Barrierefreiheit – ein Thema für Personalerinnen

Schriftzug We are hiringIn den nächsten Jahren wird Barrierefreiheit von einem Thema für Expertinnen zu einer Aufgabe für alle, insbesondere für das Personal. Die Gründe erfahrt ihr hier.
Der Hauptgrund ist der demografische Wandel. Falls kein Wunder geschieht, werden die Mitarbeitenden in den nächsten Jahren immer älter. Die Zahl der Gebrechen wird dadurch zunehmen: Rückenprobleme, Treppensteigen, die Arbeit am Computer – es gibt zahlreiche Herausforderungen, die man mit dem Schlagwort Wohlbefinden am Arbeitsplatz zusammenfassen kann und die mit Barrierefreiheit in Verbindung stehen.
Es geht also um die Gestaltung des Arbeitsplatzes, des Gebäudes, der Kantine, der digitalen Arbeitsumgebung, aber auch um die Erreichbarkeit mit Auto und ÖPNV, Lokationen für externe Veranstaltungen und Feiern oder barrierefreie Online-Meetings. Nebenbei gesagt ist es schade, dass man Leute in Online-Meetings nicht für schlechte Sprachqualität verprügeln kann – die 30 € für ein USB-Headset sollte man zuliebe seiner hörgeschädigten Kolleginnen entbehren können.
Das sind sehr viele Themen und dafür wird man nicht immer externe Expertinnen heranziehen können.
Nun muss nicht jeder Personal-Verantwortliche Expertin für Barrierefreiheit werden – das ist ohnehin kaum machbar und sie haben ja noch jede Menge anderer Aufgaben.
Aber sie müssen sich zumindest einige Basics draufschaffen. Meines Wissens kommt das Thema Behinderung in den Ausbildungen kaum vor, höchstens im Rahmen der beruflichen Rehabilitation. Aber Barrierefreiheit ist mehr Prävention als Reha und sollte deshalb als Teil der Vorsorge verstanden werden.
Möglicherweise ist oder wird Barrierefreiheit auch ein Teil des Personalmarketings. Wenn die Menschen länger arbeiten müssen, tun sie das eher in einer Umgebung, in der sie zurechtkommen. Und natürlich fällt es ihnen dort leichter. Vielleicht gehen ja einige Menschen früher in Rente, weil sie ihren Arbeitsplatz wegen mangelnder Barrierefreiheit nicht mehr ausfüllen können.

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