuse in amateur sports to get a perspective to see, how far people can go only to get small advantages.

If you believe in the visions enrolled in science fiction, there will develop a black market for implants and medical operations. The bio hackers will enjoy it to search for possibilities to enhance their body. And no law or ethical assumptions can hinder them to do with their body, what they want to do. Perhaps people with disabilities can profit from this experiments. Many of them are unsatisfied of their aids, because they cannot adapt them themselves to their needs. Most of the stuff is closed software or hardware end does not have interfaces to change them.

Another topic which will become hot is the possibility that people with disabilities with bionic aids can become better than people without disabilities. It is already discussed in some sport areas because the human body has reached his limit in high performances. The requirements in professional sports are getting higher and higher and people with Norma bodies almost have no chance to take part. For some, the thought is very attractive to cross the limit of the body with artificial aids.

But why should an implant not use the potential of digital systems. Why should a blind or deaf human not see or hear things that people without disabilities do not hear? I don’t know, I think, there is no reason to limit the possibilities of aids to the limits of the natural human body.