Neuigkeiten zur Barrierefreiheit im November

Logo von InstaGramEin Riesenthema gab es im November nicht, dafür viele kleine Diskussionen und Veranstaltungen. Aufreger im Twitterstrom war Instagrams Mitteilung, es werde zukünftig automatische Alternativtexte hinzufügen. Mein erster Gedanke war: Da lässt sich jemand für etwas feiern, was der Eigentümer Facebook schon Ewigkeiten macht. Sorry, für so viel Lahmarschigkeit ist ein Lob leider nicht angebracht.
Im November haben zahlreiche Events stattgefunden und einige interessante Artikel zur Barrierefreiheit sind erschienen. Wie immer gerne in den Kommentaren ergänzen, wenn euch was fehlt.

Veranstaltungen

Als deutschsprachiges Highlight kann sicherlich der Accessibility Club Anfang November in Berlin gelten. Laut Veranstaltern war er ausverkauft, was mich natürlich freut, das zeigt, dass das Thema wichtiger wird. Die Veranstalter wollen die Inhalte online stellen, bisher ist aber noch nichts zu sehen.
Auch die Inklusionstage 2018des Bundessozialministeriums drehten sich dieses Jahr um das Thema digitale Inklusion und Barrierefreiheit. Wahrscheinlich wird es irgendwann auch eine Dokumentation dazu geben.
Die Deaf IT-Konferenz hatte ich persönlich gar nicht auf dem Schirm. Aber auch dort wurden viele Sessions zur Barrierefreiheit abgehalten. Leider ist mir nicht bekannt, ob es eine offizielle Dokumentation geben wird. Falls ich was mitbekomme, wird es in einem der nächsten Newsletter vermeldet.
Die Gewinner des Digital Imagination Challenge sind gekürt worden. Mein Glückwunsch.
Im Dezember wird es keine große Veranstaltung geben, dafür aber einige Kleinere. So finden am 3. Dezember – dem Tag der Behinderten – vielerorts Veranstaltungen zu Inklusion oder Barrierefreiheit statt. Leider kenne ich keine zentrale Stelle, wo man sich darüber informieren kann, was es so geben wird.
Außerdem gibt es am 6. und 7. Dezember die Code Affair in Berlin, wo digitale Inklusion auch wichtig sein wird.

Interessante Beiträge und Artikel

Wolfgang Wiese und Johannes Nehlsen haben einen deutschsprachigen, frei zugänglichen Leitfaden zur digitalen Barrierefreiheit veröffentlicht.
Ein Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle geht davon aus, dass Behinderte noch mehr Rechte zur Barrierefreiheit geltend machen können. Entscheidendes Instrument seien dabei die angemessenen Vorkehrungen.
Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde bietet im Dezember einen Adventskalender mit Tipps zu barrierefreien eBooks.
Die Web Accessibility Initiative – der Vatikan für Freunde der digitalen Barrierefreiheit – hat zwei interessante Dokumente veröffentlicht bzw. aktualisiert. Ein Tool soll dabei helfen, eine Erklärung zur Barrierefreiheit zu erstellen. Ein weiteres Dokument beschäftigt sich mit dem Business Case für digitale Barrierefreiheit.
Was die EU-Richtlinie 2106 für barrierefreie PDFs bedeutet, wurde in diesem englischsprachigen Artikel zusammengefasst.
Nach dem Aktionsplan für Inklusion scheint es jetzt auch einen Aktionsplan für Barrierefreiheit zu geben, beschränkt sich natürlich nicht auf digitale Barrierefreiheit. Das Instrument wird in einem englischen Artikel näher vorgestellt.
Ein lesenswerter Artikel von David Swallow beschäftigt sich mit der Barrierefreiheit für Menschen mit Angststörungen: A web of anxiety: accessibility for people with anxiety and panic disorders.
Auf 24 Accessibility erscheint bis Weihnachten jeden Tag ein Artikel zur Barrierefreiheit.
WebAIM hat die Ergebnisse einer nicht-repräsentativen Umfrage unter sehbehinderten Internet-Nutzern veröffentlicht.

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