Formen von Einschränkungen

Im ersten Teil des Kurses wollen wir verschiedene Formen der Behinderung kennenlernen. Grob lassen sich zwei Arten der Behinderung unterscheiden:

  • Die körperliche oder physische Behinderung ist eine Einschränkung eines oder mehrerer Körperteile oder Sinnesorgane. Sie kann offensichtlich sein wie bei vielen Blinden oder häufig unsichtbar wie eine Hörbehinderung.
  • Die geistige Behinderung wird heute eher als Lernbehinderung bezeichnet. Darunter fallen etwa bestimmte Formen von Autismus, Down-Syndrom und so weiter.
  • Eine dritte Gruppe, an die selten gedacht wird, sind Menschen mit Lernstörungen wie Legasthemie, Dyslexie oder die Rechenschwäche. Auch die Gruppe profitiert von Barrierefreiheit, diese Störungen werden aber nicht als Behinderungen angesehen.

Das ist keine umfassende Einführung in das Thema Behinderung – im Gegenteil, hier wird nur an der oberfläche gekratzt. An dieser Stelle geht es nur darum, ein Grundverständnis für die verschiedenen Behinderungsformen zu bekommen, um Probleme der Zugänglichkeit schon im Vorfeld besser antizipieren zu können. Wenn du dich stärker für eines der Themen interessierst: es gibt zahllose Foren, Blogs und Informationsseiten, die teils sehr detailiert auf die einzelnen Behinderungsformen eingehen. Wenn du Fragen dazu hast, frag die Leute, die dort unterwegs sind, sie sind meistens gerne bereit, Antworten zu geben.
Nach der modernen Definition von Behinderung werden Behinderungen als eine Mischung aus körperlichen Gebrechen und gesellschaftlicher Benachteiligung angesehen. Heute heißt es nicht mehr, Behinderung ist heilbar, sondern behindern ist heilbar. Eine körperliche oder geistige Einschränkung soll nicht als Defizit angesehen werden.

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Wenn Du es nicht machst, macht es keiner